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Die Streaminghighlights des Jahres: Diese Serien muss man gesehen haben

Mit großem Aufwand in Szene gesetzt: Die Magierin Moiraine (Rosamund Pike) muss in der Fantasyserie „Das Rad der Zeit“ eine auserwählte Person finden, der einer dunklen Macht entgegentritt.

Wer patzt, stirbt. Das ist auch schon die Handlung der wohl meistdiskutierten Serie im zu Ende gehenden Streamingjahr 2021. Dass Verlierer exekutiert werden, wurde den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern erst während des „Squid Game“ bewusst. Per Abstimmung der Überlebenden der ersten Runde wurde das mörderische Treiben abgebrochen.

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Aber die Macht der Moneten, das unermesslich hohe Preisgeld, holte die Spielerinnen und Spieler zurück in die Mörderarena. Der Mix aus Sozialkritik und speziellem Korea-Kick war in der Netflix-Serie so über alle Maßen erfolgreich, dass man „Hellbound“ hinterherschob, eine südkoreanische Gesellschaftssatire mit Horroranstrich, die die Rekordzahlen von „Squid Game“ kurzzeitig sogar noch übertraf. Aber es war „Squid Game“, das, sehr zum Unmut von Pädagogen und Pädagoginnen, ins wahre Leben vordrang und auf den Schulhöfen nachgespielt wurde.

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Comeback von „Sex and the City“

Die Welt ist immer noch ein Damenschuh in „And Just Like That“, der Serienrückkehr von drei der vier „Sex and the City“-Ladys in ihren Fünfzigern (Sky). Mit großem Getöse wurde das Comeback von Carrie, Miranda und Charlotte angekündigt (Samantha ist absent in London), und alle (Achtung, Spoiler!) – inklusive der Herstellerfirma – waren geschockt, als Mr. Bigs Lebenslichtlein auf einem Radtrainer erlosch. „Ist das der Tod des Heimtrainings?“, fragte die „Süddeutsche Zeitung“ sogleich. Gewiss nicht, eher schon gefährden die überbordenden Programme der Streamingdienste die Lust auf heimische Workouts.

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„Dexter“ ist zurückgekehrt

Zurückgekehrt ist nach acht Jahren auch Dexter Morgan. In „Dexter: New Blood“ (Sky) hat sich der moralische Serienmörder – er meuchelt nur Missetäter, am liebsten Mörder, die mit Mord davonkamen – unter neuem Namen in einem muckeligen Kaff in Upstate New York eingerichtet. Das dunkle Spitzbubenlächeln von Michael C. Hall schimmert jetzt nicht mehr im blau behimmelten Florida auf, sondern unter grauen, schweren Schneewolken. Aber natürlich kann der bravste Killer nicht in Frieden das Messer in der Scheide lassen, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Dexter breitet also bald wieder sorgfältigst seine Plastikfolie aus. Und Blut fließt.

Turnusgemäß wiederkehrende Freunde 2021: Auch bei der dritten und letzten Staffel von „Narcos: Mexico“ (Netflix) erfassten den Zuschauer wohlige Schauer, wenn sich Scoot McNairy als DEA-Agent Walt Breslin in die Abgründe der Kartelle stürzte. Bei Apple TV+ ging der Medienthrill der „Morning Show“ mit Jennifer Aniston, Reese Witherspoon und Steve Carell in die zweite Runde. Und Elisabeth Moss ging in der vierten Staffel der Dystopie „The Handmaid’s Tale“ (Magenta TV) zur Rebellion gegen den frauenverachtenden Gottesstaat Gilead über.

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Drei große Darstellerinnen, zwei große Serien: Kate Winslet spielte im Sozialthriller „Mare of Easttown“ (Sky) eine von den Leuten, von denen Bruce Springsteen in seinem Song „Glory Days“ erzählt – die Heldinnen für einen Tag waren und über die die Zeit längst hinweg ist. Dann passiert ein Mord und die erschöpfte Polizistin Mare macht sich auf die im Kleinstadtkosmos stets zerstörerische Suche nach der Wahrheit.

