SWR-Intendant gegen Verbannung von AfD-Politikern wie Höcke aus Talkshows

  • Der ZDF-Chefredakteur hat 2019 bekanntgegeben, dass Höcke nicht mehr in ZDF-Talkshows erwünscht sei.
  • ARD-Talker Frank Plasberg hatte schon 2018 angekündigt, Alexander Gauland (AfD) nicht mehr zu “Hart aber fair” einzuladen.
  • Gegen solche Verbannungen spricht sich nun der SWR-Intendant Kai Gniffke aus.
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Hamburg/Stuttgart. SWR-Intendant Kai Gniffke ist gegen ein Auftrittsverbot für AfD-Politiker wie Björn Höcke in Talkshows. “Ich halte nichts von einem Bann über einzelne Personen”, sagte Gniffke der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Wenn wir anfangen zu unterscheiden, wer bei uns auftreten darf und wer nicht, kommen wir argumentativ ganz schnell in den Wald.”

Im vergangenen Dezember hatte ZDF-Chefredakteur Peter Frey bekanntgegeben, dass Höcke nicht mehr als Gast in ZDF-Talkshows erwünscht sei. Der Thüringer AfD-Politiker wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Führungsperson eingestuft. ARD-Talker Frank Plasberg hatte 2018 angekündigt, den AfD-Politiker Alexander Gauland nicht mehr in die Sendung "Hart aber fair" einzuladen, da dieser den Nationalsozialismus verharmlose.

Gniffke: ARD hat Auftrag, die Gesellschaft zusammenzuhalten

"Was macht man denn, sollte Höcke thüringischer Ministerpräsident werden?", sagte Gniffke. "Ihn nicht zu Wort kommen lassen? Das wird schwer." Die ARD habe den Auftrag, die Gesellschaft zusammenzuhalten, und die AfD sei die größte Oppositionspartei im Bundestag. "Deswegen haben wir diese Leute nicht nur abzubilden, sondern auch mit denen zu reden."

RND/dpa

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