Novum in 21 Jahren „Wer wird Millionär?“: Kandidatin will letzten Joker nicht ziehen

  • In 21 Jahren „Wer wird Millionär?“ hat Günther Jauch schon viel erlebt.
  • Diese Wendung überraschte aber selbst den alten Quizshow-Hasen.
  • Eine Kandidatin wollte freiwillig einen Joker verfallen lassen, obwohl sie die Antwort nicht wusste.
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„Sie kennen mich noch?“, erkundigte sich Günther Jauch bei Cornelia Schubert zu Beginn der „Wer wird Millionär?“-Folge vom vergangenen Montag. Trotz der Sommerpause war der Moderator überzeugt: „Wer erinnert sich nicht an Ihren legendären Auftritt?“ Schubert stellte sich seinerzeit vor als Kioskbetreiberin und Hundesitterin. „Unvergessen“ aber fand Jauch ihre Anekdoten über ihre Tätigkeit in einer Videothek für Erwachsene, wo sie „Studien am lebenden Objekt“ anstellte.

Nun ging es nach langer Pause beim Stand von 16.000 Euro weiter. Für die nächste Gewinnstufe wollte Jauch wissen: „Wessen Größe wird mit 5ft 11in angegeben?“ Fifa-WM-Pokal, Golden Retriever, Brad Pitt oder Freiheitsstatue? Cornelia Schubert erkannte die Maßeinheiten Feet und Inch, kam rechnend auf Brad Pitt. „Es kann nicht jeder so groß sein wie Sie“, ordnete die Berlinerin den Hollywoodstar nicht auf Augenhöhe mit dem „Wer wird Millionär?“-Gastgeber ein. „Dass Brad Pitt gegen mich keine Chance hat, dazu braucht man nicht die Größe“, konterte Jauch augenzwinkernd. Wobei Pitt umgerechnet immerhin 1,80 Meter groß ist.

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Jauch staunt über „lockeren Umgang mit sechsstelligen Summen“

Mit 125.000 Euro würde diese Frage honoriert: „Wer ist auf seinem wohl bekanntesten Porträt mit dem Manuskript der Missa solemnis zu sehen?“ Jauch warnte: „Jetzt wird die Luft sehr dünn.“ Den Telefonjoker ließ Cornelia Schubert links liegen, weil sie davon ausging, dass keiner ihrer Joker die Antwort kenne. Sie wählte spontan Beethoven, was Jauch als einen „sehr lockeren Umgang mit sechsstelligen Summen“ beschrieb.

500.000 Euro wert war die Antwort hierauf: „Wer sitzt während einer Bundestagsdebatte unmittelbar links und rechts vom amtierenden Bundestagspräsidenten?“ Statt einer Antwort folgte erst mal ein Schwank aus dem Leben: Cornelia Schuberts guter Freund sei Chirurg und sage immer: Politiker wären seine liebsten Patienten. Die humoristische Erklärung: „Kein Herz, kein Hirn, keine Eier. Und wenn man Kopf und Ar... verwechselt, merken sie es nicht.“ Nach der Politikkritik entschied die Kandidatin: „Deshalb höre ich auf. Ich weiß es nicht, weil das Thema mich nicht interessiert.“ Sie würde sonst „Schriftführer“ wählen.

Ein Novum in 21 Jahren „Wer wird Millionär?“

Jauch erinnerte sie: „Aber Sie haben immer noch einen Joker.“ Schubert gab zu bedenken: „Ich weiß nicht, ob die das wissen.“ Jauch war nun der Verzweiflung nahe, er argumentierte wild fuchtelnd: „Es kostet doch nichts, den zu nehmen.“ Überredet! Den Telefonjoker begrüßte Jauch mit den Worten: „Guten Tag! Für Sie erfüllt sich heute der bisher in 21 Jahren ‚Wer wird Millionär?‘ unerfüllt gebliebene Traum eines jeden Telefonjokers.“ Er erklärte dem Joker: „Frau Schubert erwartet überhaupt nicht, dass Sie das wissen, die wollte den Joker mit nach Hause nehmen.“

Am Ende musste Jauch der Kandidatin gegenüber allerdings zugeben: „Sie hatten mal wieder recht.“ Es hätte keinen Unterschied gemacht, denn der Telefonjoker musste passen. Cornelia Schubert ging mit 125.000 Euro. Wäre sie ihrem Bauchgefühl gefolgt, wäre mehr drin gewesen: „Schriftführer“ war die korrekte Antwort.

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Traumatisiert durch Tinder: Jauch will Kuppler spielen

Sabrina Bauer aus Hamburg berichtete von ihren Datingerfahrungen. „Ich habe das mit Tinder ausprobiert, aber ich finde das echt schwierig. Alle machen Stand-up-Paddling und setzen Avocado-Emojis ein, um sich zu beschreiben – da hört es bei mir dann schon auf.“ Offline lief es kaum besser: „Beim Edeka habe ich mal mit jemandem nach derselben Paprika gegriffen.“ Romantik pur! Tatsächlich kam es zum Date. Doch als sie dem Veganer eine Hormonbehandlung gegen seinen mangelnden Bartwuchs vorschlug, habe der gekontert: „Wenn ich mir bestimmte Körperteile von dir anschaue, würde ich dir eine Hormonbehandlung empfehlen.“

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Sie nahm es mit Humor: „Er hat sich dann aber zwei Wochen später mit drei buddhistischen Sutren bei mir entschuldigt.“ Sie ging mit 64.000 Euro, was sie laut Jauch plötzlich zu einer zumindest „finanziell guten Partie“ machte. „Ich werde nicht zu Tinder zurückkehren“, machte Sabrina Bauer deutlich. Das hatte sie auch gar nicht nötig, nach diesem sympathischen Auftritt: „Es wird hier Response geben“, war der Moderator sicher. Jauch versprach: „Wir leiten alles weiter.“

Jauch: „Das wird noch lustig mit ihm“

Ludwig Bolay hatte einen holprigen Start. Dass er die Auswahlrunde gewonnen hatte, konnte er kaum fassen. Jauch empfahl daher: „Hoch den Hintern!“ Als der Kandidat auch dann noch lethargisch wirkte, als er erklären sollte, wen er mitgebracht hatte (seine Schwester), bat Jauch: „Sie sagen mir, wann es so weit ist, dass Sie nicht mehr auf der Leitung stehen.“

Das dauerte zwar eine Weile und für eine Antwort bat Bolay um Zettel und Stift, doch der Kandidat groovte sich ein und konterte Jauch mit guter Laune. Das imponierte auch dem Moderator. Jauch freut sich auf ein Wiedersehen in der kommenden Folge: „Ludwig Bolay steht bei 16.000, das wird noch lustig mit ihm.“

RND/Teleschau

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