Serien-Tipps im Mai: So bunt kann die Streamingwelt sein

  • Das „Stream-Team“ widmet sich in diesem Monat dem Thema Diversität.
  • Diese habe sich die Streamingdienste nämlich dick auf die Fahne geschrieben.
  • Auch die Serien-Tipps im Mai sind vielfältig: vom Zombie-Horror bis zur Historienserie ist alles dabei.
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Hannover. Liebe Leserinnen und Leser,

Rassismus ist eine globale Seuche, gegen die keine Spritze hilft. Nicht erst nach dem grausamen Tod von George Floyd und der Black-Lives-Matter-Bewegung diskutiert der halbe Planet über Macht und Ohnmacht, über Vorurteile und strukturelle Gewalt.

„Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren“, hat Nelson Mandela einst gesagt. „Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben.“ Man kann nicht oft genug daran erinnern.

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Und hier kommt die Spaßindustrie ins Spiel: 100 Millionen Dollar will Netflix in Förderung von Talenten aus „unterrepräsentierten Gruppen“ investieren. Warum? Weil Netflix – laut einer Studie – noch Diversitätslücken aufweist.

Das Stream-Team Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. – jeden Monat neu.

Doch bereits in den kommenden Wochen knöpfen sich Sender und Streamer in gleich mehreren herausragenden Produktionen das Thema Rassismus vor. In der zehnteiligen Serie „The Underground Railroad“ bei Amazon Prime Video etwa zeichnet Barry Jenkins („Moonlight“) die Geschichte jenes heimlichen Rettungsnetzwerks nach, das bis 1862 schwarze Sklaven aus den US-Südstaaten in die Freiheit im Norden schleuste.

Die hochgelobte Dokumentation „Schwarze Adler“ beleuchtet die Rolle dunkelhäutiger Spieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Sie schildert eindringlich und schmerzhaft, wie Anthony Baffoe, Anthony Yeboah oder Gerald Asamoah den alltäglichen Rassismus in den Stadien und außerhalb erlebten – ein bitterer, wichtiger, starker Film, der im Juni im ZDF läuft und jetzt bereits bei Amazon Prime zu sehen ist. Und in „Them“ erzählt Serienschöpfer Little Marvin die Geschichte einer schwarzen Familie in der Nachkriegszeit mit düsterem Humor und Wut, brillant und bitter zugleich.

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„Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen“, lehrte Martin Luther King Jr. Es kann nicht schaden, wenn sich Fernsehmacher ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind – und ernste Anliegen mit leichtgängiger Unterhaltung kombinieren.

Doch auch jenseits des drängenden Rassismusproblems bringt der neue Monat ein pralles Angebot für die Freunde gehobener Unterhaltung.

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Worauf wir uns freuen

„Army of the Dead“: Zombie-Horror mit Matthias Schweighöfer

Omari Hardwick und Matthias Schweighöfer in „Army of the Dead“. © Quelle: CLAY ENOS/NETFLIX

„Viva Las Vegas!“, sang Elvis vor 57 Jahren den musikalischen Slogan zur Stadt des Glücksspiels. Das war einmal – jetzt regieren dort unglücklicherweise die Untoten. In „Army of the Dead“, dem neuen Schocker von „Justice League“-Regisseur Zack Snyder, bricht in der Zockercity eine Zombieepidemie aus. Gar nicht gut fürs Geschäft.

Horrorfilm trifft Heist-Movie. „Guardians of the Galaxy“-Star Dave Bautista will im Chaos die Casinos um Hunderte Millionen Dollar erleichtern. Unter seinen Söldnern: Matthias „the walking Matt“ Schweighöfer. „Oh Scheiße!“ sagt der im Trailer, denn diese Zombies sind anders – schnell, smart und organisiert. Öfter mal was Neues!

„Army of the Dead“, ab 21. Mai bei Netflix, 146 Minuten, Regie: Zack Snyder, mit Dave Bautista, Hiroyuki Sanada, Matthias Schweighöfer. Hier geht‘s zum Trailer.

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„Mare of Easttown“: Ein Hauch von „Twin Peaks“ mit Kate Winslet

Wie die Teenagerin Erin da liegt, hingeworfen auf die Steine im Fluss, macht ihr Tod den Zuschauer fassungslos. Und so verurteilt man schon mal – es ist doch ganz klar, wer der Täter ist. Aber dann klappt Geheimnis um Geheimnis auf in dieser Serie, und alles ist nicht nur ganz anders, alles wird auch immer schlimmer.

