Schleichwerbevorwürfe: Bastian Schweinsteiger bleibt TV-Experte der ARD

  • Die ARD prüft Schleichwerbevorwürfe gegen Bastian Schweinsteiger.
  • Der aktuelle Ermittlungsstand: Offenbar wartet die Anstalt noch auf eine Antwort des EM-Experten.
  • Vorerst soll der 36-Jährige weiter für die ARD tätig sein.
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Köln. Nach Schleichwerbevorwürfen gegen Bastian Schweinsteiger wartet der zuständige WDR offenbar noch auf eine Antwort des EM-Experten. „Wir sind im Kontakt mit Bastian Schweinsteiger und seinem Management und haben um eine Stellungnahme zu dem Vorfall vom vergangenen Samstag gebeten“, erklärt eine Sprecherin auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). „Dabei haben wir sehr deutlich gemacht, dass die ARD gemäß ihrer Richtlinien keine Form von Schleichwerbung und nicht kenntlich gemachter Produktplatzierung ihrer Protagonist:innen duldet“, betont die Sprecherin.

Schweinsteiger solle aber weiterhin EM-Experte bleiben, so die Anstalt gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Demnach bleibe es zunächst bei der Ermahnung.

Werbepost für Uhrenhersteller

Bastian Schweinsteiger hatte am Samstag auf seinem Twitter-Profil einen offensichtlichen Werbepost für einen Uhrenhersteller abgesetzt. Ein Bild zeigt seinen Arm samt Uhr und eine Verlinkung des Unternehmens.

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Genau diese Uhr tauchte dann auch in der EM-Sendung der ARD auf. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, habe der Experte im Gegensatz zu früheren Spielen „das Mikro in die linke Hand“ genommen, „so dass die Uhr am linken Handgelenk in die Kamera blitzte“.

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Schweinsteiger äußert sich nicht

Die ARD erklärte daraufhin: „Die ARD-Übertragungen von der EURO 2020 unterliegen – wie alle unsere Programme – den ARD-Werberichtlinien, die jede Form von Schleichwerbung und nicht kenntlich gemachter Produktplatzierung ausschließen.“ Dass Schweinsteiger beim Spiel Ukraine gegen England eine Uhr trug „und in der Halbzeitpause ohne unsere Kenntnis bei Social Media einen Post im Rahmen einer bezahlten Werbepartnerschaft veröffentlichte, werden wir prüfen und bewerten“.

Bastian Schweinsteiger selbst hat sich auf RND-Anfrage bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der umstrittene Tweet allerdings ist inzwischen gelöscht.

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