So geht es „Goodbye Deutschland“-Auswanderin Angela auf Sansibar

  • Hals über Kopf verließ die Münchner Friseurin Angela Wolf ihr altes Leben, um mit ihrer Urlaubsliebe, einem 15 Jahre jüngeren Massai, auf Sansibar zu leben.
  • Kann nicht gut gehen?
  • Eine neue Vox-Doku zeigte, wie es dem durch „Goodbye Deutschland“ bekannt gewordenen Paar heute geht.
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Liebe kennt keine Grenzen – und Gegensätze ziehen sich an! Wenn es darum geht, die Zuneigung zwischen sehr unterschiedlichen Menschen zu beschreiben, ist das Reservoir an wohlmeinenden Plattitüden fast unerschöpflich. Nach einer Ausstrahlung der Vox-Auswanderer-Doku „Goodbye Deutschland“ im Oktober 2019 waren jedoch auch die romantischsten Optimisten vor ein großes Rätsel gestellt: Das, was da zu sehen war, konnte eigentlich nicht gut gehen!

Gezeigt wurde, wie die damals 41-jährige Angela Wolf ihr Leben in ihrer Heimat München aufgab, um nach Sansibar auszuwandern. Auf der zu Tansania gehörenden Inselgruppe hatte sich die Friseurin im Urlaub in den 15 Jahre jüngeren Massai Paulo verliebt. Verständigen konnten sich die beiden nur mit Händen und Füßen. Doch Angela Wolf war sich nach dem Strandflirt sicher: Der 26-jährige Kuhhirte ist der Mann fürs Leben.

„Am allertollsten ist, dass er einen Löwen getötet hat“

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In der aktuellen Vox-Doku „Die wundervolle Welt der Liebe“ wurde der Fall, der das „Goodbye Deutschland“-Publikum seinerzeit aufgewühlt hat, nun nochmals aufgegriffen. Enthüllt wurde, wie es den beiden eineinhalb Jahre nach der Auswanderung geht. Für viele sicher eine Überraschung: Angela und Paulo haben inzwischen geheiratet und scheinen noch immer verliebt zu sein wie am ersten Tag. Bei der rituellen Hochzeitszeremonie wurde sogar eine Ziege geschlachtet, getrunken hat die Exil-Bayerin vom Blut aber nicht: „Da war ich dann raus.“

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Ansonsten fremdelt die gelernte Friseurin aber offenbar weder mit dem spartanischen Alltag auf Sansibar noch mit den Sitten und Gebräuchen. „Am allertollsten ist, dass er schon einen Löwen getötet hat.“ Erst dann gelten die Massai als bereit, eine Frau zu heiraten. „Das finde ich schon scharf, muss ich sagen.“

Reichlich Mut bewies die frühere Münchnerin auch selbst, wenn auch auf geschäftlichem Gebiet. Angela war von Anfang an wild entschlossen, alles Ersparte in den Erwerb eines Grundstücks zu stecken. „Worst Case wäre, dass ein Vertrag aufgesetzt wird, den ich nicht lesen kann, und dass ich’s kauf, und ich hab’s nicht“, grübelte die Deutsche. Aber nur kurz. Da für Ausländer hohe Steuern anfallen, ließ sie Paulo als Miteigentümer in den Kaufvertrag schreiben. Sie hat es nicht bereut. Auf dem Grundstück ist eine Urlaubslodge entstanden, die ersten Gäste waren schon da.

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Daniela Katzenberger hätte gewettet, dass es schiefgeht

Auch die Verständigung klappt inzwischen besser: „Die meisten Paare sprechen ja ganz viel am Anfang, und meistens ist nach sechs, sieben Jahren der Drops gelutscht und man schweigt sich an“, sagt Angela Wolf. „Wir haben quasi das Pferd von hinten aufgesattelt.“ Man kommuniziere in einem „Kauderwelsch“ aus Paulos Stammessprache sowie Bairisch und Englisch. „Es läuft super zwischen uns. Das kann man auch sehen.“

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Diese Erkenntnis bestätigten auch diverse Prominente, die diese ungewöhnliche Romanze in der neuen Vox-Dokumentation kommentierten. Darunter auch Daniela Katzenberger, die einst selbst bei „Goodbye Deutschland“ bekannt wurde. Katzenberger: „Das ist eine Story, da hätte ich meinen Ar... verwettet, dass es schiefgeht. Weil die so ungleich sind und die sich kopfüber in so was reingestürzt hat. Ich hoffe, dass die noch lang’ zusammen sind.“

RND/Teleschau

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