„Twin Peaks“ lässt grüßen – allerdings ohne die übernatürlichen Beigaben. Kate Winslet („Mildred Pierce“) ist in „Mare of Easttown“ die verhärmte Polizistin Marianne Sheenan, die in einem Städtchen, in dem jeder jeden kennt, Furchtbares ermitteln muss. Schon der Trailer verspricht besten Thrill und vor allem – ganz großes Schauspiel.

„Mare of Easttown“, ab. 21. Mai bei Sky, sieben Episoden, von Brad Ingelsby, Regie: Craig Zobel, mit Kate Winslet, Evan Peters, Jean Smart. Hier geht‘s zum Trailer.

„Star Wars: The Bad Batch“: Rambo goes Weltraum

Wow! Was da auf dem Luftfahrzeug zerbirst, in das die Kopfgeldjägerin Fennec Shand kracht, gleicht einem gelben Taxischild. Was irritiert, sind wir doch in der „Star Wars“-Galaxis – kurz nach den Klonkriegen, kurz nach Anakin Skywalkers Darth-Vader-Werdung. Ist da etwa ein irdischer Designer durch ein Wurmloch gefallen?

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Und: Action! Fünf coole Sonderklone von der Eliteeinheit 99 alias „The Bad Batch“ erleben rasante Abenteuer unter der soeben errichteten Diktatur des Imperators Palpatine. Der Look der Animation ist holzschnittartig wie in der erfolgreichen Vorgängerserie „Clone Wars“, die wehrhaften Söldner wirken wie Rambo goes Weltraum: Möge die Macht mit ihnen sein!

„Star Wars: The Bad Batch“ – erste Staffel, zehn Episoden, ab 4. Mai bei Disney+, von Dave Filoni, Animationsserie. Den Trailer gibt es hier.

„Jupiter‘s Legacy“: Generationenkonflikt unter Superhelden

„Jupiter's Legacy“ startet im Mai bei Netflix. © Quelle: STEVE WILKIE/NETFLIX © 2020

Eins ist Ehrensache: Hast du Superkräfte, verwendest du sie aufs Wohl der Menschheit. Sheldon Sampson alias The Utopian (Josh Dushamel) hat mit Bruder Brainwave (Ben Daniels) und Gattin Lady Liberty (Lesle Bibb) 90 Jahre lang Heldentaten vollbracht. Die Serie „Jupiter’s Legacy“ zeigt uns Superrentner, bereit, den Staffelstab an die Kinder zu übergeben.

Aber der Nachwuchs hat so seine Probleme mit den Alten, zu altbacken sind dem einen deren Werte, zu albern der anderen das Superheldenbrimborium. Der Generationenkonflikt verspricht spannend und komisch zugleich zu werden, zumal aus Mark Millars Feder auch die Comics „Kingsman“ und „Kick-Ass“ stammen.

„Jupiter’s Legacy“, erste Staffel, acht Episoden, ab 7. Mai bei Netflix, von Steven S. DeKnight, mit Josh Dushamel, Leslie Bibb. Hier geht‘s zum Trailer.

„The Underground Railroad“: Die Geschichte einer Sklavin

Eine Eisenbahn unter der Erde, die Schwarze rettet, sie aus dem Süden der Fron in den Norden der Freiheit schafft: Der Dichter Colson Whitehead hat das bis 1862 existierende Netzwerk der „Underground Railroad“ per Fantasie zu etwas Monumentalem erweitert, und Oscargewinner Barry Jenkins („Moonlight“) macht die Geschichte der Sklavin Cora (Thuso Mbedu) zur Historienserie. Große Bilder!

Cora leidet, flieht, findet zu sich selbst, und wird von ihrem Master (Joel Edgerton) verfolgt, der das Geheimnis derer, „die fliehen, und nie mehr zurückkehren“, ergründen will. 100.000 Sklaven sollen via „Railroad“ aus der Sklaverei befreit worden sein. Bravo, Amerika!

