„sh.itslearning“: Lernplattform-Link gerät unfreiwillig komisch

  • Die Domain eines Lernmanagementsystems in Schleswig-Holstein trägt durch ihre Doppeldeutigkeit zur allgemeinen Belustigung bei.
  • Der alternative Linkname wäre allerdings auch nicht viel besser gewesen.
  • Überhaupt versteht das Bildungsministerium die ganze Aufregung nicht.
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Kiel. Der etwas zweideutige Internetlink zu einer Schulplattform sorgt in Schleswig-Holstein für Schmunzeln. „Dass man die Adresse auch als “Shit’s‘learning” lesen kann, mag für manche ein Schenkelklopfer sein, ist aber für den Erfolg des Projekts nicht von Belang“, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Sonntag. Zum 30. Oktober seien im Land bereits 260 Schulen sowie mehr als 125.000 Schüler und Lehrer an dieses System angeschlossen. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichtet.

Das Lernmanagementsystem selbst heißt „its learning“. Der Internetlink „Sh.itslearning“ für den Norden sei ein beschreibender Domainname als Kombination aus dem Landeskürzel SH und der Domain des Anbieters, sagte der Ministeriumssprecher. „SH als Landeskürzel ist Teil vieler “Namen” und Webseiten.“ Ziel sei eine leichte Erreichbarkeit einer Internetseite.

Auch der Name “schl.itslearning” war wohl im Rennen. “Das wäre aber auch nicht besser”, so der Ministeriumssprecher weiter zu den “Lübecker Nachrichten”. Der ganze Landesname in der Domain wäre aber schlicht zu lang gewesen.

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Ressortchefin Karin Prien kontert Kritik

Schleswig-Holsteins SPD-Landesvorsitzende und Bildungspolitikerin Serpil Midyatli twitterte am Sonntag, „der verunglückte Name für das neue Lernportal in Schleswig-Holstein ist irgendwie symptomatisch für die Performance der Bildungsministerin während der Pandemie“.

Ressortchefin Karin Prien (CDU) konterte wenig später, die Regierung habe in der Corona-Pandemie in Rekordzeit eine leistungsfähige Lernplattform eingeführt. Andere arbeiteten sich „an Pennälerhumor und der URL der Webseite eines Dienstleisters ab“.

RND/dpa

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