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Science-Fiction-Epos „Foundation“: Wird die Serie so erfolgreich wie „Game of Thrones“ und „Star Wars“?

  • Um wenige TV-Produkte fand im Vorfeld so viel Geheimniskrämerei statt wie um Apples Science-Fiction-Serie „Foundation“.
  • Tatsächlich ist die Verfilmung des komplexen Isaac Asimov-Kosmos kein einfaches Unterfangen.
  • Kann das extrem hoch budgetierte Projekt dem Anspruch gerecht werden, für Apple TV+ das zu werden, was „Game of Thrones“ für HBO ist?
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David S. Goyer ist ein fröhlicher Mittfünfziger, Vater dreier Kinder, mit flächendeckend bunt tätowierten Armen. Für DC Comics hat der Mann aus Michigan 50 Ausgaben der „Justice Society of America“ erschaffen - aber er ist viel mehr als ein zeichnender Superhelden- und Science-Fiction-Nerd. Goyer weist als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur eine erstaunlich hohe Blockbuster-Dichte auf.

Mit den Nolan-Brüdern erschuf er als Autor die berühmte „Dark Knight“-Trilogie mit. Auch für Film-Reihen wie „Blade“ oder die Fernsehserie „Da Vinci‘s Demons“ ist er verantwortlich. Vor einigen Jahren beauftragte Apple Goyer mit einer Serienadaption von Isaac Asimovs komplexem Science-Fiction-Erzählkosmos „Foundation“, in dessen Zentrum drei Romane (1951-1953) stehen. Am 24. September erscheinen nun zwei Folgen der extrem hoch budgetierten Serie, die auf vielen Planeten und weit auseinander liegenden Zeitebenen spielt. Danach folgen acht weitere Episoden im Wochenrhythmus.

„Foundation“ dürfte bislang aufwendigste Serie von Apple TV+ sein

Tatsächlich verhängte Apple TV+ ein sogenanntes Embargo, das eine inhaltlich kritische Berichterstattung zur Serie bis zum Tag der Ausstrahlung untersagt. Immerhin wurden der Presse vorab sechs Folgen mit sehr unterschiedlichen Längen von 45 bis 68 Minuten zur Verfügung gestellt. Auch Trailer wurden bereits veröffentlicht, nach deren Ansicht man wohl bereits sagen kann: „Foundation“ dürfte die bislang aufwendigste Serie im Angebot von Apple TV+ sein.

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Showrunner Goyer verriet im Interview mit „Hollywood Reporter“, dass das Budget von zwei Folgen höher sei als das Budget mancher Blockbuster-Filme, die er bisher fürs Kino gemacht hätte. Weil der Erzählkosmos von „Foundation“ zahlreiche Romane und Kurzgeschichten umfasst, plant Goyer insgesamt acht Staffeln, um eines seiner liebsten Science-Fiction-Werke in Filmbilder zu verwandeln. Klar ist, „Foundation“ soll für Apple TV+ das werden, was „Game of Thrones“ für HBO und „Star Wars“ beziehungsweise „The Mandalorian“ für Disney ist. Auch, wenn ein solch hohes Ziel im Vorfeld nur kaum planbar ist.

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Worum geht es in „Foundation“?

Doch worum geht es in „Foundation“? In einer fernen Zukunft haben die Menschen viele Planeten der Galaxie besiedelt. Regiert wird das Galaktische Imperium von einer - den römischen Kaisern ähnelnden - „Familie“, in welcher der Imperator immer weiter geklont wird, sodass zeitgleich drei Versionen von ihm - ein Kind, ein jüngerer sowie ein älterer Mann - auf dem Thron sitzen. Der Mathematiker Dr. Hari Seldon (Jared Harris) sagt jedoch den bevorstehenden Untergang dieses Imperiums voraus. Gemeinsam mit einigen Getreuen, darunter die junge Gaal Dornick (Lou Llobell), versucht der Wissenschaftler, auf dem entfernten Planeten Terminus das Fundament für den Wiederaufbau der Zivilisation zu errichten.

„Foundation“ gilt als eines der einflussreichsten Werke des Science-Fiction-Literatur. Kein Geringerer als „Star Wars“-Erfinder George Lucas ließ sich Anfang der 70er von den „Foundation“-Welten für sein „Imperium“ samt „Krieg der Sterne“ inspirieren. Isaac Asimov wiederum nannte Edward Gibbons Geschichts-Klassiker „Verfall und Untergang des Römischen Imperiums“ als wichtigsten Einfluss seiner Saga.

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„Foundation“ startet nur acht Tage nach Kino-Blockbuster „Dune“

Interessanterweise startet „Foundation“ nur acht Tage nach Denis Villeneuve neuem Sci-Fi Kino-Blockbuster „Dune“. Hier wie da geht es um den aufwendig bebilderten Krieg unterschiedlicher Fraktionen in einer Zukunft, in der Menschen auf vielen Planeten wohnen. Beide Stoffe sind politisch-gesellschaftlich ambitioniert, die ihnen zugrunde liegenden Literaturklassiker gelten jedoch als extrem schwer verfilmbar.

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Goyer nennt im Interview mit „Hollywood Reporter“ Gründe dafür: „Die Story umspannt 1000 Jahre, die Charaktere wechseln und die Geschichten sind nicht sonderlich emotional. Es sind Bücher über Ideen und Konzepte. Ein großer Teil der Action passiert ‚off screen‘. Es war klar, dass dies in einer Fernsehserie nicht funktionieren würde.“ Goyer behalf sich eines Tricks: Etwa sechs Charaktere schaffen es, die Jahrhunderte und Jahrtausende zu überdauern. Vielleicht ist Klonen ja auch hier eine gute Lösung. Ob „Foundation“ tatsächlich das anvisierte Science-Fiction-Meisterwerk und für Apple ein Abonnenten-Magnet im Stile von „Star Wars“ und „Game of Thrones“ wird, kann aber wohl dennoch schon in diesem Leben beurteilt werden.

RND/Teleschau

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