Neues Album und TV-Auftritte: Robbie Williams bringt Weihnachten nach Deutschland

  • Robbie Williams ist jetzt ultimativer Weihnachtsfan – deshalb hat er gleich mal ein Doppelalbum mit Weihnachtsliedern veröffentlicht.
  • Mit Liedern aus „The Christmas Present“ tritt er am Wochenende (6. und 7. Dezember) bei der „NDR-Talkshow“ und bei „Ein Herz für Kinder“ auf.
  • Vermutet wird, dass er auch Helene Fischers Duettpartner bei deren ZDF-Weihnachtsshow am 25. Dezember sein wird.
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Von den klingelnden Glöckchen und dem glitzernden Schnee singt Robbie Williams derzeit. Der Ex-Take-That-Mann, Meister des knackigen Popsongs und gelegentlicher Ausflügler in den Sinatra-Jazz, hat über seine Frau Ayda Field zu Weihnachten gefunden. Und weil er, wenn er zu was gefunden hat, gerne ganze Sachen macht, hat er auch gleich ein Doppelalbum auf den Markt gebracht. Mit „Winter Wonderland“, im Original aus den Dreißigerjahren, geht der Doppeldecker los, und danach folgen noch 26 weitere akustische Weihnachtspreziosen.

Eine der beiden Discs ist voller fingerschnippender Klassiker mit Orchester, die den Swingfan Williams zum Vorschein bringen. Und eins ist gefüllt mit Pop, wie man ihn aus Robbies großen Tagen von „Millennium“ und „Feel“ kennt – halt von adventlicher Atmosphäre durchdrungen. „Christmas Past“ (vergangene Weihnacht) heißt die erste CD, „Christmas Future“ (zukünftige Weihnacht) die zweite – „The Christmas Present“ (gegenwärtige Weihnacht/ Weihnachtsgeschenk) ist doppeldeutig das komplette Präsent an die Fans betitelt. Charles Dickens lässt grüßen. Und auf dem Cover sieht man Robbie denn auch, wie er im Herrenoutfit der „Oliver Twist“-Ära an einer weihnachtsgrünen britischen Hausfassade entlangeilt, das eigene Weihnachtsalbum unter den Arm geklemmt.

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Robbie Williams in der NDR-Talkshow

Ein Popstar unterwegs mit seinem neuesten Output in diverse deutsche Fernsehsendungen. Freitagabend um 22 Uhr will Robbie zweimal Weihnachtliches in der „NDR-Talkshow“ singen (einen Song mit Barbara Schöneberger). Am Samstag bringt er dann bei Johannes B. Kerner in der ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ (20.15 Uhr) ein Adventsständchen, um beim Spendensammeln für Kinder in Not zu helfen.

Und gewettet wird auch schon darauf, dass Williams nach Plácido Domingo, Xavier Naidoo und Andrea Bocelli Helene Fischers Duettpartner bei der diesjährigen „Helene Fischer Show“ am ersten Weihnachtsfeiertag (20.15 Uhr) im ZDF sein könnte.

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Dann würden die beiden vermutlich Eartha Kitts ziemlich lasziv geseufztes „Santa Baby“ singen – zumindest ist das der Titel, den Fischer auf dem Album mit Williams darbietet. Darin geht’s um Geschenke – und zwar definitiv nicht um Socken, Bücher oder CDs. Das Mädchen im Song ist ein teures, will Pelze, eine Jacht und Tiffany-Geschmeide. Und Robbie hilft Helene beim Luxusgeschenkeerbitten von Santa und wünscht sich einen „54 Convertible in Blau“ – einen Cadillac aus der großen Zeit der Straßenkreuzer (kostet heute so um die 85.000 Dollar)!

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Duette mit Rod Stewart und Bryan Adams

Weitere Duettpartner auf „The Christmas Present“ sind Rod Stewart (beim keltfolkigen „Fairytales“), der Kanadier Bryan Adams beim Darlene-Love-Cover „Christmas (Baby Please Come Home)“ von 1963 und schließlich – Williams ist Familienmensch – sein Papa Pete (bei „It’s a Wonderful Life“).

Auch die Songs des zweiten Albums sind voller Glöckchen und Gebimmel, zuweilen mit dynamischer Orchesterpower wie zu Phil Spectors großen Tagen (beim hitverdächtigen „Darkest Night“), dezent rock-’n’-rollig (bei „Snowflakes“) oder schmachtig und balladesk (bei „Home“). Und im schwungvollen „Happy Birthday, Jesus Christ“ stellt Williams gleich mal fest, wie tief Weihnachten bei ihm geht: „Ich bin nicht religiös, aber ich lass mich beraten“, legt er los. „Mann, der Tag, den du ausgegeben hast, ist toll. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jesus Christus!“

Halleluja, wie respektlos, möchte man meinen. In einem Weihnachtslied Oberflächlichkeit zuzugeben und in der darauf folgenden Strophe auch noch Kollege Justin Bieber wegen dessen überteuerten Merchandise-Artikeln einen reinzuwürgen – das ist der typisch Williams’sche, für manchen Vorweihnachtsseligen gewöhnungsbedürftige Brithumor. Immerhin will er am Ende des Songs an den Platz, der immer noch das Herz von Weihnachten ist, und er gibt zu, die Liebesbotschaft tief in seiner Seele zu spüren: „Bring mich in die Kirche“, singt er. Ein Gospel à la Robbie Williams.

Robbie Williams: „The Christmas Present“ (Sony), Doppelalbum, bereits erschienen.

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Robbie Williams im Fernsehen: „NDR-Talkshow“ (6. Dezember, 22 Uhr, NDR); „Ein Herz für Kinder“ (7. Dezember, 20.15 Uhr, ZDF)