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“Spiegel” stampft junges Angebot “bento” ein

Verlagshaus des "Spiegel" in Hamburg.

Hamburg. Der "Spiegel" stellt sein Web-Portal "bento" ein. Das 2015 gestartete journalistische Angebot für junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren soll im Herbst durch ein neues Produkt mit dem Arbeitstitel "Spiegel Start" abgelöst werden, wie der Verlag am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

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Themenschwerpunkte sollen demnach weiterhin News und Hintergründe zur Lebenswelt der U30-Zielgruppe und Entscheidungshilfen beim Übergang vom Studium in den Job sein. Während “bento” allerdings als eigenständiges Nachrichtenportal konzipiert war, soll “Spiegel Start” im Ressort Job & Karriere verankert werden.

Trotz großen Engagements der Redaktion und guter erster Jahre seien die wirtschaftlichen Aussichten für "bento" nicht mehr gut, sagte Stefan Ottlitz, Leiter der Produktentwicklung beim "Spiegel". "bento" als eigenständiges, rein werbefinanziertes Angebot mit großem Team sei - verstärkt durch die Erlösverluste in der Corona-Krise - nachhaltig in die Verlustzone geraten. 

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16 Redakteure betroffen

Eine Flankierung durch Pay-Modelle sei für “bento” nicht realistisch. Dagegen sei eine stärkere Verankerung des “Spiegels” in jungen Zielgruppen Teil der Unternehmensstrategie, was eine Neuausrichtung des U30-Angebots fordere.

Das neue Redaktionsteam soll sich eng mit anderen "Spiegel"-Ressorts koordinieren, wie es hieß. Geplant sei auch ein gedrucktes Supplement mit dem Titel "Spiegel Start", das schon mit der "bento"-Redaktion entwickelt worden sei und künftig vierteljährlich dem Nachrichtenmagazin beiliegen und zudem an Hochschulen verteilt werden solle.

Von der "bento"-Auflösung sind den Angaben zufolge 16 Redakteurinnen und Redakteure betroffen. "Spiegel Start" wird mit fünf neuen Arbeitsplätzen beginnen. Betriebsbedingte Kündigungen wolle die Geschäftsleitung gemeinsam mit dem Betriebsrat möglichst vermeiden, hieß es.

RND/epd

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