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Günther Jauch begeistert von „WWM“-Kandidatin: „Das war großartig, Wahnsinn“

  • Selig lächelnd lauschte Günther Jauch der Gesangseinlage einer Kandidatin bei „Wer wird Millionär?“.
  • Es sollte nicht der einzige spektakuläre Moment in der Sendung an diesem Montag sein.
  • Ein Kandidat legte einen Blitzauftritt hin.
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Nina Becker aus Eitorf in Nordrhein-Westfalen ist Gymnasiallehrerin für Mathematik und Biologie. Günther Jauch fragte sich allerdings im Laufe der Montagsfolge von „Wer wird Millionär?“, ob ihre berufliche Bestimmung nicht eine gänzlich andere sein könnte. Die junge Dame sollte nicht nur den Moderator sprachlos machen.

Doch der Reihe nach: Den ersten Joker brauchte Becker bei der 2000-Euro-Frage. Es ging darum, wer die Leidtragende der „Sofagate“-Affäre im April war. Die Schwarmintelligenz war mit 91 Prozent für die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. Der 50:50-Joker verhalf ihr wiederum zu 4000 Euro: Eine nützliche Einrichtung sind Storchenparkplätze. Gleich danach wurde der nächste Joker fällig: Ian Fleming verdanken wir den Geheimagenten James Bond, John le Carré dessen Kollegen …?“ Eigentlich wollte sie William Meme wählen, doch nach dem Gespräch mit einem ehemaligen Kandidaten als Saaljoker entschied sie sich korrekt für George Smiley. Die Wortspielidee der WWM-Redaktion: Alle Nachnamen stammten aus der Social-Media-Welt.

Günther Jauch: „Das war großartig“

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Sie reckte die Daumen in die Höhe, als Jauch die Kandidatin plötzlich bat aufzustehen. „Das ist Ihre Bühne“, lud er sie ein. Nina Becker sang Händels Largo derart gefühlvoll, dass der Moderator andächtig lauschte. „Boah, das war großartig, Wahnsinn“, lobte Jauch nach der Darbietung. Seine Frage, warum Becker nicht wenigstens Musik statt Mathe unterrichten würde, beantwortete die Kandidatin mit der klassischen Gesangsausbildung einigermaßen überraschend: Weil sie Musik liebe, sei es eine Horrorvorstellung für sie, wenn die Schüler diese Begeisterung nicht teilen würden. „Mathe hasst jeder“, fand sie. „Das weiß man, damit kann man dann umgehen.“ Jauchs großes Kompliment: „Das war in 21 Jahren ‚Wer wird Millionär?‘ die schönste Stimme, die wir hier hatten.“

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16.000 Euro wert war die Antwort auf: „Was haben die drei einwohner­reichsten Städte Österreichs gemeinsam?“ Beckers Gatte war als Telefonjoker nicht sicher. Sie auch nicht, dennoch zockte sie und bewies ein glückliches Händchen: „Name aus vier Buchstaben war korrekt.“

Bei der 32.000-Euro-Frage wollte Nina Becker ihr Glück jedoch nicht erneut herausfordern. „Werden Lösungen für das Problem der letzten Meile diskutiert, geht es seit einiger Zeit sehr häufig um …?“ Sie ging lieber mit 16.000 Euro. Jauch wollte natürlich vorher wissen, welche Wahl sie getroffen hätte. „Ausbau von Autobahnen“ wäre es gewesen. „Na, das wäre ja mal krachend schiefgegangen“, so Jauch. Richtig war: die Zustellung von Paketen. Er verabschiedete die Lehrerin mit den Worten: „Danke für den Kunstgenuss!“

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Kandidat legt Blitzauftritt hin

Einen äußerst kurzen Auftritt hatte dagegen Christof Reuter aus Hamm. Der war mit dem Freudenschrei „Potztausend!“ zur Bühne gekommen, doch hielt die gute Laune nicht allzu lange. Ohne sich mit einem Joker abzusichern, wählte er bei der 1000-Euro-Frage ebenso siegessicher wie fatalerweise die falsche Antwort „Feuerlöscher“. Die Frage lautete: „Wobei kann es sich laut Duden auch um eine Person handeln?“ Seine Arbeitshypothese: „Der Feuerwehrmann löscht Feuer, ist also ein Feuer­löscher.“ Als Jauch die bittere Pille verabreichte, dass stattdessen Blitzableiter gesucht war, konnte Reuter sein Pech kaum fassen.

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Die Frage war tatsächlich etwas hinterhältig, denn gemeint war kein realer Beruf, sondern eine Metapher: Der Blitzableiter sei in diesem Fall jemand, an dem man seine Wut ablässt, erklärte Jauch. Sein Trost war ein schwacher: „Haben Sie jemals in Ihrem Leben so schnell 500 Euro verdient?“ Als wäre das nicht schon traurig genug, schob Jauch nach: „Wenn Ihnen jemand zu Hause blöd kommt, würde ich sagen: ‚Ich bin doch hier nicht der Blitzableiter.‘“

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Robert Köhler aus Overrath bei Köln konnte zwar nicht singen, war aber wie die stimmgewaltige Kandidatin Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte. Als er sich bei der 4000-Euro-Frage über Hunderassen erkundigte („Was sind denn das für Fragen?“), konterte Jauch, er würde es sicher bevorzugen, angeben zu müssen, in welchem Jahrhundert Napoleon gelebt hatte. Fragen über Geschichte kamen allerdings keine, sodass Köhler mit 32.000 Euro ging.

Kandidatin: „Entweder auf den Ratestuhl oder auf Herrn Jauchs Schoß“

Schon mit ihren ersten Worten auf der Bühne irritierte Cornelia Schubert: „Ich habe vorhin zu meinem Begleiter gesagt: ‚Ich muss es heute entweder auf den Ratestuhl oder auf Herrn Jauchs Schoß schaffen.‘“ Jauch schaute etwas bedröppelt in die Kamera, bevor er sich fing: „Dann bin ich ja froh …“, begann er und musste lachen, „dass wir das so gelöst haben“.

Die ledige Berlinerin ist Verkäuferin in einem Kiosk. Spannender fand Jauch ihre vorherige Tätigkeit. Als Kassiererin in einer Videothek für Erwachsene habe sie „Studien betrieben“ über die Klientel. Offenbar zu offensichtlich, denn sie wurde bald versetzt. „Ich denke, viele Männer fühlten sich optisch belästigt“, erklärte Cornelia Schubert, da sie die Kunden sehr genau betrachtet habe. „Sie waren da als Fachkraft nicht so geeignet“, amüsierte sich Jauch prächtig.

Weniger lustig fand er, dass die Kandidatin ihren Fernseher aufgegeben hatte, weil es nicht mehr viele Quizsendungen gäbe. „So oft kommen Sie ja auch nicht mehr“, erklärte Schubert. Jauch guckte in gespielter Verletztheit in die Kamera. Die Tröte, die das Ende der Sendung signalisierte, rettete ihn und die Kandidatin aus der peinlichen Stille. „Es geht mit uns beiden zu Ende“, erklärte Jauch. Tatsächlich sollte Cornelia Becker recht behalten: So oft kommt der Moderator tatsächlich nicht mehr: Erst nach der Sommerpause geht es mit „Wer wird Millionär?“, Günther Jauch und Frau Becker weiter.

RND/Teleschau

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