„Überflüssig”: Erster Radiosender schafft Staumeldungen ab

  • Mehr Nachrichten, weniger Verkehr.
  • Der Deutschlandfunk schmeißt ab Februar seine Verkehrsmeldungen aus dem Programm.
  • Für viele Hörer seien die Meldungen inzwischen überflüssig, so die Begründung.
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Köln. Brauchen Autofahrer im Jahr 2020 noch Staumeldungen im Radio? Geht es nach dem Deutschlandfunk, dann fällt diese Antwort eindeutig negativ aus. Der Sender schafft im kommenden Jahr den Verkehrsfunk ab.

Ab dem 1. Februar 2020 soll es im Programm keine Staumeldungen mehr geben. Stattdessen soll das Nachrichtenangebot ausgebaut werden. Der Deutschlandfunk hat einen entsprechenden Bericht der „Medienkorrespondenz“ bestätigt.

Mit dem Schritt entspreche man „den Wünschen einer deutlichen Mehrheit der Hörerinnen und Hörer“, heißt es zur Begründung. Eine Umfrage unter mehr als 5.000 Hörern habe ergeben, dass über zwei Drittel die Verkehrsnachrichten für „nicht wichtig“ oder „weniger wichtig“ erachten.

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Mehr Nachrichten statt Staus

„Das in den 1970er-Jahren innovative Serviceangebot war in den letzten Jahren verstärkt kritisiert und durch die flächendeckende Verfügbarkeit mobiler Navigationssysteme für die meisten Hörerinnen und Hörer überflüssig geworden“, heißt es in einer Erklärung des Senders. Hinzu kommt ein weiteres Problem des Senders: Der Deutschlandfunk sendet bundesweit und könne daher ohnehin nur ausgewählte Verkehrsmeldungen verlesen.

„Die Nachrichtenredaktion wird die zusätzliche Sendezeit nutzen, um noch mehr relevante Themen aus den Bundesländern, Europa und der Welt abzubilden und einen objektiven Überblick zu vermitteln“, kündigte der Sender an.

RND/msc

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