“Vogue” hebt indigenes Transgender-Model aus Mexiko auf den Titel

  • Die Modezeitschrift “Vogue” hat in ihrer Dezember-Ausgabe ein Transgender-Model aus Mexiko auf dem Cover.
  • Sie ist eine sogenannte Muxe, die sich als drittes Geschlecht neben Männern und Frauen verstehen.
  • In ihrer Heimat sind Vertreter des dritten Geschlechts häufig Gewalt und Diskriminierungen ausgesetzt.
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Mexiko-Stadt. Die Modezeitschrift "Vogue" hebt ein indigenes Transgender-Model aus Mexiko auf das Cover. Auf der Titelseite der Dezemberausgabe in Mexiko ist das Model Estrella in traditioneller Kleidung zu sehen. Sie ist eine sogenannte Muxe, die sich als drittes Geschlecht neben Männern und Frauen verstehen. "In einer Welt, in der Kategorien unumgänglich erscheinen, weigern sich die Muxes, in eine Schublade gesteckt zu werden", heißt es in dem Bericht der Zeitschrift.

Die Muxes stammen aus der Region Juchitán im Bundesstaat Oaxaca und gehören zum Volksstamm der Zapoteken. Sie werden als Männer geboren, tragen aber Frauenkleider, Haarschmuck und Make-up. Einige sind homosexuell, andere leben in heterosexuellen Partnerschaften und treten lediglich zu bestimmten Feierlichkeiten als Muxes auf.

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Häufig Opfer warn Gewalt und Diskriminierungen

"Muxe zu sein, bedeutet Dualität", sagt der Direktor für sexuelle Diversität im Rathaus von Juchitán, Pedro Enrique Godínez Gutiérrez. "Es hängt von den Umständen ab: Manchmal sehe ich mich als Mann und manchmal als Frau."

Zwar gelten die Vertreter des dritten Geschlechts in ihrer Heimatregion als akzeptiert, dennoch werden sie auch Opfer von Hassverbrechen und Diskriminierung. Im Februar wurde beispielsweise der Muxe-Aktivist Óscar Cazorla in seinem Haus in Juchitán getötet.

RND/dpa