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„Rosins Restaurants“ bei Kabel Eins

Frank Rosin kocht vor Wut: „Das Krasseste, das ich je erlebt habe!“

Vorsicht vor Doros Frikadellen: „Wenn ich ’nem Schwein in den Arsch beiße – so schmeckt das!", findet Frank Rosin.

TV-Star-Koch Frank Rosin kann deutliche Komplimente machen: „Wenn ich ‘nem Schwein in den Arsch beiße – so schmeckt das!“ Aber der raubeinige Restaurantberater meint es doch nur gut. So wie mit der gelernten Pferdewirtin Doro, die in Dortmund das Tennisklub-Restaurant mit dem einfallsreichen Namen Gaststätte betreibt und dabei auf ganzer Linie versagt. Damit sie ihre Rechnungen bezahlen kann, geht die 46-Jährige nachts noch putzen. „Manchmal weine ich, weil ich so kraftlos bin“, erklärte sie dem TV-Team. Frank Rosin zwischen Tränen, Trösten und Tritten in den Allerwertesten ...

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Zuerst war die Freude groß, als der Fernsehkoch in der Gaststätte auftauchte. Doch das legte sich schnell: 25 Testesser, eine Stunde Zeit – so lautete der Auftrag. Und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Frank Rosin beobachtete mit Schrecken: „Fertigsoße?“ „Ich kriege den Geschmack nicht hin!“, rechtfertigte sich Doro. „Dann schreib nicht hausgemacht!“ Das Probieren gewöhnte er sich nach der „Schweinearsch“-Frikadelle schnell ab. Als Doro schließlich ein Stück Fleisch malträtierte, platzte Rosin endgültig der Kragen: „Da ist doch noch die Riesensehne drauf, das ist nicht kaubar! Warum kann ich diesen Job nicht mit Respekt angehen? Dieses ‚Oh, das kann doch jeder!‘ – das geht mir so auf die Nerven! Ich kann es nicht mehr ertragen!“, wimmerte er fast schon.

„Die haben keine Ahnung von kochen!“ – „Du auch nicht!“

Doch damit nicht genug. Obwohl Sohn Benjamin, Hotelfachmann in Ausbildung, bereitstand, ließ es sich Doro nicht nehmen, auch noch die Bestellungen selbst aufzunehmen. Dabei musste sie ihren Testessern gestehen: „Die Vorspeise fällt aus!“ Die nahmen es mit Humor: „Das Schlimmste, was passieren kann, dass jetzt die Ansage kommt, dass auch die Hauptspeise ausfällt!“

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Nicht ganz: Nach einer geschlagenen Stunde hatten die ersten Gäste ihr Essen. In der Küche wurde unterdessen übel geflucht – auf Polnisch. Doch: „Ich weiß, was das heißt!“, ließ Rosin die gebürtige Polin verstummen, die „am liebsten weglaufen“ würde. „Warum lässt du dir nicht helfen?“, wollte der TV-Koch wissen, denn neben Benjamin war auch Lebensgefährte Darius anwesend. „Die haben keine Ahnung von kochen!“ – „Du auch nicht!“

„Vegetarische“ Variante mit Speck

Das Testessen war schließlich ein Reinfall auf ganzer Linie. Die Gäste merkten sofort, dass Soße und Dressing gekauft waren. Die Bratkartoffeln waren überdies noch verbrannt, und es gab eine „vegetarische“ Variante mit Speck. Doro musste erst mal an die frische Luft ...

„Sie ist fix und fertig, tut mir auch echt leid“, verkündete Rosin, der sie draußen in den Arm nahm. „Dass du ‘ne tolle Frau bist und nur das Beste willst, das glaube ich dir sofort. Aber das bringt uns jetzt erst mal nicht weiter“, redete Rosin Doro ins Gewissen. „Und nicht weinen!“ Der Kamera verriet er dann noch: „Obwohl: Mir wäre auch zum Weinen zumute. Das ist kulinarisch die krasseste Nummer, die ich je erlebt habe.“

Wenn die Wahrheit wehtut ...

Die Sternebewertung der Testesser sparte man sich für den nächsten Tag auf. Zweieinhalb Sterne gab es, aber: „Den halben geb‘ ich euch nicht!“, erklärte Frank Rosin streng. „Für mich waren das nicht mal zwei Sterne. Was ich gestern gesehen habe, ist für mich erst mal hoffnungslos. Fakt ist: So kann das nicht weiter betrieben werden.“ Ein erneuter Tiefschlag für Doro. Doch Rosin legte den Finger noch tiefer in die Wunde: „Du behandelst deinen Wunsch jeden Tag mit einem Arschtritt! Kümmer dich doch mal darum! Nein, du gehst abends putzen!“

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Das war zu viel für die Gaststätten-Betreiberin. Sie suchte schluchzend das Weite, während Lebensgefährte Darius und Sohn Benjamin betreten dreinschauten. „Ich weiß, ich provozier’ das jetzt, aber wir müssen das jetzt provozieren“, erklärte sich der Starkoch. „Ich bin hier als Berater. Dass sie weint, tut mir leid, aber sie muss zu der Erkenntnis kommen.“ Benjamin stimmte ihm zu: „Es sind harte Worte, aber es ist die Wahrheit – und sie muss es irgendwann verstehen.“

Immer Ärger mit den Frikadellen ...

Wenig später sah die Welt schon wieder besser aus: Ausstatter Flo brachte Doros Küche auf Vordermann, während Rosin selbst mit der ungelernten Gastronomin ein paar Rezepte übte. Schließlich sorgte er auch noch für eine Aussprache mit Sohn Benjamin, denn die Kommunikation in der Familie stimmte ganz und gar nicht: „Es kann ja nicht sein, dass dein Sohn etwas sagt, und du das nicht wahrnimmst, weil ganz viel von dem, was er sagt, stimmt ja auch.“

Bislang wollte Doro aber Ratschläge von dem Hotelazubi nicht annehmen. „Ich bin so erzogen. Meine Mama hatte nicht so viel Kontakt mit mir. Mein Papa hat sich umgebracht“, gestand sie. „Es ist schwer für mich, über Gefühle zu sprechen. Es tut mir leid für die Kinder.“ Frank war beeindruckt von Doros Ehrlichkeit: „Wie unfassbar blockiert sie ist – nicht nur als Köchin, sondern als Mensch.“

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Am Finaltag musste der Profi dennoch wieder schimpfen: Denn Doro legte Frikadellen in Schnitzelfett. Frank Rosin am Rande des Nervenzusammenbruchs: „Ich kann das nicht! Ich kann das nicht ... Was machst du denn da?“, schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Doro schluchzte wieder: „Ständig gibt‘s was zu meckern.“ – „Du bist ‘ne Chaos-Queen, du produzierst Chaos, weil du dir den Plan nicht aneignest! Hätte ich da heute nicht geholfen, wäre das so was von gegen die Wand gefahren!“ Die Testesser merkten von dem Chaos wenig – ihnen schmeckte es zum Glück. Aber Rosin kannte die Wahrheit: „Das ist ein langer Weg, und der beginnt jetzt ...“

RND/Teleschau

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