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  • Sandra Maischberger verteidigt Rassismus-Talk: Kritik basiere auf "falschen Fakten"

Sandra Maischberger zu Vorwürfen: “Das ist eine Unterstellung und schlicht falsch”

  • Die Gästeauswahl in der vergangenen Maischberger-Sendung hat für große Kritik gesorgt.
  • Jetzt äußert sich die Journalistin höchstpersönlich dazu.
  • Sie spricht von einem Kommunikationsfehler – die Kritik selbst allerdings basiere “auf falschen Fakten”.
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Köln. Die ARD-Talkshow “Maischberger” hat in dieser Woche für herbe Kritik gesorgt. Grund war die Gästeauswahl: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), ARD-Börsenexpertin Anja Kohl, Moderator Dirk Steffens, Kolumnist Jan Fleischhauer und Virologin Helga Rübsamen-Schaeff sollten diverse Themen besprechen, darunter aber auch den Rassismus und die Polizeigewalt in den USA. Das Problem: Alle fünf Gäste sind weiß.

In einem Interview mit dem Medienmagazin “DWDL.de” meldet sich Sandra Maischberger nun höchstpersönlich zu Wort. Die Kritik an der Sendung habe sie “überrascht”, weil sie “auf falschen Fakten basiere”, so die Journalistin.

“Die fünf Menschen, die kommuniziert wurden, waren (...) in erster Linie nicht zu diesem Thema eingeladen. Außenminister Heiko Maas war zur Aufhebung der Reisewarnung eingeladen, die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff zum Stand der Corona-Forschung. Und mit den drei Journalistinnen und Journalisten sollte es um das Konjunkturpaket der Bundesregierung gehen – das sollte unter Wirtschaftsaspekten mit Anja Kohl, unter Umweltgesichtspunkten mit Dirk Steffens und zu politischen Fragen mit Jan Fleischhauer diskutiert werden”, so Maischberger.

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“Kommunikationsfehler”

“Das war also ein Fehler in der Kommunikation, das muss man klar sagen. Dazu kommt, dass die Gästeliste zu diesem Zeitpunkt nicht vollständig war.” Man habe am Wochenende damit begonnen, nach Gesprächspartnern für die Rassismusthematik zu suchen. “Daraufhin bekamen wir unter anderem einen Hinweis auf Priscilla Layne, die uns aufgrund ihres Forschungsschwerpunkts empfohlen wurde. Es ist also eine Unterstellung, dass wir mit ihrer Einladung auf die Kritik reagiert hätten. Das ist schlicht falsch.”

Video
US-Professorin Layne: “Maischbergers Redaktion hat mich erst am Dienstagnachmittag kontaktiert”
5:43 min
Die US-amerikanische Professorin Priscilla Layne wird in Sandra Maischbergers Talk zugeschaltet - und kritisiert die Gästeauswahl scharf.  © RND
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Die Kritik an der Kommunikation könne die Moderatorin aber nachvollziehen. Auf Kritik aus dem Netz reagierte die Redaktion unter anderem mit “Lasst uns doch alle erst mal die Sendung anschauen und anschließend gerne weiterdiskutieren. Machen wir das so?” – es folgte ein Zwinkersmiley.

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“Das war ein Fehler, keine Frage”

“Das war ein Fehler, keine Frage”, bewertet Maischberger die Reaktion. “Das würden wir so heute nicht mehr machen. Es war der Versuch, darauf hinzuweisen, dass wir mit der Sendungsrecherche noch nicht fertig sind.”

Die Sendung sei immer erst dann fertig besetzt, wenn sie beginne. “Manchmal wundere ich mich darüber, dass wir inzwischen dazu übergangen sind, eine Sendung nicht erst zu kritisieren, wenn sie stattgefunden hat, sondern schon die Gästeliste im Vorfeld – auch dann, wenn unsere redaktionelle Arbeit noch gar nicht abgeschlossen ist. Das passiert bedauerlicherweise immer häufiger”, so Maischberger.

RND/msc


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