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Bayern-3-Moderator entschuldigt sich nach Rassismuseklat: „großen Fehler gemacht“

Ein Aufnahmegerät mit einem Bayern-3-Logo liegt auf einem Mischpult.

Radiomoderator Matthias Matuschik vom Sender Bayern 3 hat einen Rassismuseklat losgetreten. Er verunglimpfte öffentlich die koreanische Pop-Band BTS. (Symbolfoto)

Nachdem rassistischen Äußerungen über die koreanische Band BTS des Bayern-3-Moderators Matthias Matuschik für scharfe Kritik gesorgt haben, meldet sich Matuschik nun selbst zu Wort. Interviews wollte der Moderator nicht geben, ließ über eine Pressemitteilung aber ausrichten: „Ich bin sehr bestürzt über die Reaktionen, die meine Äußerungen in meiner Liveshow hervorgerufen haben – und vorneweg: Es tut mir sehr leid, und ich möchte mich aufrichtig entschuldigen.“

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Weltweiter Protest: Bayern-3-Moderator beleidigt koreanische Band BTS

Ein Moderator des Radiosenders Bayern 3 muss sich derzeit Rassismusvorwürfen stellen.

Matuschik zum Virusvergleich: „Das war komplett daneben“

Anlass war Matuschiks Livesendung vom Mittwochabend auf Bayern 3. Bei „Matuschke – der etwas andere Abend“ hatte er die koreanische Boygroup BTS angegriffen, sie mit einem Virus verglichen. Dass die siebenköpfige Band bei ihrem Auftritt in der Kultreihe „Unplugged“ des Musiksenders MTV einen Song der Britpopgruppe Coldplay gecovert hatte, bezeichnete Matuschik in seiner Radioshow als „Gotteslästerung“.

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„In meiner Moderation habe ich mich in erster Linie über die Tatsache geärgert, dass die Boyband BTS den von mir sehr geschätzten Song ‚Fix you’ von Coldplay gecovert hat“, äußerte sich Matuschik am Freitag. Und räumte ein: „Die Nationalität der sieben Jungs sollte dabei keine Rolle spielen – sie zu erwähnen und den Zusammenhang mit einem Virus herzustellen war komplett daneben.“

Rassistische Beleidigung „war niemals meine Absicht“

Matuschik: „Ich habe mir in den vergangenen Stunden viele Gedanken gemacht und verstehe und akzeptiere, dass ich viele von euch, insbesondere die asiatische Community, durch meine Worte rassistisch beleidigt haben könnte. Das war niemals meine Absicht, aber mir ist bewusst, dass am Ende zählt, wie die Worte bei den Empfängern ankommen – und nicht, wie sie gemeint waren.“

Der 1965 geborene Moderator berief sich auf Tätigkeiten, die klar zeigen sollten, dass er keine rechte oder rassistische Gesinnung hege: „Menschen, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich mich neben meiner Tätigkeit als Radio-DJ und Kabarettist seit den Flüchtlingsströmen 2015 auch sehr gegen rechte Umtriebe und für Schutzsuchende eingesetzt habe“, schrieb Matuschik.

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Matuschik: „Ich habe einen großen Fehler gemacht“

„Umso trauriger macht es mich, wenn ich mit einer unbedachten, eigentlich witzig gemeinten Äußerung andere verletzt und mich selbst in ein falsches Licht gerückt haben sollte. Ich habe einen großen Fehler gemacht, aus dem ich lernen werde.“ Die Stellungnahme endet mit einem „I am really sorry“.

Nachdem die Deutsche Welle über den Vorfall einen englischsprachigen Text online gestellt hatte, hatte es auch empörte internationale Reaktionen gegeben. Immer wieder war darin von Rassismus die Rede, der nicht zu tolerieren sei. Das US-Label von BTS, Columbia Records, postete heute (26. Februar) eine allgemein gehaltene Antirassismusbotschaft und stellte sich auf die Seite der „asiatischen Gemeinschaft“, ohne sich dabei konkret auf den aktuellen Fall von BTS zu beziehen.

Derzeit nehmen in den USA rassistische Gewalttaten gegenüber asiatischstämmigen Amerikanern zu. Der Buchautor und Journalist David Yi mahnte bei Twitter: Rhetorik wie die Matuschiks führe zu gewalttätigen Angriffen gegen asiatischstämmige Menschen.

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