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RTL-Spezial „Angriff auf unsere Kinder“: Experiment offenbart, wie Pädokriminelle im Netz nach Opfern suchen

  • In einer Sendung am Montagabend ging der TV-Sender RTL ein ernstes Thema an: sexuelle Gewalt an Kindern im Netz.
  • Sie schickten 20-jährige Lockvögel, die aber jünger aussahen, in Videochats mit Erwachsenen.
  • Das Experiment offenbarte, wie Sextäter sich im Internet an ihre Opfer ranmachen – und sie auch in der realen Welt missbrauchen wollen.
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Der Fernsehsender RTL thematisierte am Montagabend die Gefahr für Kinder im Netz: Das von Steffen Hallaschka moderierte Special „Angriff auf unsere Kinder“ widmete sich dem Thema „Cyber-Grooming“, also wie Sexualstraftäter im Internet nach minderjährigen Opfern suchen. In einem Experiment begaben sich Lockvögel in den Chatraum Knuddels mit Erwachsenen: Sie nannten sich Hanna, Lea und Paul, setzten sich in Kinderzimmer und täuschten vor, erst zwölf Jahre alt zu sein.

Mann wollte sich mit Zwölfjähriger treffen

Wie in der Dokumentation zu sehen war, schrieben die Pädokriminellen den Lockvögeln Komplimente und versuchten, sie direkt auf andere Chatplattformen oder in einen Videocall zu locken. „Hanna“ traf auf einen Mann, der erklärte, er würde sich öfter mit jungen Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren treffen. Auch mit ihr wollte er sich treffen und seinen 33-jährigen Freund mitbringen. Er kündigte an, dass beide nicht angezogen sein würden – im Videochat entblößte er sich.

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Doch nicht nur bei Knuddels mussten die Lockvögel feststellen, dass Sextäter in Chaträumen gezielt Opfer suchen. Auch auf der Verkaufsplattform Ebay-Kleinanzeigen sind demnach Sextäter aktiv. So stellten die Lockvögel ein Inserat ins Netz, in dem eine Zwölfjährige Babysitting anbot. Ein Nutzer wollte 2500 Euro für Fotos des Kindes zahlen. Ein anderer fragte das fiktive Mädchen, was sie für 600 Euro im Monat machen würde. Alle drei Lockvögel bekamen innerhalb von drei Tagen mehr als 500 übergriffige und sexualisierte Nachrichten.

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Ermittlungen gegen 20 Männer

Hallaschka stellte in dem Spezial fest: „Es war absolut erschreckend, wie zahlreich die Übergriffe im Chat waren und wie zielstrebig die Täter dabei vorgegangen sind.“ Viele der Männer hätten keinen Zweifel daran gelassen, dass ihre sexuellen Übergriffe im Netz häufig auch eine Fortsetzung im realen Leben fänden.

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Mittlerweile wird auch gegen 20 Männer ermittelt, so RTL. Sie konnten wegen des Experiments identifiziert werden.

RND/am

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