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Alles nur wegen Corona? Frank Rosin holt Koch auf den Boden der Tatsachen

  • „Wäre Corona nicht, wäre ich schon einer der Bekanntesten hier im Umkreis …“
  • An Selbstbewusstsein mangelte es KC-Kitchen-Besitzer Kahraman Celik nicht – dafür an so ziemlich allem anderen.
  • In der Auftaktfolge der neuen Staffel von „Rosins Restaurants“ (Kabel 1) wäscht ihm Frank Rosin den Kopf.
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Große Klappe, nix dahinter – das begegnet einem in der Kabel-1-Dokusoap „Rosins Restaurants“ immer mal wieder. Auch der Pfullendorfer Kahraman Celik (45) und sein Sohn Erdem (18), den der Papa zum (ungelernten) Restaurantleiter und Teilhaber gemacht hat („Erdem ist das Herz dieses Ladens“), waren in der ersten Folge der neuen Staffel so voll des Eigenlobes, dass man sich als Zuschauer fragte, warum sie eigentlich die Hilfe von Frank Rosin (54) benötigten.

Das wurde allerdings schneller klar, als den Celiks lieb war. Erst im Juni 2020 hatten sie das Lokal KC Kitchen eröffnet, und dass die Zeiten für Gastronomen derzeit alles andere als rosig sind, lässt sich nicht leugnen. Trotzdem: Dass das aktuelle Liefer- und To-go-Geschäft so schleppend lief, lag nicht ausschließlich an Corona, wie sich zeigte.

Mit den angebotenen Burgern konnte man nicht punkten, die schmeckten Frank Rosin zufolge nach „Kühlschrank“. Die Flammkuchen waren dagegen okay, „Flammkuchen kann mein siebenjähriger Sohn aber auch“; immerhin die Gulaschsuppe schmeckte sogar „spitze“. Insgesamt, man erkennt es vielleicht schon an dieser Speisenauswahl, fehlte dem Restaurant die „kulinarische Idee“. Das Ganze sei, so Frank Rosin, wie „ein Kuss ohne Liebe“.

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Frank Rosin warnt vor Selbstüberschätzung: „Ihr wisst nicht, was ihr tut“

Kahraman war ob der deutlichen Kritik gekränkt und hielt auch wenig von Rosins Vorschlag, aus KC Kitchen ein türkisches Restaurant zu machen, um mehr Authentizität in den Laden zu bringen: „Ich bin ein deutscher Koch.“ Kann man ihm grundsätzlich nicht verdenken, schließlich ist auch nicht jeder Hans Müller ein Fan von Schweinebraten mit Sauerkraut. Doch auch bei den Testessern war mitunter zu hören, dass man sich eigentlich auf traditionelle türkische Küche gefreut hätte. Immerhin drei von fünf Sternen waren die ausgelieferten oder abgeholten Speisen den Prüfern dennoch wert, sicher auch wegen des durchweg freundlichen Servicepersonals.

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Dass diese mittelmäßigen drei Sterne von Kahraman, seiner Frau Özlem (38) sowie Erdem aber über Gebühr bejubelt wurden und man glaubte, die fünf nun bald erreichen zu können, ließ Frank Rosin die Hände vors Gesicht schlagen. Verbal seien sie ganz groß, aber: „Ihr wisst nicht, was ihr tut!“

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„Rosins Restaurants“: gemeiner Fehlgriff nach den Sternen

Es galt, dem Lokal einen einzigartigen Charakter zu verpassen, und glücklicherweise zeigte Kahraman sich offen für Rosins Idee einer europäischen Küche mit türkischen Elementen, etwa badische Spätzle mit orientalischem Auberginenhack. Beim gemeinsamen Kochen kam er auf gute Ideen. „Ein deutscher Koch mit türkischen Wurzeln macht eine kulinarische Reise durch Europa“, fasste Kahraman das Konzept zusammen und freute sich: „Das war genau das, was mir gefehlt hat.“

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Also alles auf dem besten Wege? Jein. Dummerweise schrieb Kahraman weder mit noch verfügte er über ein phänomenales Gedächtnis, sodass ihm schon nach kurzer Zeit wieder entfallen war, was er da eigentlich gerade so kreiert hatte. Mit der Zeit aber entwickelte er sich zum gelehrigen Schüler, auch die Marketingaktion im Ort – man belieferte die umliegenden Geschäfte mit Probeportionen aus der neuen Speisekarte – war ein Erfolg.

Dass es beim finalen Testessen fünf Sterne geben würde, da waren sich Kahraman, Özlem, Erdem und die beiden jüngeren Töchter der Familie sicher. Als es lediglich vier wurden, versuchten sie mehr schlecht als recht, ihre Enttäuschung zu verbergen – die löste sich aber zum Glück in Wohlgefallen auf. Frank Rosin hatte ihnen nur eine letzte kleine Lektion erteilen wollen: Grinsend zog er nach einer Weile auch noch den letzten Stern aus der Tasche, sodass sich das Restaurant fortan mit fünf von fünf Rosin-Sternen schmücken darf.

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