SWR-Intendant Gniffke mag Genderstern nicht: Kann Publikum verärgern

  • Der Intendant des Südwestrundfunks, Kai Gniffke, ist kein Freund des Gendersterns.
  • Er wirke aus seiner Sicht künstlich und könnte große Teile des Publikums irritieren oder sogar verärgern.
  • Um eine geschlechtergerechte Sprache will sich der SWR aber durchaus bemühen.
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Stuttgart. Der Südwestrundfunk will sich stärker um eine geschlechtergerechte Sprache bemühen, aber den sogenannten Genderstern nur in Ausnahmefällen zulassen. „Bei der gesprochenen Variante des Gendersterns - also der kurzen Pause innerhalb des Wortes - sind wir im SWR sehr kritisch“, teilte Intendant Kai Gniffke am Montag mit. „Es wirkt künstlich und ist aus meiner Sicht dazu angetan, große Teile unseres Publikums zu irritieren, vielleicht sogar zu verärgern.“

Der schriftliche Genderstern - bei Wörtern wie etwa „Kolleg*innen“ - mache die Lektüre von Texten nicht gerade angenehmer. „Außerdem ist zu befürchten, dass diese Schreibweise weniger gut von Suchmaschinen wie Google gefunden wird“, erklärte Gniffke. Aber unter jüngeren Menschen sei diese Form zunehmend gebräuchlich und könne daher bei SWR-Programmangeboten für junges Publikum verwendet werden.

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SWR will generisches Maskulinum künftig möglichst vermeiden

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Die zweitgrößte ARD-Anstalt will das sogenannte „generische Maskulinum“ künftig möglichst vermeiden. Der Sender will also keine Begriffe wie „Zuschauer“ oder „Studenten“ verwenden, bei denen das männliche grammatische Geschlecht sich nicht nur auf Männer bezieht. Stattdessen seien Wörter wie „Publikum“ oder „Studierende“ möglich, schrieb der Intendant in seinem Blog. „Wem das alles zu kompliziert ist, kann natürlich auch weiterhin "Kolleginnen und Kollegen" oder "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" sagen.“

RND/dpa

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