Schutzwesten und Gasmasken: Reuters schützt Journalisten bei US-Wahl

  • Die Nachrichtenagentur Reuters geht bei der US-Wahl 2020 beim Schutz seiner Journalisten auf Nummer sicher.
  • Mit Schutzwesten, Gasmasken und Helmen soll ihre körperliche Unversehrtheit bei möglicher eskalierender Gewalt sichergestellt werden.
  • Die Kennzeichnung als Journalist schütze nicht mehr wie in früheren Zeiten, so der Chef der Nachrichtenagentur.
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Die Berichterstattung über die US-Wahl 2020 ist ein gefährlicher Job, wenn es nach der Nachrichtenagentur Reuters geht. Um seine Journalisten zu schützen, stattet sie diese mit Gasmasken, Helmen und Splitterschutzwesten aus, wie Chefredakteur Stephen Adler dem britischen Medienfachmagazin „Press Gazette“ mitteilte.

„Unsere Sorge um die Sicherheit der Journalisten in den USA ist beispiellos hoch“, so Adler. Nach seiner Beobachtung biete der Hinweis auf der Brust, Mitarbeiter eines Medienunternehmens zu sein, nicht mehr so viel Schutz wie in früheren Zeiten. Manchmal würden Journalisten zum Ziel, oder es werde die Tatsache ignoriert, dass es sich bei ihnen um Journalisten handelt.

Reuters-Teams in Minneapolis von Gummigeschossen getroffen

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Er hofft zwar, dass mögliche Proteste vor, während und nach der US-Wahl einigermaßen gewaltlos vonstatten gehen. Aber es sei genug darüber geredet worden, sodass sie jetzt super vorbereitet seien. „Es ist seltsam, darüber nachdenken zu müssen, in den USA im Falle von Wahlunruhen darauf zurückzugreifen“, sagte Adler weiter der „Press Gazette“.

Angesichts vermehrter Gewaltaufrufe und Warnungen vor Gewalt diverser Personen halte er es jedoch für ratsam, die Ausrüstung für den Fall bereitzuhalten, dass sie benötigt wird.

Im Sommer waren Dutzende US-Journalisten verletzt worden, als sie über Proteste im ganzen Land berichteten. Unter den Verletzten befanden sich unter anderem zwei Reuters-Fernsehteams, die bei der Berichterstattung über Unruhen in Minneapolis von Gummigeschossen getroffen wurden.

RND/ak

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