Wegen Corona-Krise zu Hause: Jüngere schauen wieder klassisch TV

  • Jahrelang zog es immer mehr Menschen, vor allem Jüngere, weg von den Fernsehgeräten.
  • Während der coronabedingten Zeit des Daheimbleibens schalten die Deutschen wieder vermehrt den TV ein.
  • Auch die Sehdauer hat sich verlängert.
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Frankfurt. Netflix und Co haben Hochkonjunktur, aber auch das klassische TV: In der Corona-Krise schalten in Deutschland wieder mehr Jüngere das Fernsehen ein. “Vor allem jüngere Zielgruppen kehren auf der Suche nach qualitativ hochwertiger Information zum linearen Fernsehen zurück. Der langfristige Abwärtstrend, das Abwandern junger Zielgruppen in andere Medienkanäle, ist vorerst gestoppt”, teilte die AGF Videoforschung in Frankfurt am Main mit. Die Arbeitsgemeinschaft erfasst die Nutzung von TV und Streaming der hiesigen Fernsehsender.

Nicht nur die Anzahl, auch die Sehdauer nimmt in Corona-Zeiten zu

Insgesamt erreichte Fernsehen über alle Altersgruppen ab 3 Jahre hinweg mehr Menschen. Der Anteil derer, die im März mindestens einmal Kontakt mit TV hatten, stieg von 72 Prozent im Februar auf 75 Prozent. Im Jahr davor waren es noch 70,9 gewesen. Auch die Sehdauer nahm zu. Im März waren es im Gesamtpublikum durchschnittlich 4 Stunden und 4 Minuten - das sind 7,9 Prozent mehr als im Jahr davor.

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Besonders stark ist die Reichweite bei Jüngeren gestiegen, wie die Zahlen zeigen. Über alle Programmformate hinweg sahen durchschnittlich im März 37 Prozent der 14- bis 19-Jährigen zu. Im März davor waren es noch 32,9 Prozent. Besonders Nachrichten sind laut AGF Videoforschung Treiber dieser Entwicklung. Die Vorsitzende der Geschäftsführung, Kerstin Niederauer-Kopf, fasst es so zusammen: “Dieser Tage lodert das TV-Lagerfeuer wieder heftig.”

RND/dpa

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