Starzplay-Krimiserie „Hightown“: Im tiefen Sumpf der Drogen

  • In der Krimiserie „Hightown“ gerät eine Wasserschutzpolizistin in einen Bandenkrieg.
  • Hier sind irgendwie alle Täter und Opfer zugleich – ganz gleich ob Polizisten oder Gangster.
  • Die Zutaten zu dieser Serie ergeben streckenweise richtig gute Unterhaltung mit Tiefgang.
Jan Freitag
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Es dauert bis zum Abspann der ersten von acht Folgen: Dann erst rückt die sonnendurchflutete Landschaft von Cape Cod, gefilmt aus der Vogelperspektive, ins Bild. Und doch ist die Halbinsel die heimliche Hauptdarstellerin dieser Krimiserie.

Wo Fischer seit Pilgertagen fette Beute machen und Homosexuelle ein liberales Partyasyl finden, setzt Starzplay eine angemessen kontrastreiche Plage biblischen Ausmaßes in Szene: Hier geht es um Drogen – nicht nur um Meth oder Koks, sondern um alles, was die USA von Alkohol bis Arzneien ruiniert.

Wasserschutzpolizistin Jackie steckt im Sumpf der Rauschgiftindustrie

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Wasserschutzpolizistin Jackie (Monica Raymund) steckt tief im Sumpf der Schmerz- und Rauschgiftindustrie. Doch erst als sie nach dem Fund eines ermordeten Spitzels in der Reha landet, wird sich der lesbische Realitätsflüchtling seiner Sorgen bewusst – und somit Teil eines Bandenkriegs, in dem auch der toughe Cop Ray (James Badge Dale) ermittelt.

Ob Polizei, Gangster, Big Business oder Kleinhandwerk: Alle sind in dieser Selbstbetäubungshölle irgendwie Opfer und Täter zugleich. Diese Unübersichtlichkeit ergibt streckenweise gute Unterhaltung mit Tiefgang.

„Hightown“, ab 16. Mai bei Starzplay, acht Episoden, von Rachel Morrison, mit Monica Raymund und James Badge Dale

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