Wegen Buschbränden: SPD-Politiker fordert Dschungelcamp-Stopp

  • Evakuierungspläne und Rauchen nur in der Mitte des Camps – die schweren Waldbrände in Australien haben auch Auswirkungen auf das RTL-Dschungelcamp.
  • Jetzt fordern erste Politiker sogar einen Stopp der RTL-Show.
  • Darunter ist auch Karl Lauterbach (SPD).
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Angesichts der verheerenden Buschbrände in Australien fordern erste deutsche Politiker, das RTL-Dschungelcamp in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Karl Lauterbach (SPD) sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiterzudrehen.“ Lauterbach weiter: „Das Ganze erinnert an den Tanz auf dem Vulkan.“

Ähnlich äußerte sich Thomas Hacker, medienpolitischer Sprecher der FDP im Bundestag: „Eine gewisse Sensibilität darf man, besonders angesichts dieser tragischen Katastrophe in Australien, schon erwarten. ‚The same procedure as every year‘ sollte RTL daher unter diesen Umständen aussetzen“, sagte er der „Bild“.

RTL verschärft Regeln beim Dschungelcamp

Die schweren Waldbrände in Australien haben bereits Auswirkungen auf das RTL-Dschungelcamp. Die Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ finde in diesem Jahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, teilte der Sender am Montag mit. Zwei Alarmsysteme würden alle Personen im Camp mit Sirenen über einen Notfall benachrichtigen. Außerdem seien alle Campbewohner darüber informiert worden, wie sie sich zu verhalten hätten, um einen Brand zu verhindern. Dazu zähle auch, dass Raucher in diesem Jahr nur rund um die Kochstelle zur Zigarette greifen dürfen, wo keine Pflanzen wachsen. Die Stummel müssen anschließend in eine verschließbare Box geworfen werden.

Die Show, die am Freitag beginnt, muss auch zum ersten Mal ohne ein Lagerfeuer als Campmittelpunkt auskommen. Stattdessen werde das Essen auf einem Gasfeuer gekocht, so RTL.

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Seit Oktober wüten in Australien heftige Buschbrände. Mindestens 25 Menschen kamen dabei landesweit ums Leben. Tausende Häuser wurden zerstört. Bis Anfang Januar waren mehrere Millionen Hektar Land abgebrannt. Dennoch sieht RTL keine Gefahr für die von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderierte Sendung: Die Brände seien mehrere Hundert Kilometer von dem Camp entfernt, teilte der Sender mit.

RND/seb/dpa

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