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Teddy Teclebrhan und Shirin David: Blamageauftritt bei „Wer stiehlt mir die Show?“

  • Beim Versuch, Joko Winterscheidt die Show zu stehlen, stellte sich die Promiriege nicht sonderlich geschickt an.
  • Allen voran Hip-Hop-Star Shirin David.
  • Sie schwankte zwischen: „Ist es schlimmer, wenn ich mich blamiere, oder wenn ich sage, dass ich keine Ahnung habe?“
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Der Pro-Sieben-Überraschungserfolg „Wer stiehlt mir die Show?“ war schon Anfang des Jahres – damals noch mit Altmeister Thomas Gottschalk sowie den Schauspielern Palina Rojinski und Elyas M’Barek – eine der witzigsten neuen Showideen, die das deutsche Fernsehen seit Langem zu bieten hatte. Nicht nur wegen der teils irren Quizrunden, sondern weil es eben auch jedem Zuschauer und jeder Zuschauerin großen Spaß macht, wenn Moderator Joko Winterscheidt öffentlich „entmachtet“ wird. Es geht in der Sendung bekanntlich darum, dem jugendlichen Chef sein Spielzeug wegzunehmen und die Showmoderation an sich zu reißen.

Kein Wunder, dass es zum Auftakt der neuen Staffel mit Comedian Teddy Teclebrhan, Hip-Hop-Star und Ex-„DSDS“-Jurorin Shirin David sowie dem allen Albernheiten gegenüber aufgeschlossenen Ratefuchs Bastian Pastewka klare Kampfansagen gab. Letzterer kokettierte schon offen mit dem eigenen „Größenwahn“. Der Schauspieler und Komiker träumte davon, die vielen Pappaufsteller von Joko Winterscheidt, die in Corona-Zeiten ein reales Publikum simulieren müssen, gegen klatschende Papp-Pastewkas auszutauschen. Der Umbau des Studios muss jedoch warten. Bis auf Weiteres zumindest.

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Teddy tritt als erster Promi den „Walk of Shame“ an

Mit einer rabiaten Ansage stieg auch Teddy Teclebrhan in den Ring. „Ich will dich eliminieren“, drohte er dem Gastgeber und Showerfinder. Allerdings: Ziemlich oft stand Teddy auf dem Schlauch. Und mit seinen vielen, bedingt unterhaltsamen Nachfragen und Zwischenkommentaren drosselte er das früher so locker-flockige Tempo der Show. Entsprechend hielt sich bei den Zuschauerinnen und Zuschauern das Mitleid in Grenzen, dass der Comedian als erster Promi die Auftaktsendung wieder verlassen musste. Vorher schied Publikumskandidatin Antonia aus Berlin aus. Das war dagegen richtig schade.

Mit der Mission „Joko-Entthronung“ trat schließlich auch Shirin David an. Und bei der Musikerin hatte der Moderator erkennbar ein wenig Muffensausen. „Auf Instagram hat sie mehr Follower als ich“, klagte Joko. „Und jetzt will sie auch noch meine Show.“ Doch keine Sorge: So richtig gefährlich wurde ihm die Chartstürmerin nicht. Quizshows sind – bislang jedenfalls – nicht wirklich Shirins Bühne.

Shirin David: „Ich war in der Schule. Aber ich war nicht in der Schule“

Schon bei dezidiert „leichten“ Runden tat sich die Sängerin sichtlich schwer. Bei der Frage, wer im Lande die Bundeskanzlerin beziehungsweise den Bundeskanzler wählt, sagte sie sogar nur: „Da bin ich raus.“ Mehr nicht. Klare Antwortverweigerung. „Ich war in der Schule“, sagte Shirin. „Aber ich war nicht in der Schule.“ Alles klar? Joko rettete das peinliche Bekenntnis der „Lieben wir“-Interpretin mit diplomatischer Eleganz. „Da können wir uns die Hand reichen“, sagte er. „Sonst stünde ich nicht hier.“

Schnell verschlimmerten sich Shirin Davids Selbstzweifel – auch wenn einige „Oh-mein-Gott“-Rufe sicher gut einstudiert waren. „Ist es schlimmer, wenn ich mich blamiere, oder wenn ich sage, dass ich keine Ahnung habe?“, fragte sie sich. Und das klang dann gar nicht wie ein Scherz, sondern wie echte Sorge um eine Peinlichkeit in aller Öffentlichkeit. Allerdings: Die Frage nach dem US-Präsidenten zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte es in sich. Im Gegensatz zur Bestimmung der Anzahl der Nullen in einer Milliarde. Schon im Vorfeld der Ausstrahlung nahm die Sängerin ihren Kritikern den Wind aus den Segeln: „Kann’s kaum abwarten, Handy ab Dienstag zu deaktivieren, wenn das erste Mal rauskommt, dass ich nicht mal weiß, wie viele Nullen eine Milliarde hat.“

Allerdings gab es auch einige Spiele, die der gebürtigen Hamburgerin wirklich lagen – nicht nur Musikrunden. Vor allem beim launigen Lückentextspiel mit dem Teleprompter schnitt sie sogar besser als Bastian Pastewka ab und hatte „den Spaß meines Lebens“, hatte aber in Summe weniger Punkte im Lauf der Show gesammelt. Der Schauspieler und Komiker marschierte letztlich ins Finale durch. Und scheiterte erst im Direktduell mit Joko Winterscheidt.

Keine Chance gegen den Meisterbluffer

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Pastewka kam mit dem völlig undurchsichtigen Regelwerk der Finalschlacht, in der es um den Einsatz von Spielmünzen, strategische Tricks und Punkte selbst für Antworten, die Joko gar nicht gab, ging, anfangs nicht zurecht. „Ich bin total nervös.“ Doch dann war’s zu spät – und der Gastgeber nicht mehr einzuholen.

Also bleibt Joko bis auf Weiteres Herr im eigenen Haus. Doch Bastian Pastewka lernt schnell. Die Joko-Entmachtung ist nur eine Frage der Zeit. In der nächsten Show könnte der dünne Lulatsch bereits fällig sein. Allerdings muss er nur diesen einen Konkurrenten fürchten.

RND/Teleschau

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