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Sarah Engels: „Wenn ich mir Sorgen um meine Kinder mache, kann ich auch mal zur Furie werden“

Sängerin Sarah Engels spielt in dem Sat.1-Film ihre erste Hauptrolle.

Sie spielen in „Die Tänzerin und der Gangster – Liebe auf Umwegen“ die alleinerziehende Mutter Toni, die im Theater tanzt und singt – da gibt es einige Parallelen zu Ihnen. Hat das Ihnen das Einfühlen in Ihre erste Hauptrolle einfacher gemacht?

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Ja, das Hineinversetzen in die Rolle hat schon viel ausgemacht. Es war trotzdem eine große Herausforderung, weil es meine erste Hauptrolle war und ich im schauspielerischen Bereich zuvor nicht allzu viele Erfahrungen gemacht habe bis auf natürlich meine Auftritte bei „Das Traumschiff“, da konnte ich schon erste, tolle Erfahrungen sammeln.

Wie haben Sie sich vorbereitet? Hatten Sie einen extra Coach?

Ja, ich hatte jemanden, der mich intensiv angeleitet und unterstützt hat.

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Wäre es für Sie eine Option, noch mal auf eine Schauspielschule zu gehen?

Prinzipiell finde ich das sehr spannend, aber zeitlich würde das gerade nicht in mein Leben passen. Dann könnte ich nichts anderes mehr machen.

Wie sehen dann Ihre schauspielerischen Pläne für die Zukunft aus?

Wenn mir eine tolle Rolle angeboten wird und das in dem Moment passt, fände ich das sehr spannend. Aber ich mache auch so viele andere, tolle Dinge, auf die ich nicht verzichten möchte.

Quereinsteiger und ‑einsteigerinnen aus Musik oder Moderation werden von gelernten Schauspielern und Schauspielerinnen auch gern mal für ihre Leistungen kritisiert. Machen Sie sich Sorgen, dass das bei Ihnen auch ein Thema wird?

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Es wird vielleicht auch negative Kritik geben, damit muss man rechnen, aber ich hoffe, dass der Film zum größten Teil gut bei den Zuschauern ankommt und im Optimalfall gesagt wird: „Man merkt gar nicht, dass Sarah noch keine allzu große Erfahrung im Bereich Schauspiel hat.“ Das wäre mein Wunsch.

Ihre Filmfigur Antonia sagt im Film: „Es fühlt sich jedes Mal so an, als würde ich das erste Mal auf der Bühne stehen.“ Wie ist das bei Ihnen?

Ich würde mir wünschen, dass sich jedes Mal auf der Bühne wie das erste Mal anfühlen würde. Man ist zwar jedes Mal aufgeregt und bereitet sich neu vor, aber natürlich bekommt man irgendwann eine gewisse Sicherheit und Routine.

Wäre das nicht viel zu aufregend, wenn es jedes Mal wie beim ersten Mal wäre?

Nein, ich mag diesen Nervenkitzel. In dem Moment, in dem es losgeht, ist es ganz aufregend und ich würde am liebsten wegrennen, aber im Endeffekt ist es ein ganz tolles Gefühl.

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Antonia will nach dem Tod ihres Partners zunächst nicht mehr auf die Bühne und singen. Gibt es etwas, das Sie vom Singen und Auftreten abbringen könnte?

Toni ist ja auch Mutter, und man merkt schon, dass sie eine richtige Löwenmama und Kämpferin ist. Wenn es um meine Kinder geht, würde ich auch alles opfern.

Antonia verteidigt ihre Tochter im Film auch mal wie eine Furie, wenn sie Gefahr wittert. Wie reagieren Sie in solchen Situationen? Würden Sie sich auch so sehen?

Klar, jede Mama wird das kennen. Man möchte seine Kinder beschützen, und da darf ihnen nichts und niemand zu nahe treten. Wenn ich mir Sorgen um meine Kinder mache, kann ich auch mal zur Furie werden.

Wird man Ihrer Meinung nach als Mutter auch mutiger? Antonia stellt sich da ja auch Kriminellen entgegen, die doch recht bedrohlich sind.

