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„Wer wird Millionär?“: Geheimes „Flugbegleiterinnen-Spiel“ sorgt bei Günther Jauch für Empörung

  • Eine Flugbegleiterin verrät Günther Jauch, welches geheime Spiel sie und ihre Kolleginnen auf Kosten der Passagiere erfunden haben.
  • Als sie ihm am Ende auch noch von ihren Zukunftsplänen mit der Gewinnsumme erzählt, legt Jauch ein vehementes Veto ein.
  • „Prof. Dr. Jauch rät dringend ab”, sagt der Moderator.
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Natalie Reis aus Frankfurt am Main schwebt berufsbedingt oft auf Wolke sieben – als Flugbegleiterin. Die ersten Minuten mit der jungen Dame auf dem „Wer wird Millionär?”-Ratestuhl verstrichen am Montagabend wie im Fluge. Doch bei der 2000-Euro-Frage gab es die ersten Turbulenzen: „In wessen Alltag machen die Zeitangaben ‚10 Uhr c. t.’ und ‚10 Uhr s. t.’ einen Unterschied von 15 Minuten aus?”

Sie zog die Schwarmintelligenz im Studio zurate, allesamt ehemalige Kandidaten. 92 Prozent der Befragten stimmten für die Antwort, die sie ausgeschlossen hatte: „Studenten”. Die Werbepause machte Günther Jauch zur dramaturgischen Pause. Eigentlich hätte die Kandidatin die Antwort wissen können, denn sie hatte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jauch erklärte, für Studenten stünde c. t. für ‚cum tempore’ – „das sogenannte akademische Viertel”.

„Dumme Gedanken“ der Flugbegleiterinnen

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Im Gegenzug lernte der Moderator dann auch noch etwas von der Kandidatin. „Ich bin ja in meinem Leben schon viel geflogen, aber das ‚Herzlich-willkommen-Spiel‘ kannte ich noch nicht”, gab Jauch zu. „Wenn man viel unterwegs ist, kommt man auf dumme Gedanken”, erklärte Natalie Reis. Einer davon sei das „Herzlich-willkommen-Spiel”: Wenn eine Flugbegleiterin beim Einstieg einen Gast mit „Herzlich willkommen” begrüße, sei das ein Signal für die Kollegin, dass sie den Passagier als besonders gutaussehend einstufen würde.

Andere Gäste dagegen würden lediglich mit einem „Willkommen” oder „Guten Tag” bedacht. Jede Flugbegleiterin habe drei „Herzlich-willkommen-Siegel“ zu vergeben. „Das ist dann intern witzig”, fand Natalie Reis. Günther Jauch sah das anders – zumindest im Scherz: „Wenn ich in Zukunft mit ‚Guten Tag’ begrüßt werde, werde ich sagen: Unverschämtheit! Was bilden Sie sich ein!” Natale Reis machte deutlich, dass niemand beim Einstieg in ein Flugzeug hellhörig sein müsse: Zum einen seien die Geschmäcker verschieden, zum andere gäbe es viele Kolleginnen, die zu jedem Gast „Herzlich willkommen” sagen.

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Statt in weitere Fettnäpfchen wurde bei 16.000 Euro in Saucen getunkt: „Man tunkt in die Tunke und man ...?” „dipt in den Dip”, „dippt in den Dip”, „dipt in den Dipp”, „dippt in den Dipp”? Jauch freute sich: „Die Frage ist super!” Die Kandidatin stimmte nur bedingt zu: „Es ist schon mal keine Telefonfrage.” Sie wählte stattdessen den 50:50-Joker. B und C blieben übrig. „Sie lachen so?”, ließ sie sich vom Moderator verunsichern. „Je länger man hinguckt, desto schwieriger wird es”, hatte dieser seine diebische Freude an der Situation. Doch Natalie Reis wählte am Ende treffsicher: „dippt in den Dip”.

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Telefonjoker beobachtete Jauch heimlich auf Sylt

Für 32.000 Euro wollte Jauch wissen: „Während die linke Herzhälfte das Blut durch den gesamten Körper pumpt, wird das Blut von der rechten Herzhälfte wohin befördert?” Leber, Lunge, Niere, Gehirn? Wieder war Natalie Reis verunsichert: „Warum gucken Sie so? So verzweifelt?” Jauch: „Ich rate ja immer bisschen mit, die Frage macht mir Probleme.” Natalie Reis ging es ähnlich, „obwohl ich gerne Grey’s Anatomy sehe”. Hilfe hatte ein ehemaliger Kandidat parat, der mittlerweile Medizinstudent war und in der Anatomie promovierte. Seine Ausführungen zur richtigen Antwort waren so lang, dass Jauch von einem „kleinen medizinischen Seminar” sprach. Korrekt war: Lunge.

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Es folgte die 64.000-Euro-Frage: „Welches Tier wird nicht zu den Groß-, sondern zu den Kleinkatzen gezählt?” Papa Joachim sollte helfen. „Ich freue mich, dass Sie Spaß haben mit meiner Tochter”, begrüßte er den Moderator, was mit Lachen aus dem Publikum quittiert wurde. „Welcher Vater sagt das schon zu unbekannten Männern”, erwiderte Jauch. Herr Reis empfand Jauch indes nicht als gänzlich Unbekannten: „Ich habe Sie schon mal von Weitem beobachtet in Sylt, mit der Familie”, berichtete der Telefonjoker. „Da waren sogar Leute um Sie rum, die Autogramme wollten.”

Kandidatin möchte Schönheits-OP: „Prof. Dr. Jauch rät dringend ab”

Als der Vater der Kandidatin erfuhr, dass es sich um Katzen drehte, referierte er über seine Abneigung gegen diese Haustiere – bis die Tochter empfahl: „Herr Jauch, Sie müssen ihn stoppen, sonst redet er immer weiter.” Der ausgebremste Papa kannte die richtige Antwort nicht und Natalie Reis gab auf. 32.000 Euro nahm sie mit. Richtig gewesen wäre: Puma. Jauch zog der Kandidatin noch ein Geständnis aus der Nase: Einen Teil der Gewinnsumme wolle sie ausgeben, um ebendiese per Schönheits-OP optimieren zu lassen. „Der Höcker stört mich”, gestand sie. Als Jauch staunend den Preis für die Korrektur erfuhr (11.000 Euro), meinte er: „Prof. Dr. Jauch rät dringend ab.”

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Judith Englhardt aus München war die Überhangskandidatin. Die Marketing-Teamleiterin berichtete von ihrem ungewöhnlichen Heiratsantrag am Kilimandscharo und erspielte 64.000 Euro. Straßenbahnfahrer Tino Pavic aus Karlsruhe ging mit 32.000 Euro, musste aber vorher noch etwas Wichtiges loswerden – „einen lieben Gruß von meiner Mama, die schaut Sie seit 1999.”

RND/Teleschau

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