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„Wer wird Millionär?“: Günther Jauch erfindet für Kandidaten neuen Joker

  • So mancher Zuschauende dürfte sich gefragt haben, ob er richtig gehört hat.
  • „Ihnen wird verboten, die Lösung des Telefonjokers zu verwenden“, meint Günther Jauch im großen „Danke-Special“ von „Wer wird Millionär?“ zu einem Kandidaten.
  • Und dann erfindet er auch noch spontan den „Moderatorenjoker“, um zu helfen.
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Das große „Danke-Special“ von „Wer wird Millionär?“ war in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. „Das erste Mal seit über einem Jahr haben wir endlich wieder Publikum“, freute sich Günther Jauch in der Sendung am Montagabend. „Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, denen andere zu Dank verpflichtet sind, die sollen heute bei uns im Mittelpunkt stehen“, erklärte der Moderator das Konzept der Spezial-Folge. Die Kandidaten und Kandidatinnen hatten allesamt keine Ahnung, dass sie nicht als Zuschauende im Studio saßen, sondern selbst im Rampenlicht stehen würden.

Zunächst bedankten sich die Tochter und der Sohn von Heinrich Annas dafür, dass der 58-Jährige „nicht nur unser Papa, sondern auch ein riesiges Vorbild“ sei. Unter Tränen und begleitet von melodramatischem Klavierspiel erklärten sie, dass ihr Vater mit dem von ihm betriebenen Sozialkaufhaus „den schwächsten der Gesellschaft eine Chance auf einen Arbeitsplatz“ gäbe. Allerdings hätten sie das Gefühl, dass der Vater vor lauter Engagement für andere „sich selbst vergisst“. Nachdem auch der Papa seine Tränen trocknen musste, ging es auf den Ratestuhl. Diesmal ohne akustisches Hollywood-Pathos, sondern mit den klassischen WWM-Klängen.

Günther Jauch erfindet den „Moderatorenjoker“

Bereits bei der ersten Frage (50 Euro) musste Heinrich Annas passen: „Ist das Federvieh anders als geplant am Martinstag doch nicht auf dem Teller gelandet, handelt es sich um eine ...?“ Zur Wahl standen: Gapunzel, Frau Golle, Gumpelstilzchen, Gans im Glück. Während Günther Jauch andere Kandidaten bisweilen wie ein verbaler Folterknecht behandelt, schien ihm der Gast mit dem sozialen Engagement so sympathisch zu sein, dass der Moderator selbst seine soziale Ader aufleben ließ. Mit der Frage, was passieren würde, wenn eine Gans am Martinstag nicht auf dem Teller landen würde, half er Heinrich Annas auf die Sprünge: Gans im Glück war korrekt.

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„Wenn das so weiter geht, geht diese Sendung in die Geschichte von ‚Wer wird Millionär?‘ ein“, glaubte Jauch. Er sollte später Recht behalten. Tatsächlich war bereits bei der zweiten Frage (100 Euro) ein Joker nötig: „Von einem Sommelier kann man auf jeden Fall erwarten, dass er einem ...?“ Das Publikum tippte zu 100 Prozent auf „reinen Wein einschenkt“.

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Für die 2000-Euro-Marke braucht der Kandidat den Telefonjoker

Die nächsten Fragen liefen entspannter, bis der Kandidat aus Rheine im Münsterland für die 2000-Euro-Marke den Telefonjoker brauchte: „Wer verdient anstelle von kolportierten 21 Millionen Dollar pro Saison bei den LA Lakers jetzt wohl ‚nur‘ 5,9 Millionen bei den Boston Celtics?“ Schmidt, Schröder, Kohl oder Adenauer? „Schmidt“, war der Joker sicher. Doch dann überraschte Günther Jauch mit seiner Reaktion: „Ich führe jetzt zum ersten Mal in der Geschichte von ‚Wer wird Millionär?‘ einen sechsten Joker ein - es ist der Moderatorenjoker.“

Das irritierte Publikum lachte erst, dann applaudierten die Saalgäste und johlten. „Ihnen wird verboten, die Lösung des Telefonjokers zu verwenden“, so Jauch. Stattdessen empfahl ein Herr im Publikum: Schröder. Zu Recht.