Und die 27-jährige Margaret Qualley, die uns schon in der Mysteryserie „The Leftovers“ (Amazon) auffiel, spielte in „Maid“ (Netflix) eine junge alleinerziehende Mutter im Armutsamerika, die nicht unterzukriegen ist. Andie MacDowell, einst die entwaffnende Schöne aus der Filmkomödie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ (1994), ist ihre bis zur Hexenhaftigkeit durchgeknallte Mutter (auch im wahren Leben ist Qualley McDowells Tochter). Irritierend geriet „Nine Perfect Strangers“ (Amazon): Nicole Kidman ist hier eine charismatische Heilerin, die neun vom Leben geprüften Zeitgenossen und Zeitgenossinnen einen Neuanfang ermöglichen will. Und man weiß nie, ob man noch in einem Drama ist oder schon in einem Thriller.

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„Faking Hitler“: Skandalgeschichte bei RTL+

Über den weltweit belachten „Stern“-Nepp mit den doch nicht echten Hitler-Tagebüchern hat man sich schon in Helmut Dietls Kinokomödie „Schtonk!“ (1992) fürstlich amüsiert. Mit „Faking Hitler“ zog RTL+ den Skandal in diesem Jahr ähnlich gelungen noch einmal als Miniserie (mit Moritz Bleibtreu und Lars Eidinger) auf. Wenn sich Gier, Korrumpierbarkeit und Dummheit in einem Politiker umarmen, ist das ein gefundenes Fressen für Serienmacher: Im Satire-Thriller-Mix „Die Ibiza-Affäre“ (Sky) glänzte Andreas Lust als schmieriger österreichischer Vizekanzler Strache.

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Und noch mal Österreich: Mit dem Gekrönte-Häupter-Schmonz von Oskar Marischkas Fimtrilogie räumte jüngst die Serien-„Sisi“ von RTL+ auf. Jannik Schümann spielt einen düsteren Kaiser Franz, Dominique Devenport eine Kaiserin mit Interesse an Emanzipation und Eros. Sisi masturbierend? Da fallen alle Rehkitze in den Wäldern der Monarchie in Ohnmacht, oder? Und in der ARD-Mediathek wartet „El Dorado KaDeWe“ – eine Historienserie, die sich im Titel an „Babylon Berlin“ anlehnt, aber in einer durchaus charmanten Zeitenschmelze aus den ein Jahrhundert zurückliegenden und den gegenwärtigen Zwanzigerjahren andeutet, dass sich viele Nöte und Ressentiments von damals heute durchaus noch wiederfinden.

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Von der Erde ins All: Die epische Science-Fiction-Serie „The Expanse“ (Amazon) zeigt seit voriger Woche in der sechsten (und hoffentlich nicht wirklich letzten) Staffel, wie unsere verehrten Heldinnen und Helden Naomi Nagata, Jim Holden und Amos Burton an Bord des nach Don Quichotes Gaul benannten Weltraumkleppers „Rocinante“ den Terroristen Marco Inaros daran hindern wollen, Asteroiden-Pingpong mit der Erde zu spielen.

Konkurrenz ist „The Expanse“ bei Apple TV+ durch „Foundation“ erwachsen. Isaac Asimovs eher sperriger Romanzyklus wurde in ein futuristisches Meisterwerk verwandelt, das hoffentlich noch viele Staffeln bekommt. David S. Goyer, der mit Christopher und Jonathan Nolan die „Dark Knight“-Trilogie um Comicheld Batman ersann und damit den Maßstab für Comicverfilmungen setzte, hat den Roman- und Geschichten­zyklus, der bis in die Vierzigerjahre zurückreicht, in aufregenden Mustern neu gewoben und mit einem Maximum an Mitteln umgesetzt.

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Eine Menge Planetensagas

Und der Planetensagas nicht genug: In des Serienweltraums unendlichen Weiten machte Dave Filoni den „Star Wars“-Kinomachern nach den beiden „Mandalorian“-Staffeln mit der Animationsserie „Star Wars: The Bad Batch“ (Disney+) ein weiteres Mal die lange Nase. So fesselnd und fintenreich wie die Geschichte der Kloneinheit 99 müssen „Star Wars“-Dramen erzählt werden. Alle Sci-Fi- und Sternenmärchenfreunde sind gespannt auf „Star Wars: Das Buch von Boba Fett“ – in der letzten großen Serie, die am 29. Dezember bei Disney+ abhebt, wird eine Kultfigur aus George Lucas’ Kosmos wieder lebendig.