Wenn es um die eigenen Kinder geht, macht man sich gar nicht so viele Gedanken über seine Ängste oder Hemmungen. Da reagiert und handelt man einfach, weil man das Beste für seine Kinder will, selbst wenn man am Ende merkt, dass man ein bisschen überreagiert hat.

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Nicht mehr auf die Bühne zu gehen ist Antonias Umgang mit der Trauer. Wie gehen Sie mit Trauer um?

Ich esse ganz viele Süßigkeiten. (lacht) Aber Toni ist auch in dem Moment, als sie glaubte, alles zu verlieren, auf die Bühne gegangen und hat umso mehr Gas gegeben. Es ist ja oft so, dass man in traurigen oder schlechten Momenten eine extreme Motivation und einen Kampfgeist entwickelt und über sich hinauswächst.

Kennen Sie das auch?

Bei mir kann das in beide Richtungen gehen. Zum einen kann ich Wut und Trauer so auch verarbeiten und herauslassen, was für die Bühne gut sein kann. Ich hatte aber auch schon Momente, in denen ich mich ausgelaugt gefühlt habe, und da ging dann nichts mehr.

Während des Drehs waren Sie schon schwanger, im Film sind Sie es nicht. Wie haben Sie das kaschiert?

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Ich kenne den Film ja schon und muss sagen: Man sieht schon das eine oder andere Mal, dass sich da ein kleines Bäuchlein versteckt. Wir hatten tolle Kostümdamen, die super Tricks hatten, den Bauch so gut es ging zu kaschieren. Aber viel mehr hatte ich in der Zeit eigentlich mit der Übelkeit zu kämpfen.

Antonias Tochter will ihre Mutter gern verkuppeln und hat dafür Tom ausgesucht, den sie gern mag. Wie wichtig war es Ihnen damals, dass Alessio Ihren neuen Partner Julian mag?

Das ist einer der wichtigsten Punkte für mich. Bei uns kann es schöner nicht sein, es ist wie in einem Bilderbuch. Es ist genauso, wie man es sich wünscht. Man sagt ja auch oft: Wenn die Mama glücklich ist, sind die Kinder auch glücklich. Und so ist es bei uns.

Hatten Sie vor dem Kennenlernen der beiden Sorge, dass es nicht passt?

Alessio und ich sind uns sehr ähnlich. Wir sind beides Menschen, die sehr offen und herzlich sind. Ich hatte keine Bedenken, dass er nicht mit Julian zurechtkommt.

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Sie haben nun vor Kurzem Ihr zweites Kind bekommen. Was war bei dieser Schwangerschaft anders als bei der ersten? Waren Sie gelassener?

Jede Schwangerschaft ist unterschiedlich. Ich hatte diesmal sehr stark mit Schwangerschaftsübelkeit zu kämpfen, das hatte ich in meiner ersten Schwangerschaft überhaupt nicht. Aber ich war damals auch sechs Jahre jünger. Ich habe die Schwangerschaft jetzt viel intensiver wahrgenommen und auch mehr genossen, aber auf der anderen Seite werden wir auch ängstlicher, je älter wir werden. Es gab viele Dinge, über die ich mir vor sechs Jahren noch gar keine Gedanken gemacht und mit denen ich mich jetzt viel mehr beschäftigt habe.

Wollen Sie sich jetzt erst mal eine längere Auszeit nehmen?

Natürlich liegt der Fokus erst mal bei der Kleinen. Wir müssen uns erst mal einleben, die kleine Maus muss ankommen. Alles Weitere wird sich ergeben. Ich arbeite gerne und bin auch fleißig und ehrgeizig, aber wann ich wieder so richtig einsteige, wird mein Bauchgefühl entscheiden. Es kommt auch immer darauf an, um was es geht. Von zu Hause aus kann ich theoretisch auch arbeiten, das wird schon eher passieren als dass ich momentan für einen Job verreisen muss oder auf die Bühne gehe.

Ihren Sohn Alessio und Ihr Familienleben zeigen Sie immer wieder in den sozialen Medien. Werden Sie Ihre neugeborene Tochter auch häufiger zeigen?

Ich gebe zwar viel von meinem Privatleben preis, aber es gibt auch viele Dinge, über die ich nicht spreche und die privat bleiben. Ich gehe da immer stark nach meinem Bauchgefühl. Das wird bei meiner Tochter auch so sein.

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