• Startseite
  • Medien & TV
  • Veronica Ferres über „The Masked Singer“: „Ich habe viele Menschen angeschwindelt“

Veronica Ferres über „The Masked Singer“: „Ich habe viele Menschen angeschwindelt“

  • Die neue Staffel der Show „The Masked Singer“ begann mit einer großen Überraschung: Leinwandstar Veronica Ferres steckte im Bienenkostüm.
  • Im RND-Interview erzählt sie, wie es zum Auftritt kam, was es mit dem Kostüm auf sich hatte – und wie schwer es war, die Teilnahme geheim zu halten.
  • „Man muss sich eine richtige Agenda zulegen, und ich habe viele Menschen angeschwindelt“, so Ferres.
Johanna Apel
|
Anzeige
Anzeige

Schauspielerin Veronica Ferres (55) hat in der Pro7-Show „The Masked Singer“ für eine riesige Überraschung gesorgt. Die „Superweib“-Darstellerin steckte unter dem Bienenkostüm. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht sie über ihren Auftritt – und davon, wie sie ihre Teilnahme verheimlichen musste.

Frau Ferres, warum eigentlich die Biene?

Weil ich mich sofort in die Idee verliebt habe: Es ist ja nicht nur das Jahr der Biene, sondern es geht auch um Nachhaltigkeit. Wenn die Bienen aussterben, dann gibt es keine Pflanzen und bald auch die Menschheit nicht mehr. Und deshalb war die Biene zu verkörpern ganz wichtig und eine ganz große Freude. (Wechselt die Stimme zu Willi von Biene Maja) Außerdem war ich schon immer ein Fan von Biene Maja. Und der Willi, der immer mit den Pollenklößchen nicht hinterherkommt und so verpeilt ist, den habe ich so ins Herz geschlossen, dass ich gedacht habe, dann mache ich das doch mal.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Wie kam es denn überhaupt zu Ihrer Teilnahme bei „The Masked Singer“?

Ich wurde angefragt – und habe einen großen Luftsprung gemacht. Ich wusste, das ist die geilste und coolste Unterhaltungsshow der Welt. Dabei sein zu dürfen ist einfach unfassbar. Erst ein paar Tage später habe ich gemerkt, dass ich ja gar nicht singen kann. Allerdings habe ich mir gedacht: Gut, dann packst du das eben schauspielerisch. Das Konzept ist voll aufgegangen: Nicht ein Prozent – sei es im Netz oder im Rateteam oder im Publikum – hat gedacht, dass ich das sein könnte. Ich habe die Biene so verkörpert, dass ich vollkommen in der Figur verschwunden bin. Und das ist natürlich für mich als Schauspielerin das Schönste und Größte, was ich erreichen kann.

Wie haben Sie Ihre Teilnahme bei der Show insgesamt erlebt?

Anzeige

Es war ein so schönes Abenteuer. Ich habe im Team spannende, professionelle und gleichzeitig so liebenswerte Menschen kennengelernt. Man geht da durch Höhen und Tiefen. Es war das härteste Fitnessprogramm und die härteste Challenge, die ich je hatte. Vor allem der Moment, als ich im Kostüm auf meinen Auftritt gewartet habe: Die Maske auf den Kopf – und raus auf die Bühne. Das Kostüm war wie ein Taucheranzug, der von den Zehen bis zum Hals geht und hinten zugemacht wird. Darüber dann noch eine Corsage und das Gewicht von neun Kilo und dieser riesige Kim-Kardashian-Hintern – ich konnte mich nie hinsetzen. Und schließlich der Kopf, durch den ich nur wenig sehen konnte und weniger Luft hereinkommt. Das zu überwinden war eine unglaubliche Herausforderung und hat ganz viel Spaß gemacht. Und das ist einfach wunderbar, in diesen schwierigen Zeiten auch einfach mal abzuschalten und für ein paar Momente Spaß zu haben.

Wer hinter den Figuren steckt, ist ein großes Geheimnis. Wusste denn zumindest Ihr Mann Carsten Maschmeyer davon?

Mein Mann wusste davon und meine Agentin. Es wäre auch nicht anders gegangen. Wie hätte ich auch erklären sollen, wo ich in der Zeit bin?

War es schwierig, das Geheimnis für sich zu behalten?

Das war natürlich eine große Herausforderung. Im Schwindeln bin ich nicht gerade geübt und das ist eine Fertigkeit, die man beherrschen muss. Ich habe dem einen erzählt, dass ich in Hamburg sei für ein Projekt, und dem anderen, ich sei in London. Dann habe ich es doch durcheinandergebracht. Man muss sich eine richtige Agenda zulegen, und ich habe viele Menschen angeschwindelt. Heute Nacht habe ich nur drei Stunden geschlafen – ich kam erst spät nach Hause von den Interviews – und habe dann noch angefangen, mich bei denen zu entschuldigen, denen ich keinen reinen Wein eingeschenkt hatte. Manche wurden richtig stinkig und meinten: Mir hättest du es doch sagen können. (lacht)

In dem Einspielfilm zu Ihrem Auftritt bei „The Masked Singer“ haben Sie sich als Arbeitsbiene bezeichnet. Wie sieht es derzeit aus, haben Sie nun etwas Verschnaufpause oder womit geht es jetzt weiter?

Wir haben vergangenen Freitag nach 52 Tagen Drehschluss bei einem Projekt, bei dem ich neben Graham King Hauptproduzentin bin. Es ist ein Netflix-Film mit Sandra Bullock und Viola Davis in den Hauptrollen, die Regisseurin ist Nora Fingscheidt, die ich zu dem Projekt gebracht habe. Außerdem bin ich als Produzentin in den Vorbereitungen für einen deutschen Film sowie einen weiteren internationalen Film, als Schauspielerin bereite ich mich gerade auf ein Projekt vor, in dem es direkt weitergeht, wenn ich heute Abend wieder in München bin.

Noch einmal zurück zu „The Masked Singer“, wie fällt Ihr Fazit aus?

Für mich hätte es nicht besser laufen können. Ich habe immer gehofft, dass ich bis zur ersten Folge komme. (lacht) Das habe ich geschafft. Ich habe die Staffel eröffnet und es war mein Abend, ich habe vor allem die Demaskierung unglaublich genossen. Und was Bülent, Sonja und Didi (die Rateteam-Mitglieder Bülent Ceylan, Sonja Zietlow und Dieter Hallervorden, Anmerkung der Redaktion) über mich gesagt haben, werde ich nie vergessen. Das werde ich immer in meinem Herzen tragen.






“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen