Steffen Henssler zurück bei Vox: „Das ist jetzt eine Jury wie bei DSDS!“

Nach zwei Jahren Pause ist TV-Koch Steffen Henssler zurück. Am Sonntag startet die neue Staffel von „Grill den Henssler“ (VOX) – mit neuer Moderatorin und neuen Juroren. Im Interview spricht er voller Vorfreude über die Neuauflage der Sendung.

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Köln. Alles neu bei "Grill den Henssler" (VOX). Nach zwei Jahren ist TV-Koch Steffen Henssler zurück mit neuer Moderatorin und neuen Juroren. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland spricht Henssler über den Neustart und wie er es schaffte, Christian Rach in die Jurys zu holen.

Hätten Sie vor zwei Jahren gedacht, dass es mal zu einer Fortsetzung von „Grill den Henssler“ kommt?

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Sendung und freue mich, dass Vox und ich wieder zueinander gefunden haben. Wir hatten uns ja im Guten getrennt. Mir hat früher mal jemand gesagt: Wichtig ist nicht, wie man in einer Beziehung zusammenkommt, sondern wie man auseinandergeht. Vox und ich sind cool auseinandergegangen. Natürlich waren die damals nicht glücklich, als ich gesagt habe, dass ich aufhöre. Aber ich habe rechtzeitig Bescheid gesagt. Sie konnten sich darauf einstellen. Das haben wir gemerkt, als wir wieder zueinander gefunden haben. Es gab keine zerbrochenen Scherben und beide Seiten hatten wieder Bock auf die Sendung. Zum Glück hatten wir auch die gleiche Vision, dass wir was verändern müssen..

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Was hat sich denn verändert?

Das Studio ist ein kompletter Neubau und ist ein bisschen rougher geworden. Wir haben uns ein bisschen an unseren Grill-Specials orientiert, die wir in Magdeburg gedreht haben. Da gab es auch keine einzige Küchenmaschine. Es gibt ein Rührgerät und einen Mixer. Das war’s. Keine Küchengeräte mehr. Simples, handgemachtes Kochen. Ein großer Grill und eine große Kochplatte. Es wird alles ein bisschen rauer und ehrlicher werden.

Und es gibt mit Annie Hoffmann eine neue Moderatorin...

Das war ein großer Schritt. Ich bin der Meinung, dass sich „Grill den Henssler“ ein bisschen neu erfinden muss. Da muss jetzt frisches Blut her und was passieren. Wenn wir alles so gelassen hätten, wären wir nach zwei Folgen wieder da gewesen, wo wir vor zwei Jahren waren. Das kann nicht das Ziel sein. Die Sendung muss sich an sich ein bisschen neu erfinden. Die Spielthematik ist super. Daran braucht man nichts zu ändern. Aber die Protagonisten. Daher auch neue Jury. Reiner Calmund ist aber wieder dabei. Der ist einfach gesetzt für die Show. Der gehört für mich einfach dazu. Bei der Moderation ist das ein ziemlicher Bruch, aber Annie und ich verstehen uns einfach super. Ich bin guter Dinge, dass das richtig lustig wird.

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Also nicht alles neu, aber alles anders?

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Genau. Auf der einen Seite soll sich der Zuschauer zu Hause fühlen und auf der anderen Seite denken, es ist doch ein bisschen was Anderes. Das muss aber auch für mich so sein, weil wir sonst mit den Sprüchen im gleichen Fahrwasser wie damals gewesen. Das ist das Entscheidende, dass wir uns da alle ein bisschen neu erfinden.

Und mit Christian Rach und Mirja Boes gibt es gleich zwei neue Juroren…

Christian Rach habe ich selber rangeschleppt. Ich habe ihn hart bearbeitet und irgendwann hat er aufgegeben und gesagt: Okay, ich komme. Das finde ich klasse, weil das ein geiler Typ ist und wie Arsch auf Eimer in diese Jury passt. Und Mirja Boes ist sehr lustig, sehr spontan und sehr schnell im Kopf. Das ist jetzt eine Jury wie bei DSDS. Man kennt jeden und weiß, wer da sitzt. Das wird eine unheimlich geile Sendung.

Was macht die unveränderte Faszination für Kochshows aus?

Zum einen Protagonisten wie Tim Mälzer, Roland Trettl, Frank Rosin und Co. Das sind halt alles Typen, die als Köche auch im echten Leben stehen. Die meisten haben ein eigenes Restaurant und haben diese harte Kochschule hinter sich. Die sind authentisch und das merkt der Zuschauer. Zum anderen haben sich die Kochshows im Laufe der Jahre ja auch verändert. Man hat nicht mehr dieses klassische: „Ich zeige euch, wie man ein Wiener Schnitzel zubereitet und das dauert eine Viertelstunde. ..“ Es ist ja vielmehr Entertainment geworden und tierisch unterhaltsam. Am Ende nimmt man aber immer noch ein-zwei Tipps als Zuschauer mit.

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Was hat sich bei Ihrer Arbeit in den letzten zehn Jahren am meisten verändert?

Der ganze Social-Media-Kram, der dazugekommen ist. Das gab es am Anfang meiner TV-Karriere bzw. nicht in der Intensität. Finde ich persönlich so semi-spannend, aber ist heutzutage ja ein Musthave. (lacht). Die Kochshows haben sich verändert. Es sind große Entertainment-Shows geworden, die auf prominenten Sendeplätzen laufen. Früher gab es mittags oder nachmittags mal eine Kochshow im Fernsehen. Mit „Grill den Henssler“ laufen wir wieder in der Primetime gegen Schwergewichte wie „Tatort“ und die Blockbuster von ProSieben. Wir müssen uns die Zuschauer in diesem Markt wieder erkämpfen. Das ist kein Selbstgänger. Nur weil irgendwo steht, dass Henssler zurückkommt, schalten nicht automatisch zwei Millionen Leute ein. Diese Leute müssen wir uns erst mal wieder zurückholen.

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Von Thomas Kielhorn/RND