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„Wer stiehlt mir die Show?“

„Tatort“-Star betrinkt sich in ProSieben-Show – und verliert

In der Auftaktsendung hatten vor allem Fahri Yardim und Olli Schulz Tempo gemacht – und sich Krawallduelle geliefert. Angeblich kam es dann hinter den Kulissen sogar zu einer kleinen Prügelei. Das behauptete jedenfalls der Hamburger „Jerks“-Darsteller – augenzwinkernd.

In der Auftaktsendung hatten vor allem Fahri Yardim und Olli Schulz Tempo gemacht – und sich Krawallduelle geliefert. Angeblich kam es dann hinter den Kulissen sogar zu einer kleinen Prügelei. Das behauptete jedenfalls der Hamburger „Jerks“-Darsteller – augenzwinkernd.

Es ist der Moment, den Fans der gegenwärtig originellsten Quizshow im deutschen Fernsehen eigentlich hassen: Wenn Joko Winterscheidt seine diebische Freude nicht mehr zurückhalten kann, wenn seine Augen hinter der Goldrandbrille fies aufblitzen und er die Fäuste zum Siegesjubel ballt. „Es hilft ja nichts“, stöhnte der Gastgeber im Nadelstreifen-Zweireiher triumphierend auf und beantwortete sich im Glitzer-Konfettiregen der Schlussminute die wichtigste Frage des Dienstagabends auf Pro Sieben gleich selbst: „Wer stiehlt mir die Show?“, wollte Joko wissen. Und brüllte dann selbst ganz laut: „Niemand!“

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Doch wie konnte es auch in der zweiten Folge der neu besetzten Staffel nur so weit kommen? Antwort: Wenn es den wenig zuvor von Winterscheidt angerufenen „Fernsehgott“ wirklich gäbe, hätte wohl nicht der er gewonnen. Diesmal stand der Show-Erfinder und -Moderator im Finale der Schauspielerin Nilam Farooq gegenüber, die zuvor zwei Spielrunden für sich entschieden hatte und mit zwei der Final-„Münzen“ eigentlich ganz gut ausstaffiert war. Fast tragisch: Vor der allerletzten Frage des Abends hatte sie Joko Winterscheidt in einen Gleichstand gezwungen. Kurzzeitig alles offen also!

Nilam Farooq kombiniert geschickt - und liegt trotzdem daneben

Katrin Bauerfeind, die traditionell die letzte Duell-Runde moderiert, weil Joko dann ja selbst Rede und Antwort stehen muss, wollte von der „Mein Blind Date mit dem Leben“-Darstellerin wissen, was die von Tesla-Unternehmer Elon Musk gegründete Firma mit dem schrägen Namen „The Boring Company“ hauptsächlich baut. Das Perfide an der Lösung: Nilam wählte den richtigen Weg zu einer Antwort, lag dann aber doch haarscharf daneben. Sie tippte richtig auf ein albernes deutsch-englisches Wortspiel. Allerdings stellt die „Boring Company“ eben doch nicht „Bohrer“ her, wie die Schauspielerin meinte. Sondern sie bohrt Tunnel.

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Diese richtige Antwort hatte doch tatsächlich Joko Winterscheidt notiert, war aber selbst kurz vor dem Moment des finalen Ausflippens noch ein wenig baff. „Krasse Herleitung“, lobte er seine Gegnerin. Aber wie gesagt: Es half ja nichts. Winterscheidt ließ sich die Moderation der Sendung nicht abnehmen – bis auf Weiteres.

Wie Olli ein Pferdegrinsen in Jokos Gesicht zauberte

Tatsächlich war es nur ein Wimpernschlag-Erfolg. „Spannender kann ein Finale nicht sein“, hatte Katrin Bauerfeind zuvor völlig richtig angemerkt. Und auch über die drei Spiel-Gewinnstufen hinweg boten sich diesmal immer wieder souveräne potenzielle Joko-Besieger an. Dumm nur, dass sie dann doch nicht durchhielten.

Vor allem Olli Schulz, der anfänglich um eine harmonische Grundstimmung bemüht war, entwickelte die kämpferische Rotzigkeit, die es für einen Triumph braucht, sträflicherwiese erst verzögert. Und als er von Joko Winterscheidt nach Pferderassen gefragt wurde, entglitt Olli Schulz sogar so etwas wie ein kumpelhaftes Kompliment. „Du bist mein bestes Pony im Stall“, sagte er zu Joko Winterscheidt. Der staunte da nur - mit einem Pferdegrinsen.

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Marina aus München scheitert ganz knapp - im Halbfinale

Besonders vielversprechend sah es diesmal dagegen lange für die 30-jährige Wildcard-Kandidatin Marina aus München aus. Die junge Frau zog mit Bravour an den Herren der Schöpfung vorbei. Und sowohl Fahri Yardim als auch schon der zuvor als erster ausgeschiedene Spielgegner Olli Schulz (Eigenbeschreibung: „Ich bin wirklich der dümmste Prominente“) nahmen das demonstrativ gelassen. Marina war einfach super gut - vor allem bei Musik-Aufgaben. „Marina, du hast es dir verdient“, lobte sie Fahri, als der kurz vor dem Halbfinale gehen musste.

Der Schauspieler aus Hamburg, der in der Auftaktsendung der neuen Staffel eine derbe Krawall-Show abgezogen hatte („Wir haben uns geprügelt hinter der Bühne“, sagte er über seinen einstigen Zwist mit Mitspieler Olli Schulz), gab sich diesmal lammfromm. „Ich bin heute auf Liebe eingestellt“, sagte er gleich zu Beginn. Und weil er schnell im Kopf ist, entschied er zunächst auch die erste Spielrunde für sich und sammelte eine der Münzen ein, die letztlich Kollegin Nilam zum Schluss vielleicht gefehlt hatte.

Fahri Yardim fordert Schnaps - und verträgt ihn dann nicht

Dass die neue Rolle als Unschuldslamm ihn dann aber doch nicht weit bringen würde, merkte Fahri Yardim viel zu spät. Spätestens beim Karaoke-Singen verlor er erneut die Fassung, was auch am Alkohol gelegen haben könnte. „Kann ich was saufen?“, hatte der „Jerks“-Star noch kurz vor dem Singen gefragt. „Es ist wichtig, dass man beim Karaoke säuft.“

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Tatsächlich gab es - von Mitarbeitern hinter den Kulissen und anfänglich gegen Jokos gespielten Protest - dann sogar Schnaps für alle. Dumm nur, dass Fahri Yardim der hochprozentige Energieschub dann nicht mehr half. Im Gegenteil: „Mann, ich bin komplett neben der Spur“, stöhnte er wenig später bei einer witzigen Fahrradprüfung.

Dann erst kehrte seine Aggressivität zurück - mit Verspätung. „Du hast dich im Laufe der Sendung zu einer richtig ekligen Person entwickelt“, blaffte er Joko Winterscheidt an. Auch das half aber nichts: Fahri musste gehen. Und Joko gewann. Dumm gelaufen.

RND/Teleschau

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