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  • Schlag den Star: Ron Ringguth macht Witz über George Floyd - Kritik in sozialen Medien

“Schlag den Star”: Ron Ringguth äußert geschmacklosen Witz über George Floyd

  • Bei “Schlag den Star” liefern sich Sylvie Meis und Lilly Becker ein Duell.
  • Der Kommentator Ron Ringguth äußert im Laufe des Abends jedoch einen geschmacklosen Witz über den getöteten George Floyd.
  • Und löst damit eine Welle der Empörung in den sozialen Netzwerken aus.
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Bei “Schlag den Star” steht am Samstagabend ein Frauenduell an: Model Lilly Becker und Moderatorin Sylvie Meis kämpfen um den Gewinn von 100.000 Euro für den guten Zweck. Doch ein Kommentar von Ron Ringguth sorgt in den sozialen Netzwerken für Empörung.

Schon zu Beginn der Sendung setzt Lilly Becker eine eindeutige Botschaft. Sie zeigt sich solidarisch, indem sie das Motto der weltweiten Demonstrationen gegen Rassismus #BlackLivesMatter auf beide Arme geschrieben hat. Doch bei dem siebten Spiel des Abends kann sich Kommentator Ron Ringguth einen geschmacklosen Witz bezüglich der aktuellen Proteste nicht verkneifen.

Ringguth kommentiert mit dem Satz “I can’t breathe”

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Becker und Meis müssen in dem Spiel mit dem namen “Tinger” ein Kettenfahrzeug durch dicken Schlamm ziehen. Im Laufe des Wettkampfs beschlägt die Schutzbrille von Lilly Becker und sie ruft: “I can’t see!” (dt.: Ich kann nichts sehen!).

Ringguth entgegnet daraufhin: “Nicht ‘I can’t breathe’, sondern ‘I can’t see’.” Damit verweist der Kommentator auf die letzten Worte des getöteten Afroamerikaners George Floyd, der während seiner Festnahme durch einen hellhäutigen Polizisten acht Minuten und 46 Sekunden mit dem Knie im Nacken auf den Boden gedrückt wurde.

Twitter-Nutzer sind entsetzt über geschmacklosen Witz

In den sozialen Netzwerken lösten die Worte des Kommentators eine Welle der Empörung aus. Bei Twitter schreibt eine Nutzerin: “Nicht I can’t breathe, I can’t see. ProSieben, war das zur aktuellen Situation echt nötig?” Ein weiterer Nutzer kommentiert: “Und der dämlichste Kommentar 2020 geht an Ron Ringguth (...). Ist der bescheuert?” Einige Nutzer sehen Konsequenzen für den Moderator: “Was ist das denn für ein Sch***, den euer Kommentator da von sich lässt? Für den Spruch gehört der Mann gefeuert. Mindestens.”

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Ringguth entschuldigt sich noch in der Sendung

Bei einem der nächsten Spiele “Blamieren oder kassieren” wird den zwei Kandidatinnen auch eine Frage zu den aktuellen Protesten in den USA gestellt, die Lilly Becker sofort beantworten kann: Die Abkürzung “BLM” steht für das Motto auf ihren Armen “Black Lives Matter”. Ringguth kommt daraufhin auf seinen geschmacklosen Kommentar zu sprechen und entschuldigt sich: “Ich hab vorhin einen unpassenden Kommentar gemacht. Das ist im Eifer einer Live-Sendung passiert, das darf es aber nicht. Ich kann mich da nur noch mal ganz kurz entschuldigen. Das hat überhaupt nichts mit meiner Haltung zu tun.”

Der Kommentator äußert sich auch nochmal in einem öffentlichen Post bei Instagram zu den Vorwürfen: “An alle, die mich jetzt beschimpfen: Ich kann Euch verstehen. Danke aber auch für die vielen netten Nachrichten.”

Auch ProSieben reagierte sofort bei Twitter und betonte: “Dieser Satz, über den sich Twitter zu Recht aufregt, war leider sehr unnötig. Wir entschuldigen uns. Aufrichtig. Ein solcher Satz passt nicht zur Haltung von ProSieben.”

RND/al

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