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Ein Außerirdischer, der eigentlich nur schnell die Menschheit vernichten wollte, ist Alan Tudyk in „Resident Alien“ (Sky). Dabei stürzt er ab, verliert seinen Apokalypsekoffer und muss bis zu dessen Wiederauffinden – mittels molekularem Chamäleonsimsalabim – das Äußere eines in der Einsamkeit urlaubenden Arztes annehmen. Seine holprige Menschenimitation treibt uns Menschen im Zuschauermodus Lachtränen in die Augen.

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„Only Murders in the Building“ mit Sting

Wer Sting als hundehassenden Popstar unter Mordverdacht erleben möchte, vergnüge sich mit „Only Murders in the Building“ (Disney+), wo sich drei unterschiedlich verzweifelte Reserve-Sherlocks aus demselben Apartmentkomplex (Steve Martin, Selena Gomez, Martin Short) als True-Crime-Podcaster versuchen. In „Wellington Paranormal“ (Sky) erkennen zwei trottelige Polizisten einer Abteilung für Paranormales einen Vampir nicht einmal, wenn er ihnen seine Zähne in den Hals schlägt. Und in der Show „LOL: Last One Laughing“ (Amazon) versuchen – einfaches Konzept – Comedians aus deutschsprachigen Landen, nicht über ihre komischen Kollegen und Kolleginnen zu lachen.

Lustig war es auch, im Januar die Superhelden Vision und Scarlet Witch in der Serie „Wanda Vision“ in einer Schwarz-Weiß-TV-Soap im Stil der Fünfzigerjahre zu erleben. Die Marvels belebten ihre Heldenwelt bei Disney+ auf den Fernsehschirmen mit einer Leichtigkeit und einem Esprit, den man sich für ihre zuweilen ungleich schwerfälligeren Kinokolosse wünschen würde.

Noch hinreißender geriet „Loki“ mit Tom Hiddleston, der als Gott des Schabernacks erfahren muss, dass es Institutionen wie die Time Variance Authority (TVA) gibt, in denen man vor Unsterblichen wie ihm nicht automatisch auf die Knie fällt. Sondern sie im Zweifelsfall einknastet. Noch nicht ganz vollendet ist die etwas weniger hirnverbiegende Geschichte von Ex-Avenger „Hawkeye“ (Jeremy Renner), der zu Weihnachten den Bogen in die Ecke stellen und mit der Familie feiern will. Ob es ihm vergönnt sein wird? Noch stehen Episoden aus.

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Und seit quasi soeben schwingt auch der „Witcher“, eine Art X-Man einer mittelalterlich anmutenden Parallelwelt, endlich wieder bei Netflix sein Schwert. Henry Cavill spielt den silberhaarigen Hexer mit der grabestiefen Stimme, der in einer Welt voller Ungeheuer und ungeheuerlicher Menschen ein „Kind der Vorsehung“ beschützen und seiner weltrettenden Bestimmung zuführen muss. Nach der unsteten ersten Staffel hat sich die Serie im zweiten Durchgang optisch und erzählerisch fein herausgeputzt.

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Um den Spitzenplatz im Herzen der Fantasyfans konkurriert Cavill heuer – da sowohl Amazons „Carnival Row“ als auch Skys „His Dark Materials“ es mit ihren neuen Staffeln nicht bis zum Jahresende schafften – nur mit Rosamund Pike. Die in der überaus gelungenen Serie „Das Rad der Zeit“ (Verfilmung der Robert-Jordan-Romane) für Amazon Prime die Magierin Moiraine spielt, die eine Auserwählte oder einen Auserwählten finden muss, um die Welt vor dem „Dark One“ zu beschützen. Klingt nach „kennst du eine Geschichte, kennst du alle“, ist aber beides sehr zur Ansicht empfohlen.

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Wie auch unser ewiger besonderer Tipp: Die vierte Staffel von „Call My Agent“ (Amazon) kam in diesem Jahr eher leise auf den Markt. Aber schon in dem Moment, in dem die neue Künstleragenturchefin Andréa das neue Drehbuch gegenüber ihrer Klientin Charlotte Gainsbourg „super“ nennt, ohne es gelesen zu haben, weiß man wieder, warum man „CMA“ so liebt: Katastrophenmanagement auf der Pariser Ile-de-France – Stars wie Jean Reno oder Sigourney Weaver spielen sich selbst und sind von entwaffnender Ehrlichkeit und Selbstironie. Ihr Mut zur Macke macht sie zu unseren wahren Superhelden des Herzens und lässt auch diese sechs Folgen tanzen, wirbeln – und viel zu schnell verfliegen.

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