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Ohne Günther Jauchs Intervention wäre der Auftritt zu Ende gewesen

Ohne Günther Jauchs Intervention wäre der Auftritt für Heinrich Annas hier zu Ende gewesen. So aber endete seine Reise erst vor der 64.000-Euro-Schranke. Gefragt war: „Wo stößt man am ehesten auf einen Viertelgeviertstrich?“ Die Antwortmöglichkeiten: in einem Word-Dokument, bei Fußgängerüberwegen, auf einer Gitarre, im Güterbahnhof. Die Tochter des 58-Jährigen empfahl: „Ich würde vorschlagen, du nimmst das Geld.“ Das tat Heinrich Annas auch und erspielte 32.000 Euro. Richtig gewesen wäre Antwort A, Word-Dokument.

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Auf die Frage, was er mit dem erspielten Geld plane, fiel ihm nur die Unterstützung anderer ein. „Aber Sie denken schon wieder nur an andere“, stellte Jauch fest. Dann lobte er: „Wenn ich abwägen könnte, wer mir der sympathischere Mensch ist - Sie im richtigen Leben oder irgendeiner der hier ordentlich abräumt -, habe ich meine Entscheidung getroffen, und ich glaube die Zuschauer auch.“ Dass Jauch den Kandidaten sympathisch fand, war schon zuvor offensichtlich, nun gab er auch zu, dass er selbst mitgefiebert hatte: „Also die Sendung hat mir jetzt auch den Schwitz auf die Stirn getrieben.“ Doch die Sendung war noch lange nicht vorbei.

„Die beste Nachbarin“ ist den Tränen nah

Zunächst bedankte sich Alexander Neyer bei seiner Nachbarin und „grandiosen Freundin“ Karin Giesche dafür, dass sie „die beste Nachbarin“ sei. „Seit zehn Jahren bist du immer für mich da. Du bist Familie für mich“, erklärte er. Die 41-jährige Münchnerin war den Tränen nahe. „Schöner kann man das echt nicht sagen“, lobte Günther Jauch.

Schrullig wurde der Moderator allerdings bei der 16.000-Euro-Frage: „Der 1. April 2021 war ein Donnerstag - genauso wie der ...?“ 1. Mai, 1. Juni, 1. Juli, 1. August? Die Kandidatin dachte so lange über die Antwort nach, dass Jauch zunächst so tat, als wäre er im Stuhl eingeschlafen. Danach sprang er auf und ging zur Kamera, um schelmisch zu wispern, dass er darüber nachdenken würde, einfach eine spontane Werbepause einzuschieben, um Zeit zu sparen.

Schüler bedanken sich bei Lehrer für pädagogische und menschliche Stärken

Als Karin Giesche sich beschwerte, dass sie sich so nicht konzentrieren könne, meinte Jauch: „Ich lasse jetzt einen Kartoffelsack als Kapuze bringen, damit Sie sich konzentrieren können.“ Als er nun auch noch mit Zufallsbekanntschaften aus dem Publikum plauderte, wurde die Kandidatin natürlich noch nervöser. Jauch konterte: „Sie sollen nicht zuhören, Sie sollen sich um ihren verdammten Donnerstag kümmern!“ Irgendwann nannte sie trotz Jauchs Häme die richtige Antwort: „Der 1. Juli.“ Schluss war bei 16.000 Euro.

Der letzte Kandidat war der Lehrer Frank Elbers, bei dem sich seine Schüler für pädagogische und menschliche Stärken bedankten. Auch er erspielte 16.000 Euro.

RND/Teleschau

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