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Tränen bei „Sing meinen Song“: Joris erzählt vom schlimmsten Auftritt seines Lebens

  • Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Tod durch die aktuelle Folge der Vox-Show „Sing meinen Song“, die Popstar Joris gewidmet ist.
  • Der treibt seinen Mitstreitern immer wieder Tränen in die Augen.
  • Besonders seine Erinnerungen an einen Auftritt vor fünf Jahren nehmen seine Kollegen mit.
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„Wenn’s am schönsten ist, mach die Augen auf“: Mit Joris (31) konfrontierte ausgerechnet der Jüngste der „Sing meinen Song“-Musiker seine Mitstreiter in der Vox-Show am Dienstagabend immer wieder mit dem Sterben und mahnte, schöne Momente wahrzunehmen, solange es geht.

Dass das Thema so präsent war, hing auch mit der Songauswahl der Teilnehmer zusammen – neben Gastgeber Johannes Oerding (39) wollten Stefanie Heinzmann (32), Nura (32), Ian Hooper (34), Gentleman (46) und DJ Bobo (53) Lieder von Joris auf ihre Weise interpretieren. Letzterer machte den Anfang mit dem bekanntesten Hit, der dessen Achterbahn-Jugendliebe gewidmet war: „Herz über Kopf“. Wegen seines „internationalen Potenzials“ habe er den Song „ins Englische transportieren“ wollen, sei jedoch „kläglich gescheitert“, erzählte DJ Bobo und sang daher auf Deutsch – mit Schweizer Akzent.

Joris bei „Sing meinen Song“: „Nägel flogen durch die Luft!“

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Es folgte Gentleman, der sich „Im Schneckenhaus“ ausgesucht hatte, das Joris nach dem Tod seiner Tante und seines Onkels geschrieben hatte und mit dem er die eingangs genannte Erkenntnis transportieren wollte. Gentleman machte daraus zu Joris’ freudiger Überraschung eine positive Reggaenummer.

Dann wollte Stefanie Heinzmann „Signal“ singen, ein Lied, das Joris an einen besonderen Tag erinnerte: „Mein zweiter Geburtstag!“ Am 24. Juli 2016 war er bei einem Festival im mittelfränkischen Ansbach aufgetreten, an jenem Tag also, als ein islamistischer Attentäter durch eine Rucksackbombe 15 Menschen verletzte und sich selbst tötete. Joris erinnerte sich in der Vox-Show an „einen riesigen Schlag“. Er habe „komischerweise sofort“ gewusst, dass es sich um einen Terroranschlag handelte.

Mit seinem Gitarristen sei er in den Backstagebereich gerannt und habe sich in seinem Nightliner auf den Boden gelegt. „Ich habe da so Todesangst gehabt“, berichtete Joris. Vor einem Konzert, das drei Tage später stattfand, habe er „unfassbar dolle geweint“ und wie ferngesteuert gesungen: „Ich glaube, eine Hülle meiner selbst stand da auf der Bühne.“ Dann habe er bemerkt, dass seine Gitarre voller Blut war – er habe extrem starkes Nasenbluten bekommen. Beim Publikum habe er sich entschuldigt und erklärt, warum er so neben sich gestanden habe. „Man hat eine Stecknadel fallen hören“, erinnerte er sich, „und dann gab’s irgendwie saulange Applaus.“

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Tränen am Telefon

Nach dieser Geschichte war Stefanie Heinzmann froh, dass sie das eigentlich sehr energiegeladene „Signal“ zu einem ruhigen Song gemacht hatte, der gut zur Situation passte. Eine kurze Entspannungsphase gab es, als Joris mit Unterstützung von Johannes Oerding seine neue Single „Willkommen Goodbye“ präsentierte.

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Dann wurde es erneut emotional, als Joris von seinem Vater erzählte, bei dem er nach der Trennung der Eltern aufgewachsen war. Als der durch eine schwere Zeit ging, habe er ihm das Lied „Glück auf“ gewidmet – bis vor Kurzem war Joris aber nicht sicher, ob der das überhaupt ahnte. Ein Telefonat im Vorfeld der Sendung habe das geklärt: „Ich wusste immer, dass du mir den Song geschrieben hast“, habe sein Vater gesagt. Beide hätten bei dem Gespräch „mega angefangen zu weinen“. Johannes Oerding interpretierte den Song auf seine Weise, und wieder hatten alle feuchte Augen.

Schocknachricht für Nura

Dann ging es erneut um das Thema Tod: Nura hatte „Bis ans Ende der Welt“ ausgewählt, das Joris über den Vater seines besten Freundes geschrieben hatte, der an Krebs gestorben war und an den er positive Erinnerungen wachhalten wollte. Nach ihrer fragil und berührend vorgetragenen Interpretation verriet Nura mit einem offensichtlichen Kloß im Hals, dass sie den Song beinahe noch ausgetauscht hätte, da sie am ersten Probentag vom Tod einer Freundin erfahren hatte. Keyboarder Matze habe sie aber überzeugt, das Lied nun erst recht zu singen.

Trotz all dieser traurigen Geschichten endete die Show ausgelassen, was Ian Hooper (34) zu verdanken war, der das fröhliche „Du“ spielte, das Joris selbst seine „Hymne an das Leben“ nannte. Alle tanzten mit, und Joris kürte diesen „Happy Song“ zum Lied des Abends. Dann hoben alle noch einmal die Gläser, um auf das Leben anzustoßen, von dem es ja jede Sekunde auszukosten gilt.

RND/Teleschau

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