„The Underground Railroad“, zehn Episoden, ab 14. Mai bei Amazon Prime Video, von Barry Jenkins, mit Thuso Mbedu, Aaron Pierre, Joel Edgerton. Hier ist der Trailer zu sehen.

„Intergalactic“: Spannung im All

Gut für die Mafiosa Tula Quik, dass die unschuldig verurteilte Polizistin Ash (Savannah Steyn) Raumschiffe so souverän fliegen kann wie Han Solo. Nachdem bei Quiks Meuterei mitten im All dummerweise auch der Pilot des Gefangenentransportes erschossen wird, stellt sich nämlich die Frage, was Kontrolle über ein Schiff bedeutet, wenn keiner es manövrieren kann. Ash ist die Rettung für die Frauen.

Der Trailer zu Skys „Intergalactic“ ist rasant, die „Knackis“ scheinen härter noch als die in „Orange Is The New Black“ (Showrunnerin Julie Gearey ist im Thema, schrieb schon die Serien „Prisoners Wives“ und „Cuffs“). Ach ja – unappetitliche außerirdische Lebensformen gibt es auch.

„Intergalactic“, zehn Episoden, ab 6. Mai bei Sky, von Julie Gearey, mit Savannah Steyn, Imogen Daines, Natasha O‘Keeffe. Hier geht‘s zum Trailer.

„The Mopes“: Comedy mit Nora Tschirner

Nur Mat kann in der Serie „The Mopes“ Monika sehen, so wie einst allein James Stewart in „Mein Freund Harvey“ den Hasen Harvey sehen konnte. Nora Tschirner ist in der TNT-Comedy-Serie „The Mopes“ eine Depression – die erste mit Namen, die erste, die je sichtbar war. Und während Monika daran arbeitet, ihren „Kunden“, den Musiker (Roel Dirven) therapiereif zu tricksen, will Mat sie bloß loswerden. Wie, das irritiert seine Umgebung zutiefst.

Und vergnügt den Zuschauer außerordentlich. Der hier erstmals auch einer „posttraumatischen Belastungsstörung“ (Matthias Matschke) ansichtig wird. Ein „mope“ ist übrigens ein Trauerkloß – also jemand, der über „The Mopes“ nicht lachen kann.

„The Mopes“, sechs Episoden, ab 11. Mai bei TNT-Comedy bei Sky, von Ipek Zübert, Regie: Christian Zübert, mit Nora Tschirner, Roel Dirven. Zum Trailer geht es hier.

„The Woman in the Window“: Ein Mord gegenüber

Amy Adams spielt Anna Fox in „The Woman in the Window“. © Quelle: Melinda Sue Gordon / Netflix Inc.

Platzangst fesselt Anna Fox (Amy Adams) an ihre Wohnung. In „The Woman In The Window“ geht es ihr wie James Stewart in „Das Fenster zum Hof“: Sie sieht in der Wohnung gegenüber einen Mord. Aber alles, was sie zu dessen Aufklärung tut, lässt sie als überdreht erscheinen. Sogar die vermeintlich tote Nachbarin Jane taucht wieder auf – nur sieht sie jetzt nicht mehr aus wie Julianne Moore, sondern wie Jennifer Jason Leigh.

Joe Wright, Regisseur von „Abbitte“, „Stolz & Vorurteil“ und demnächst „Cyrano“ (mit „GoT“-Star Peter Dinklage als fechtendem Dichter) startet seinen Thriller nach nun schon zwei Corona-Verschiebungen sicherheitshalber bei Netflix.

„The Woman in the Window“, 100 Minuten, ab 14. Mai bei Netflix, Regie: Joe Wright, mit Amy Adams, Julianne Moore, Jennifer Jason Leigh.

„Cruella“: Die Vorgeschichte der bösen Dalmatiner-Frau

Film und Fernsehen zeigen gern das Vorleben von Bösewichten. Etwa wie die Jugend von „Psycho“-Killer Norman Bates verlief (in der Serie „Bates Motel“). Oder wie ein gedemütigter Mann schließlich zum „Joker“ – Batmans Erzfeind – wurde (im Film „Joker“). In „Cruella“ wird erzählt, wie ein Waisenmädchen aus London dazu kommt, Edelgarderobe aus den Pelzen netter Dalmatinerhunde schneidern zu wollen.

