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  • US-Kapitol: DJV verurteilt Attacken auf Journalisten und spricht von Demokratieverächtern

Attacken auf Journalisten am Kapitol: DJV rügt „Demokratieverächter“

  • Bei den Ausschreitungen am Kapitol in Washington wurden auch deutsche Journalisten angegriffen.
  • Der Deutsche Journalisten-Verband DJV ist fassungslos.
  • Er spricht von Demokratieverächtern, die von Donald Trump angestachelt werden.
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Washington. Der Deutsche Journalisten-Verband DJV hat sich empört über Angriffe auch auf deutsche Reporter in der US-Hauptstadt Washington gezeigt. „Es zeigt sich wieder einmal, wie sehr die Anhänger von Donald Trump die Demokratie und Pressefreiheit verachten, angestachelt durch den abgewählten US-Präsidenten und seine Leute“, teilte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall am Donnerstag mit. Der Verdi-Vorsitzender Frank Werneke sprach von einem „nicht akzeptablen Angriff auf die Pressefreiheit“.

Zuvor hatten Journalisten von Angriffen auf die Pressevertreter vor dem Kapitol berichtet, wo Anhänger von US-Präsident Trump am Mittwoch den Sitz des Kongresses stürmten. Der ZDF-Büroleiter Elmar Theveßen erklärte im „heute journal“, er und sein Team seien von Personen umringt worden, die er dem extremistischen Milieu zuordnen würde.

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Angesichts der Ausschreitungen in Washington mahnte der Bundespräsident, im Wahljahr solle man sich besinnen, wie wichtig es sei, die Demokratie zu wahren.  © Reuters
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Trump bezeichnete Journalisten als verlogene „Volksfeinde“

„Man hat uns bedroht, man hat angefangen, unsere Ausrüstung umzuwerfen, auch zu zerschlagen und uns wurde klar bedeutet, wir sollten verschwinden“, so Theveßen. Er und auch die Kollegen unter anderem der ARD und von RTL seien aber unverletzt geblieben. In den ARD-„Tagesthemen“ musste eine Schalte mit Studioleiterin Claudia Buckenmaier abgebrochen werden, als Buckenmaier auf sich nähernde Menschenmengen verwies: „Wir gehen hier jetzt besser weg.“

US-Präsident Trump hatte schon seit Jahren Stimmung gegen Journalisten gemacht und Medien immer wieder als „Volksfeinde“ bezeichnet. Auf seinen Großkundgebungen stellte er die anwesenden Reporter wiederholt als ehrlos und verlogen dar.

RND/dpa

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