Trotz Pandemie: Britische BBC zieht positive Bilanz

  • Die britische öffentlich-rechtliche Anstalt BBC zieht eine positive Bilanz - trotz Corona-Krise.
  • Die Nutzerzahlen seien während der Pandemie gestiegen.
  • Finanziell stand die BBC zuletzt stark unter Druck.
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London. Der britische Sender BBC sieht sich trotz der Corona-Pandemie auf Kurs. „Die BBC hat ihre öffentlich-rechtliche Mission zur Information, Bildung und Unterhaltung mit Rekordzahlen erfüllt“, teilte der Sender am Dienstag mit. Aufsichtsratschef Richard Sharp zeigte sich stolz auf die Leistungen. Der Sender habe trotz eines beispiellosen Marktdrucks weiterhin erstklassige Programme in allen Genres geliefert.

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Zugleich seien die Nutzerzahlen deutlich gestiegen. Pro Woche wurde der Sender demnach im Durchschnitt für 18 Stunden und 2 Minuten eingeschaltet - ein Plus von 17 Minuten zum Vorjahr. Das Abendprogramm hätten über alle Programme hinweg im Durchschnitt 28 Millionen Menschen verfolgt. Profiteur der Pandemie war vor allem der Streamingdienst BBC iPlayer: Die Zahl der Abrufe stieg um 28 Prozent auf 6,1 Milliarden. Das Audio-Pendant BBC Sounds verzeichnete den Angaben zufolge etwa 900 000 Ersthörer zwischen 16 und 34 Jahren.

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Kosten deutlich gesenkt

Die BBC steht stark unter Druck. So waren die Beitragssummen, mit denen sich die British Broadcasting Corporation (BBC) hauptsächlich finanziert, in den vergangenen Jahren um mehrere Milliarden Euro gesunken. Grund sind vor allem veränderte Sehgewohnheiten besonders jüngerer Menschen. Mit dem Nachrichtensender GB News, der vielen als „britisches Fox News“ gilt, gibt es seit kurzem zudem einen konservativen Gegenspieler, der die stets auf ihre Objektivität bedachte BBC angreifen will.

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Der öffentlich-rechtliche Sender betonte nun, er habe die Kosten deutlich gesenkt. Die Gesamtbelegschaft im öffentlichen Dienst sei um 1200 - sechs Prozent - verringert worden. „Das ist der erste signifikante Rückgang seit fünf Jahren.“ Zudem seien die Gehälter für die Star-Moderatoren um 10 Prozent gesenkt worden. Top-Verdiener ist weiterhin Ex-Fußballprofi Gary Lineker („Match of the Day“) mit gut 1,36 Millionen Pfund (1,59 Mio Euro), rund 400 000 Pfund weniger als im Vorjahr. Die BBC muss seit 2017 die Gehälter der Angestellten mit einem Jahresgehalt von mehr als 150 000 Pfund nennen.

RND/dpa

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