Emma Stone ( „La La Land“) spielt die ikonische Disney-Schurkin, der australische Regisseur Craig Gillespie hatte sein Händchen für schwierige Frauencharaktere schon im Eiskunstlaufdrama „Tonya“ bewiesen. Unter den Produzenten: Glenn Close, die die „Cruella“-Rolle 1996 gespielt hatte.

„Cruella“, 134 Minuten, ab 28. Mai bei Disney+ (VIP-Zugang), Regie: Craig Gillespie, mit Emma Stone, Emma Thompson.

Was wir gesehen haben

Hybris bis zur Insolvenz: „Die Wirecard Story“

Christoph Maria Herbst spielt Wirecard-Chef Markus Braun in der TV-Now-Verfilmung. © Quelle: TVNOW / Gordon Muehle

Wenn der Film die Wirklichkeit einholen will: Der Dokuthriller „Der große Fake – Die Wirecard Story“ ist ein Schnellschuss mit begrenztem Erkenntnisgewinn. Was überzeugend gezeigt wird, ist die Hybris der Finanzwelt. Übrigens ist der Film mittlerweile nur noch in einer geschnittenen Version bei TVNow zu sehen - ein Gericht hatte befunden, dass RTL mit dem Thriller „Vorverurteilung“ betreibe. Stefan Stosch konnte sich noch die lange Version anschauen.

Verheizte Eisbären: die Serie „Mirella Schulze rettet die Welt“

Eine Klimaschützerin hat’s schwer: In der witzigen Serie „Mirella Schulze rettet die Welt“ handelt sich die kompromisslose Protagonistin viel Ärger ein – ganz wie Greta Thunberg. Unsere Rezension.

Viele Verdächtige und ein Mann auf der Suche nach der Wahrheit: So gut ist „Wer hat Sara ermordet?“ auf Netflix

Seit Tagen hält sich „Wer hat Sara ermordet?“ an der Spitze der Netflix-Charts. Die mexikanische Thriller-Serie erzählt die Geschichte eines zu Unrecht verurteilten jungen Mannes, der den wahren Mörder seiner Schwester finden will. Absolut sehenswert, findet Lena Obschinsky.

Immer Ärger mit Harry – die Sci-Fi-Serie „Resident Alien“ bei Sky

Ein Außerirdischer sollte eigentlich nur mal schnell die Menschheit vernichten. Dabei stürzt er mit seinem Raumschiff ab, verliert seinen Apokalypsekoffer und lernt die Menschen näher kennen. Die Sky-Serie „Resident Alien“ mit Alan Tudyk in der Titelrolle des Aliens ist eine der witzigsten TV-Komödien der letzten Jahre, findet Matthias Halbig.

Mit Schirm, Charme und Frauenpower – die Serie „The Nevers“ bei Sky

Frauen mit seltsamen „Gaben“ haben es schwer in Königin Viktorias London. Das Patriarchat will sie in Joss Whedons Serie „The Nevers“ (Sky) in die Schranken weisen. Action, Science-Fiction und Witz in einer düstervergnüglichen Emanzipationsgeschichte mit Laura Donnelly und Ann Skelly. Unsere Rezension.

Ein paar Hippies mehr oder weniger? – Netflix zeigt die Thrillerserie „Die Schlange“

Ein Mörder aus Pragmatismus und Verachtung – „Looming Tower“-Star Tahar Rahin spielt die Titelrolle in der BBC-Serie „Die Schlange“, die derzeit bei Netflix zu sehen ist. Um ungehindert reisen zu können, tötete Charles Sobhraj in den Siebzigerjahren in Thailand kaltblütig Hippies. Ein leiser Thriller – gewidmet den Opfern. Matthias Halbig hat reingeschaut.

Doku „Framing Britney Spears“: Sexismus, Medienrummel und #FreeBritney

Die „New York Times“ hat mit „Framing Britney Spears“ eine spannende Doku über die Sängerin gedreht, die nun auf Amazon Prime zu sehen ist. Die Filmemacher legen dar, wie sexistisch Spears behandelt wurde und wie unfair ihre Vormundschaft ist. Doch wieder kann die Musikerin ihre Seite nicht darlegen – ein mulmiges Gefühl bleibt zurück, findet unsere Kollegin Alisha Mendgen.

