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Suche nach Hauptdarsteller für Wirecard-Film: „Heino Ferch ist leider zu alt“

  • Der Wirecard-Skandal soll im kommenden Jahr zum Fernsehfilm werden, nach Hauptdarstellern wird noch gesucht.
  • Ein wichtiges Kriterium für die Besetzung des flüchtigen Wirecard-Vorstands Jan Marsalek steht allerdings bereits fest.
  • Es müsse in jedem Fall ein Österreicher sein.
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München. Die Bertelsmann-Tochter Ufa sucht noch Hauptdarsteller für ihre Verfilmung des Wirecard-Skandals. „Ich verfolge das Thema seit fast zwei Jahren, vor allem die beiden Männer an der Spitze haben mein Interesse geweckt: Jan Marsalek und Markus Braun“, sagte Ufa-Chef Nico Hofmann der „Süddeutschen Zeitung“. Die beiden Vorstände - der eine auf der Flucht (Marsalek), der andere in Untersuchungshaft (Braun) - seien psychologisch sehr unterschiedlich: „Das ist eine Steilvorlage für eine spannende Dramaturgie.“

Offen sei, wer die Personen spielen wird. Er erhalte im Moment viele Vorschläge für Schauspieler, die infrage kämen, sagte Hofmann. Über eine mögliche Besetzung der Figur Marsalek mit Heino Ferch, der in sehr vielen Ufa-Produktionen spielt, sagte er: "Ich bin mit Heino gut befreundet, deshalb darf ich das unfreundlicherweise sagen: Heino ist leider ein bisschen zu alt." Die Rolle müsse "in jedem Fall ein Österreicher" spielen. Marsalek stammt wie Braun aus Österreich.

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„Wirecard - das hat fast etwas von Satire“

"Wirecard war eine große Theatershow, anscheinend sogar mit Schauspielern, die Wirtschaftsprüfer empfangen haben, das hat fast etwas von Satire", so Hofmann. Der Film soll im ersten Quartal 2021 bei TV Now, dem Streamingdienst der Mediengruppe RTL, ausgestrahlt und zeitgleich weltweit vertrieben werden. Auch der Bezahlsender Sky will den Finanzskandal verfilmen - als fiktionale Miniserie.

Im Juni hatte der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies, und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Der Schaden für die kreditgebenden Banken und Investoren könnte sich auf 3,2 Milliarden Euro summieren.

RND/dpa

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