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RND-Interview

Schauspieler Clemens Schick: „Sich aus dem Flugzeug zu stürzen ist der größte Adrenalinrausch“

Kommissar Xavi Bonet (Clemens Schick).

Clemens Schick (50) wurde in Tübingen geboren und war lange vor allem am Theater zu Hause, unter anderem am Schauspiel Hannover. In „Casino Royale“ (2006) verkörperte er Bonds Gegenspieler. 2011 drehte Schick an der Seite von Saralisa Volm den über Crowd­funding finanzierten Erotikkurzfilm „Hotel Desire“ mit echtem Sex. Sein Studium an der Berliner Schule für Schauspiel finanzierte er mit Nebenjobs als Landschaftsgärtner, Türsteher und Kellner. Er stand auch schon der US-Fotografin Nan Goldin in Paris Modell. Nun ist er im neuen „Barcelona-Krimi: Entführte Mädchen“ (Donnerstag, 4. August, 20.15 Uhr, ARD) zu sehen.

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Herr Schick, im neuen „Barcelona-Krimi“ spielen Sie wieder den auffällig tätowierten Kommissar Xavi Bonet. Sind die Tattoos alle echt?

Die Tattoos sind alle echt, ich habe sie sozusagen in die Rolle mitgebracht. Jedes hat seine eigene Geschichte, aber das wäre zu privat, wenn ich Ihnen die erzähle (lacht).

Xavi Bonet fixiert seine Gesprächspartner mit stechendem Blick – ist der Ihr Markenzeichen?

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Ein Markenzeichen ist etwas, was von außen an einen herangetragen wird, aber nichts mit meiner eigentlichen Arbeit als Schauspieler zu tun hat. Xavi Bonet schaut seine Gesprächspartner aber tatsächlich gerne sehr direkt an.

Wie gefällt Ihnen der Drehort Barcelona?

Barcelona ist eine faszinierende Stadt. Ich liebe eh Hafenstädte. Morgens renne ich oft sehr früh am Meer. Ich wohne aber nicht im Stadtzentrum, sondern etwas außerhalb in Poblenou. Das Zen­trum von Barcelona ist mir zu touristisch. Ich tue mich schwer damit, wenn Städte nur noch Kulisse sind. Ich liebe aber die Katalanen, deren Kultur. Ich bin immer sehr gerne dort.

Können Sie gut allein sein?

Oh ja, ich brauche das sogar. Ich sitze gerne allein in Bars oder Restaurants, mache mir meine Gedanken und beobachte die Leute. Ich war unlängst zu Dreharbeiten in London und habe dort 28-mal in Folge in einem Restaurant allein gegessen, was auch mit der Pandemie zu tun hatte, weil wir für uns sein sollten – wenn ich da im Restaurant ankam, hieß es immer: „Wieder allein auf der Terrasse?“ (lacht).

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Barcelona ist von Touristinnen und Touristen überlaufen – erschwert das die Dreharbeiten?

Nein, wir drehen auch selten an Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist Barcelona so groß – das geht sich aus. Ein Thema war eher, dass es in unseren Filmen keine Pandemie gab und wir deswegen immer darauf achten mussten, dass die Menschen, die im Hintergrund zu sehen sind, keine Masken tragen. Das war manchmal herausfordernd.

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Kommissar Bonet fährt wie Sie Motorrad. Machen Sie auch privat Ausflüge mit der Maschine?

Ich habe leider keine Maschine da unten. Aber ich gehe immer wieder nach Empuriabrava, was etwa zwei Stunden von Barcelona Richtung Frankreich am Meer ist, zum Skydiven. Sich aus 5000 Metern aus dem Flugzeug zu stürzen, sich fallen zu lassen ist der größte Adrenalinrausch, den es gibt, das ist wunderschön und furchtbar zugleich. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal in seinem Leben einen Tandemsprung zu machen.

Sie sind dieses Jahr 50 geworden. Haben Sie eine Bilanz gezogen?

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Ich denke zwar viel über das Leben nach, aber so etwas wie eine Bilanz habe ich noch nicht gezogen. Mein Blick geht nach vorne, ich will noch so viel erleben und ausprobieren. Ich habe gerade mein erstes Drehbuch geschrieben, will künftig auch Regie führen, ich will noch so viele Geschichten erzählen.

Sie sind als Sohn eines Staatsanwalts aufgewachsen. Schaut sich Ihr Vater die „Barcelona-Krimis“ an?

Er schaut sich alles an, was ich mache, ob Theater oder Film.

Ist er stolz auf Sie?

Gute Frage – ich glaube schon.

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