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WDR beauftragt Prüferin zur Bewertung des „Kulturwandels” im Sender

Das Logo am WDR-Funkhaus.

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Köln. Der WDR hat die frühere EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies (SPD) mit einer Prüfung der Umsetzung des WDR-internen „Kulturwandels“ beauftragt. „Ein gutes Betriebsklima ist elementar wichtig für den Erfolg von Unternehmen“, teilte Intendant Tom Buhrow am Dienstag in Köln mit. Zwar sei der WDR auf einem guten Weg, jedoch noch nicht am Ziel. „Ich freue mich, dass Monika Wulf-Mathies sich bereit erklärt hat, darauf zu schauen, wo wir in unserem Prozess stehen.“

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Im Frühjahr 2018 hatten mehrere Medien über mutmaßliche Fälle sexueller Belästigung durch WDR-Mitarbeiter berichtet. Der WDR ließ die Vorwürfe daraufhin intern untersuchen und schaltete Wulf-Mathies als externe Gutachterin ein. Diese bescheinigte dem Sender in ihrem Abschlussbericht eine fehlende Kultur gegenseitiger Wertschätzung. In ihrem Bericht bescheinigte sie dem WDR „strukturelle Defizite“ und empfahl einen „Kulturwandel“. Bei der Vergabe von Führungspositionen werde zu wenig Wert auf soziale Kompetenz und charakterliche Eignung gelegt. Auch das Fehlen eines wertschätzenden Arbeitsklimas sei beklagt worden.

„Fehlende Kultur gegenseitiger Wertschätzung”

Dem WDR zufolge haben die Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau und Personalratsvorsitzende Christiane Seitz als Verantwortliche für den „Kulturwandel“-Prozess seither zwölf konkrete Maßnahmen umgesetzt. So seien unter anderem Führungskräfte-Feedbacks eingeführt worden. Zudem seien die Mitarbeiter-Gespräche neu konzipiert und die Grundsätze für Führungskräfte überarbeitet worden, hieß es weiter. Auch seien Methoden zur Teamzusammenarbeit und für systematisches Feedback etabliert worden.

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Nun soll laut WDR dieser Prozess evaluiert werden: „Was haben wir bisher geschafft? Wo müssen wir nachjustieren?“ Bei der Klärung dieser Fragen werde Wulf-Mathies den WDR unterstützen und zu diesem Zweck Gespräche im WDR führen, hieß es weiter.

RND/epd

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