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„Wer wird Millionär?”: Kandidatin hat Blackout bei 50 Euro - und Jauch verweigert den Joker

  • Kuriose Szenen am Montag bei „Wer wird Millionär?“
  • Eine Kandidatin wollte einen Joker ziehen, doch Jauch verweigerte das Ansinnen!
  • Der Grund: Es handelte sich um die 50-Euro-Frage, und Jauch wollte helfen.
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Diesen Montagabend bei „Wer wird Millionär?” werden die Zuschauer wohl nicht so schnell vergessen. Annemarie Strubel aus München war der Grund dafür. Auch ihr selbst wird der Beginn ihres Auftritts wohl in Erinnerung bleiben.

Schlimm genug, wenn man bereits bei der ersten Frage auf dem Schlauch steht, doch das kommt vor. Was allerdings einzigartig war: Günther Jauch verweigerte die Herausgabe des gewünschten Jokers. „Nein, den nehmen Sie nicht!”, insistierte er.

„In einem solchen Moment gehen wir wieder zurück in die erste Klasse”, meinte der Moderator und bat Annemarie Strubel, auf seinen Rat zu hören und die Frage mitsamt den Antwortmöglichkeiten noch mal laut zu lesen. “Werfen steht in einer alphabetischen Liste von Verben ...?” „aben ‘teuer’”, „ri ‘’siko’”, „unter ‘fangen’” oder „expe ‘riment’”? Strubel versuchte es zaghaft, entschied dann: „Ich bestehe auf dem Publikumsjoker, Herr Jauch, ich verstehe es nicht.” Jauch maulte: „Das ist Renitenz in Reinkultur.”

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Jauch: „Jetzt haben sie von mir nichts mehr zu erwarten”

Als sie das Publikum befragen wollte, beleidigte der Moderator die Schwarmintelligenz: „Ach, die Dödel, die wissen es alle?” Nun dachte Strubel doch laut, kam sogar auf die richtige Lösung, traute sich aber nicht mehr, eingeschüchtert vom strengen Moderator. Der bekam wohl ein schlechtes Gewissen: „So, ich schenke Ihnen die Antwort! Aber ab jetzt haben Sie von mir nichts mehr zu erwarten.”

Er las die Fragen langsam laut vor und fragte nach jeder: „Sinnvoll oder nicht sinnvoll?” Bei „unter ‘fangen’” stimmte die Kandidatin sinnigerweise zu. Selbstironisch schob sie nach: „Ja, sag ich doch die ganze Zeit.” Jauch beharrte darauf: „Das haben Sie nicht verstanden.” Annemarie Strubel, die als Charisma-Coach arbeitet, bat: „Können Sie das bitte rausschneiden?” Jauch stellte sich quer und flunkerte: „Wir sind live, wie soll das gehen?”

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Stattdessen schlug er vor: „Vergessen wir das ganze Kapitel und würdigen einfach das ansonsten durchaus deutlich gewordene Charisma von Frau Strubel.” Zuvor hatte die Münchnerin ihm erklärt, dass Charisma trainierbar sei. Und nannte ihn selbst als Beispiel: Der Kollege Thomas Gottschalk wirke zwar auf den ersten Blick imposanter als Jauch, aber: „Sie haben genauso viel Charisma wie er, nur auf eine introvertierte Art.” Jauch war skeptisch: „So kann man es auch sagen.”

Bei 16.000 Euro ist Schluss

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Nach dem holprigen Start lief es deutlich besser. Der Moderator konnte sich allerdings nicht verkneifen, bei der 500-Euro-Frage zu erwähnen, es handele sich um „die 10x50-Euro-Frage für Sie.” Als die korrekt beantwortet wurde, jubelte Jauch übertrieben euphorisch. Bei der 8.000-Euro-Frage („Wo legte Flug FR4978 am 23. Mai außerplanmäßig einen Zwischenstopp ein?” Richtige Antwort: Minsk) half der Gatte.

Die 16.000-Euro-Marke überwand Annemarie Strubel dank eines Jokers aus dem Publikum: „Wie spricht der Österreicher den Namen eines beliebten Zootieres aus?” Korrekt: „Schiraffe”. 32.000 Euro wert war die Antwort auf: „Schlagzeilen machte im Oktober 2020 ein Zitat von Papst Franziskus, dass wer das Recht auf eine Familie habe?” Richtig gewesen wäre „Homosexuelle”, doch die Charisma-Trainerin ging vorsichtshalber mit 16.000 Euro. Gut, dass Annemarie Strubel Charisma trainiert hatte, denn ihr Start war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie vergessen.

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Merkel-Imitatorin räumt ab

Martina Brandl kam aus Geislingen und musste Jauch bestätigen, dass es „das Klinsmann-Geislingen” sei. Gemeint war: Jürgen Klinsmann hatte hier in jungen Jahren Fußball gespielt. Die Kandidatin gab ihre eigenwillige Taktik bei der Auswahlrunde zu. „Ich hatte mir vorgenommen: Wenn ich keine Ahnung habe, dann drücke ich irgendwas.” Jauch wusste: Die mathematische Chance, dass das klappt, sei 1:24.

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Die Kabarettistin, Schriftstellerin und Musikerin war Günther Jauch bekannt, wenn auch nur akustisch. Er bat alle im Raum, die Augen zu schließen. Brandl sprach, und man hörte die bald scheidende Kanzlerin. Zu ihren Talenten gehört nämlich die Angela-Merkel-Imitation. „Die Bundeskanzlerin sitzt mir gerade gegenüber”, lobte Jauch. Am Ende reichte es für 125.000 Euro. Brandl ging mit einer Rede in der Stimmlage von Merkel.

Judith Englhardt hoffte, „dass ich die 50 Euro Frage souverän meistere”. Das klappte problemlos. Es wären sogar 4.000 Euro möglich gewesen, wenn nicht die Tröte die Sendung beendet hätte. Für die Marketing-Team-Leiterin bei Payback geht es also weiter ...

RND/Teleschau

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