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  • Tagesschau: Was verdient ein Sprecher und wie viele Nachrichten-Sprecher gibt es derzeit?

„Tagesschau“: So viel verdienen die Sprecher der Nachrichtensendung

  • Linda Zervakis hat bekannt gegeben, dass sie die „Tagesschau“ verlässt.
  • Wie viele Sprecher gibt es bei der Nachrichtensendung eigentlich?
  • Und was verdient so ein Moderator dort? Wir haben uns das genauer angeschaut.
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Wenn der Gong vor der Titelmelodie ertönt, weiß das Millionenpublikum: Jetzt ist Zeit für die „Tagesschau“, die meist geschaute Nachrichtensendung in Deutschland. Zehn Millionen Zuschauer schalten dann im Schnitt ein. Und auch die Gesichter der Moderatoren sind vielen vertraut. Doch wie viele gibt es eigentlich? Und wie oft stehen sie für die „Tagesschau“ vor der Kamera? Und wie wird man Nachrichtensprecher? Wir haben uns das einmal genauer angeschaut.

Wie viele Nachrichtensprecher gibt es?

Insgesamt gibt es 18 „Tagesschau“-Sprecher, dazu kommen eine Off-Sprecherin und fünf Wettersprecher.

Der aktuelle Chefsprecher der „Tagesschau“ ist der 57-jährige Jens Riewa, der seit 1994 Teil des Teams ist. In der Hauptausgabe um 20 Uhr im Ersten kommen noch sechs weitere Journalisten dazu: Susanne Daubner, Thorsten Schröder, Judith Rakers, Constantin Schreiber und Julia-Niharika Sen. Derzeit steht auch noch Linda Zervakis für die „Tagesschau“ vor der Kamera, doch wird sie die Sendung verlassen und am 26. April zum letzten Mal die Nachrichten vortragen.

Dazu kommen noch die Nacht-, Früh- und Vormittagsausgaben, die manchmal auch ihre Kollegen in der Hauptausgabe vertreten oder bei Tagesschau 24 moderieren. Hier gibt es elf weitere Sprecher: Michail Paweletz, Tarek Youzbachi, Kirsten Gerhard, Gerrit Derkowski, Jan Malte Andresen, André Schünke, Peter Kazantzakis, Karolin Kandler, Ralph Baudach, Tim Berendonk und Romy Hiller.

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Off-Sprecher, die nur zu hören und nicht zu sehen sind, sind derzeit Silke Jürgensen und Peter Kazantzakis, der auch in den Nichthauptausgaben spricht.

Wettersprecher sind Martin Daume, Stefan Schiebelhuth, Joachim Pütz, Wolfgang Rossi und Tim Frühling.

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Wie wird man Sprecher bei der „Tagesschau“?

Der ehemalige Sprecher Jan Hofer ist sich sicher, dass ein „Tagesschau“-Sprecher eines mindestens braucht: Erfahrung. „Ich glaube nicht, dass man mit 20 die ‚Tagesschau‘ sprechen könnte. Die Zuschauer brauchen das Gefühl, dass derjenige, der da steht, weiß, wovon er spricht. Anfang 30 sollte man schon sein“, sagt der 69-Jährige in einem Podcast des „Hamburger Abendblatts“.

Doch ist dies nicht die einzige Qualifikation, die ein angehender Nachrichtensprecher mitbringen sollte. Denn im Schnitt schauen etwa zehn Millionen Menschen bei der Hauptausgabe zu – eine Stresssituation. Die Nachrichtentexte, die die Sprecher verlesen, haben sie zwar im Regelfall gesehen – wenn es aber ganz neue Nachrichten sind, lesen sie diese live zum ersten Mal.

Nachrichtensprecher sind Journalisten. Um als Journalist im Fernsehen arbeiten zu können, braucht es in der Regel ein Volontariat in einer Rundfunkanstalt. Viele haben vorher ein Studium abgeschlossen, häufig in einem geisteswissenschaftlichen Fach wie Kommunikationswissenschaften oder Politikwissenschaften.

Nach dem Volontariat kommen die ersten Jobs, häufig bei lokalen Radio- und Fernsehsendungen. Zunächst geht es dann nach prominenteren Moderationen weiter zu Nebenausgaben der „Tagesschau“, bis dann erste Einsätze in der Hauptausgabe kommen.

Wie viel verdient ein „Tagesschau“-Sprecher?

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Die Sprecher der Nachrichtensendung sind nicht fest angestellt, sondern freie Mitarbeiter. Sie erhalten ein festes Honorar pro Sendung. Laut dem Blog der „Tagesschau“ sind das 259,89 Euro bei der Hauptausgabe der Nachrichtensendung. Doch sind demnach auch mehrere Einsätze pro Tag möglich. Der ehemalige Sprecher Jan Hofer absolviert so auch mal sieben Sendungen an einem Wochenende.

Jan Hofer äußerte sich in einem Podcast des „Hamburger Abendblatts“ auch dazu: Ein Sprecher mache etwa drei bis vier Sendungen pro Tag. Zusätzlich zu den Honoraren hätten die meisten Nachrichtensprecher auch noch eine Planstelle. Zusammengenommen habe er so während seiner Zeit im Ersten wie ein „gut bezahlter Angestellter“ verdient. Doch reich werde man dadurch nicht.

Was machen die ehemaligen Sprecher heute?

Ende April wird Linda Zervakis aus dem Team der „Tagesschau“ aussteigen. Was sie danach machen wird, hat sie noch nicht bekannt gegeben. Doch betreibt sie seit dem vergangenen Jahr den Podcast „Gute Deutsche“. Ein weiterer prominenter Abgang ist der ehemalige Chefsprecher Jan Hofer, der gerade bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ auf dem Parkett steht.

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Außerdem soll er Anchorman für eine neue Nachrichtensendung bei RTL werden, wie der Sender kürzlich bekannt gab. Wann es damit losgeht, ist noch nicht bekannt. Im Mai 2013 wechselte bereits Marc Bator zu Konkurrent Sat.1 – der 49-Jährige hat seitdem dort die Rolle des Anchormans inne und spricht die Nachrichten um kurz vor 20 Uhr.

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Wie viele Ausgaben der „Tagesschau“ gibt es?

Wer „Tagesschau“ sagt, meint meistens die Hauptausgabe im Ersten um 20 Uhr. Doch gibt es auch viele andere Formate – und die sind nicht immer 15 Minuten lang. Von Montag bis Freitag gibt es von 5.30 bis 8.30 Uhr kurze halbstündliche Informationssendungen im Rahmen des „ARD-Morgenmagazins“.

Danach folgen Ausgaben um 9, 12, 14, 15, 16 und 17 Uhr und schließlich um 20 Uhr. Eine Ausgabe der „Tagesthemen“ folgt nach dem Hauptprogramm, das „Nachtmagazin“ dann noch einmal gegen Mitternacht. Am Wochenende sieht es ähnlich aus, allerdings variieren hier die Zeiten, und es gibt weniger moderierte Ausgaben.

RND/goe

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