Nach Übernahme

Elon Musk kündigt neues Twitter-Gremium an: Was das für Trump bedeutet

Das Twitter-Symbol hängt am Hauptquartier in San Francisco.

Das Twitter-Symbol hängt am Hauptquartier in San Francisco.

San Francisco. Der Techmilliardär Elon Musk will als neuer Twitter-Eigentümer ein neues Gremium zum Umgang mit kontroversen Inhalten schaffen. Bevor ein solcher Rat zusammentrete, solle es keine großen Entscheidungen zur Inhaltepolitik oder der Wiederherstellung von Accounts geben, schrieb Musk am Freitag bei Twitter. Damit wäre auch die von Musk in den vergangenen Monaten ins Gespräch gebrachte Freischaltung des Accounts von Ex-Präsident Donald Trump nicht umgehend zu erwarten.

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Musk hatte am Donnerstag die rund 44 Milliarden schwere Übernahme des Online-Dienstes abgeschlossen. Details zu seinen Plänen für die Twitter-Zukunft nannte er bisher nicht. Auch die Entlassung von Top-Managern rund um den bisherigen Chef Parag Agrawal wurde zunächst nur über Medienberichte bekannt.

Der Unternehmer hatte immer wieder kritisiert, bei Twitter werde die Meinungsfreiheit zu sehr eingeschränkt. Das weckte Sorgen, bei Twitter könnte es unter seiner Kontrolle mehr Hass und Hetze geben.

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Vorbild Facebook?

Details zum dem geplanten Gremium gab Musk am Freitag zunächst nicht bekannt. Beim Facebook-Konzern Meta gibt es schon seit einiger Zeit ein unabhängiges Expertengremium, das etwa die Löschung von Beiträgen und die Sperrung von Accounts rückgängig machen kann. Die Entscheidungen des Gremiums sind für das Management bindend.

Mit Bezug auf Trump sorgte dieses Gremium dafür, dass die zunächst unbefristete Sperre des Ex-Präsidenten bei Facebook in eine zweijährige umgewandelt wurde. Die Experten argumentierten, dass die Facebook-Regeln nur befristete Sperrungen vorsehen. Nun wird der Konzern im Januar prüfen, ob Trump auf die Plattform zurückkehren darf. Bei Twitter betonte das bisherige Management stets, dass nach einer Verbannung kein Weg zurück vorgesehen sei. Musk kündigte an, solche „lebenslangen“ Sperren abschaffen zu wollen.

Trump hatte sich am 6. Januar 2021 noch als Präsident lobend über seine Anhänger geäußert, die gewaltsam das Kapitol in Washington erstürmten. Daraufhin war er bei Twitter und Facebook gesperrt worden. Inzwischen ist er bei seiner hauseigenen Twitter-Kopie Truth Social aktiv, hat dort aber eine deutlich geringere Reichweite.

RND/dpa

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