Streit um Assad-Interview: Syrisches TV strahlt Gespräch selbst aus

  • Eigentlich sollte ein Interview mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im italienischen Fernsehen laufen
  • Doch daraus wurde nichts.
  • Jetzt hat das syrische Staatsfernsehen das Interview einfach selbst gezeigt.
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Damaskus/Rom. Nach einer Kontroverse mit der italienischen Rundfunkanstalt Rai um ein Interview mit Syriens Präsident Baschar al-Assad hat das syrische Staatsfernsehen das Gespräch nun selbst ausgestrahlt. "Wir werden gestärkt aus diesem Krieg hervorgehen", sagt Assad in dem Interview, das am Montagabend veröffentlicht wurde, zum Bürgerkrieg im eigenen Land. "Die Situation ist viel, viel besser, da wir von diesem Krieg so viele Lektionen gelernt haben und ich glaube, die Zukunft Syriens ist vielversprechend."

Das Exklusivinterview hatte der öffentlichen Rundfunkanstalt Ärger eingebracht. Die Starjournalistin und ehemalige Nahost-Korrespondentin Monica Maggioni hatte das Gespräch mit Assad vor zwei Wochen aufgezeichnet. Rai wollte es dann aber nicht ausstrahlen, da es von keiner leitenden Stelle in Auftrag gegeben worden sei. Rais wiederholte Bitten um Aufschub seien ein "weiteres Beispiel für die Versuche des Westens, die Wahrheit zur Lage in Syrien zu verbergen", kritisierte die syrische Regierung.

Assad stretet erneut Chemiewaffen ab

Assad beschuldigt Europa in dem Interview, für die Situation in Syrien verantwortlich zu sein. Europa unterstütze zusammen mit den USA und der Türkei Terrorismus im Land. "Europa hat das Chaos in Syrien als Hauptakteur verursacht", sagt Assad. Einen konfessionellen, ethnischen oder politischen Krieg habe es nicht gegeben.

"Es waren Terroristen, die von Kräften von außen unterstützt wurden. Sie haben Geld und Ausrüstung und besetzen diese Gebiete." Assad stritt erneut ab, in dem seit 2011 laufenden Krieg Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung und die Opposition eingesetzt zu haben.

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Am Montagabend teilte Rai mit, dass das etwa 20 Minuten lange Interview auch in der Online-Mediathek RaiPlay laufen werde. Dort war es am Dienstag verfügbar.

RND/dpa

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