Viel Licht, viel Schatten: Die Fantasysaga „Shadow and Bone“ bei Netflix

Ein Zarenreich wird durch eine wachsende Finsternis geteilt, in der schreckliche Ungeheuer fliegen, Und eine junge Außenseiterin soll mit unverhofften magischen Kräften die grausige Schattenflur zerstören. Jessie Mei Li spielt die Hauptrolle in „Shadow and Bone“, der Netflix-Verfilmung von Leigh Bardugos „Grisha“-Romanen. Zur Rezension.

Fun Facts, die uns gefallen

Das Wort „googlen“ wurde erstmals in der Vampirserie „Buffy“ benutzt. © Quelle: Matt Rourke/dpa

Das Internet und die sozialen Netzwerke haben uns in den vergangenen Jahrzehnten viele Wortneuschöpfungen beschert. Eine der aktuellsten dürfte wahrscheinlich die Formulierung „Lasst uns zoomen“ sein – angelehnt an den Videokonferenzdienst Zoom, der zu Beginn der Corona-Pandemie für Downloadrekorde sorgte. Ein paar Jahre zuvor kamen neue Verben wie „twittern“ in unser Leben oder neue Berufsbezeichnungen wie „Youtuber“ oder „Influencer“.

Sehr viel früher, genauer gesagt Anfang der 2000er-Jahre, erlebte die Suchmaschine Google einen Boom – und gleichzeitig hielt auch ein neues Verb Einzug in unseren Sprachgebrauch: googlen, oder auch googeln, wie der Duden vorschlägt. Wussten Sie eigentlich, wann dieses Verb erstmals in Film und Fernsehen genutzt wurde?

Die Antwort lautet: am 15. Oktober 2002. Und zwar in der vierten Folge der letzten Staffel der Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Herausgefunden hat das der Autor Charles Arthur für sein Buch „Digital Wars“. In der Szene wendet sich die Serienfigur Willow an die Vampirjägerin Buffy und fragt sie „Hast du sie schon gegooglet?“. Der Charakter Xander antwortet daraufhin, offenbar ohne zu wissen, was „googlen“ ist: „Sie ist 17!“. Willow erklärt: „Es ist eine Suchmaschine.“

Google soll das damals überhaupt nicht gefallen haben, das Unternehmen soll bei späteren Verwendungen des Begriffes sogar seine Anwälte eingeschaltet haben – den Begriff „googlen“ solle man nur dann verwenden, wenn auch tatsächlich diese Suchmaschine gemeint sei, heißt es in einem Blogbeitrag des Unternehmens. Gleichzeitig soll der Konkurrent Microsoft Serienmacher dafür bezahlt haben, dass Charaktere, etwa in „Gossip Girl“ den Begriff „bing it“ nutzen. Erfolgreich mit ihren Bestrebungen war am Ende keines der Unternehmen.

Was wir hinter den Kulissen erleben

George Robinson spielt in „Sex Education“ den Teenager Isaac, der im Rollstuhl sitzt. © Quelle: Netflix/Sam Taylor

Wir beenden unseren Streaming-Newsletter, wie wir ihn begonnen haben: mit den Bemühungen der Streamingdienste um mehr Diversität.

Matthias Schwarzer hat sich das Thema mal aus einer anderen Perspektive angeschaut, genauer gesagt am Beispiel einer Teenie-Kömodie. Vor 20 Jahren lachten Teenager über Sex-Trash-Komödien wie „American Pie“. Das Ensemble dieser Filme: fast ausschließlich weiß und heterosexuell.

Heute zeigt Netflix mit Serien wie „Sex Education“, dass es auch ganz anders geht. Die Serie, die sich einem ganz ähnlichen Thema widmet, ist unglaublich divers: Es gibt schwule Hauptfiguren, Rollstuhlfahrer, dicke und dünne Protagonisten, auch Themen wie Depressionen und Asexualität werden in der Teenie-Serie besprochen, und nichts davon wirkt aufgesetzt. Lesen Sie hier unseren Text über ein Paradebeispiel, wie Diversität auf dem Bildschirm aussehen kann.

Viel Spaß mit den neusten Produktionen wünscht Ihnen das Stream-Team:

Matthias Halbig, Lena Obschinsky, Imre Grimm und Matthias Schwarzer

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