“Gefangen”: So wird der Tatort aus Köln

  • In dem intensiven Krimi aus Köln kämpft Kommissar Ballauf gegen Dämonen.
  • Er versucht, das Trauma zu verarbeiten, nachdem er eine Kollegin erschießen musste.
  • Gleichzeitig muss eine Frau aus der Psychiatrie befreit werden.
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Köln. Im vergangenen Jahr erlebte der Kölner “Tatort”-Kommissar Max Ballauf eine seiner schwersten Stunden, als er eine Kollegin erschießen musste. Nun folgt die Fortsetzung, denn das Trauma lässt ihn nicht los. Diese Ebene der Geschichte (Buch: Christoph Wortberg) bildet zwar nur den Hintergrund für den eigentlichen Fall, nimmt aber immer wieder Einfluss auf die Ermittlungen.

Diese führen die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär) nach der Ermordung eines Chefarztes in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Dort trifft Ballauf auf eine Schicksalsgefährtin: Julia (Frida-Lovisa Hamann) leidet angeblich unter einer Psychose, ist jedoch überzeugt, dass sie längst geheilt ist und ihr Unrecht geschieht; tatsächlich finden sich deutliche Hinweise, dass der Verdacht begründet ist.

Kein Thriller, kein Schockeffekt, aber intensiv

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“Gefangen” ist durchgehend spannend, wenn auch nicht im Sinne eines Thrillers; die Intensität resultiert vor allem aus der psychischen Instabilität des Kommissars. Immer wieder taucht vor seinem geistigen Auge die erschossene Kollegin Melanie Sommer (Anna Brüggemann) auf. Kein Wunder, dass Ballauf das Gefühl hat, verrückt zu werden.

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Regisseurin Isabel Prahl hätte diese Szenen auch wie Momente aus einem Horrorfilm inszenieren können, aber sie verzichtet auf jegliche Schock- oder Gänsehauteffekte. Bei aller Qualität hat der “Tatort” dennoch eine Schwachstelle: Erfahrene Krimifans ahnen viel früher als die beiden Kommissare, welches Motiv sich hinter dem Komplott gegen die Patientin verbirgt.

“Gefangen” ist am Sonntag, 17. Mai, um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

RND/tpg

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