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Twitter-User machen sich über Hackerangriff lustig: “Wer fällt darauf rein?”

  • Unter anderem Barack Obama, Elon Musk und Jeff Bezos sind Opfer von einem Hackerangriff auf Twitter geworden.
  • Tweets versprachen, ihnen zugeschickte Bitcoins doppelt zurückzuzahlen.
  • Twitter-User lachen über die Attacke und die, die darauf reingefallen sind.
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Hannover. In einer beispiellosen Hackerattacke auf Twitter ist es Unbekannten gelungen, Werbung für einen Bitcoin-Betrug über Profile von Prominenten wie Ex-Präsident Barack Obama und Amazon-Chef Jeff Bezos zu verbreiten. Twitter versprach Aufklärung darüber, ob die Angreifer sich auch Zugang zu Informationen der betroffenen Accounts verschaffen konnten. Auf das in den Twitter-Nachrichten genannte Bitcoin-Konto wurde schnell Kryptowährung im Wert von über 100.000 Dollar eingeschickt.

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Hackerangriff auf Twitter-Konten von namhaften Politikern und Unternehmern
0:56 min
Während gehackte Accounts nicht ungewöhnlich sind, waren Experten überrascht über den Umfang und das Ausmaß des Vorfalls.  © Reuters

User machen sich lustig

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Im Netz sorgt die Hackerattacke größtenteils für Belustigung. Einige Twitter-Nutzer können nicht verstehen, wie man auf solch eine Masche reinfallen kann. “Wer auf diese gehackten Tweets mit den Bitcoins reingefallen ist, der verdient es irgendwie”, schreibt ein User.

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Gefährliche Sicherheitslücke

Besonders alarmierend an der Attacke ist, dass es den Angreifern trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang, in großem Stil ihre Botschaften auch über sehr gut geschützte Twitter-Accounts zu verbreiten. Mit diesem Zugang hätten sie statt einer kruden Bitcoin-Betrugsmasche zum Beispiel auch versuchen können, über falsche Tweets Aktienkurse zu manipulieren. Auch über die Sicherheit des Kurznachrichtendienstes machen sich User lustig.

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Nutzer: Warum nicht Donald Trump?

Missbraucht wurden vermehrt Profile von Demokraten in den USA wie die des Präsidentschaftsanwärters Joe Biden und des früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg. Außerdem noch die Accounts des Rappers Kanye West und des Microsoft-Gründers Bill Gates. Der Account des US-Präsidenten Donald Trump, für den Twitter ein zentraler Kommunikationskanal ist, war nicht betroffen. Das hätten sich allerdings einige Twitter-User gewünscht. “Was ist, wenn sie etwas Verrücktes über den Account von Donald Trump getweetet haben?”, fragt sich einer.

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Accounts zeitweise gesperrt

Viele der Twitter-Accounts wurden zeitweise gesperrt, waren aber kurze Zeit später ohne die betrügerischen Nachrichten wieder online. Mehrere Stunden lang konnten verifizierte Twitter-Profile größtenteils gar nicht twittern, weil der Dienst so eine weitere Verbreitung der Bitcoin-Betrugsmasche stoppen wollte.

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Der Journalist Felix Huesmann versucht bisher vergeblich, seinen Account wieder nutzen zu können. Mehr als eine Testnachricht konnte er bislang nicht versenden.

RND/dpa/nis

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