Rapperin Nura überrascht „Sing meinen Song“-Stars mit Kindheitsbeichte

  • Liebe, Einsamkeit, Tod: Gefühlsachterbahnen sind in der Vox-Show „Sing meinen Song“ eher Regel als Ausnahme.
  • Auch in der Nura gewidmeten Folge vom Dienstagabend wurde viel gelacht und geweint.
  • Von den Höhen und Tiefen ihres Lebens als Flüchtlingskind erzählte die Rapperin sehr anschaulich.
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Sie habe ihrer Mama „sehr viel angetan“, gestand Nura mit brüchiger Stimme in der aktuellen Folge der Vox-Show „Sing meinen Song“. In der sollte es um die Musik der jungen Rapperin gehen, doch es drehte sich auch viel um deren Mutter. Mit 25 Jahren war die in Kuwait lebende Eritreerin mit vier kleinen Kindern während des Golfkriegs nach Deutschland geflüchtet, als Jugendliche war Nura später dann immer wieder mit ihr aneinandergeraten.

Bevor sie davon erzählte, ging es zunächst allerdings spaßig los, als Nura etwa versuchte, DJ Bobo (53) das Twerken beizubringen und der sie wenig später mit seiner Songauswahl verblüffte: „On Fleek“, das sich um perfektes Styling dreht. Seine 14-jährige Tochter habe sich kaputtgelacht: „Papa, die Wörter kennst du gar nicht!“ „Stimmt, aber ich sage sie“, habe er beschlossen und präsentierte eine „augenzwinkernde“ Version des Liedes. „Jetzt mag ich den Song“, jubelte Nura, die davor nicht recht zufrieden mit ihm war.

Nura bei „Sing meinen Song“: „Ich habe meiner Mutter sehr viel angetan“

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Dann gab es ein Geständnis, das Stefanie Heinzmann (32) zum Lachen brachte: „Was?“ Nura habe als Teenie nämlich „stylemäßig aussehen“ wollen wie sie – oder auch Avril Lavigne (36). Zu Nuras weniger guten Stylingideen gehörte, sich selbst ein Piercing in die Unterlippe zu stechen, das sie mit einer Tiefkühlpizza kühlte. Nur eine der Aktionen, mit der sie ihre Mutter in den Wahnsinn trieb („Ich habe ihr sehr viel angetan!“), denn das Ganze mündete in einer Blutvergiftung.

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Es folgten weitere Eskapaden und schließlich mit 13 der freiwillige Umzug ins Heim. Über die Zeit dort habe sie „Kein Bock“ geschrieben, ihren „Deprisong“, den zu ihrer Überraschung Reggaesänger Gentleman (46) coverte, der ihr damit Tränen in die Augen trieb.

Im Heim habe sie es zunächst cool gefunden, ein eigenes Zimmer zu haben und Taschengeld zu bekommen, bis sie durch die Schicksale der anderen, zum Teil extrem vernachlässigten Jugendlichen begriff, wie gut sie es bei ihrer Mutter eigentlich gehabt hatte. Die hatte ihr zwar als Reinigungskraft materiell nicht viel bieten können, sich aber immer mit viel Liebe um sie und ihre Geschwister gekümmert. Ein „kleines Egokind“ sei sie gewesen, sah Nura im Nachhinein ein.

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Song für einen verstorbenen Freund

Nach einem thematischen Schlenker – Gastgeber Johannes Oerding (39) interpretierte Nuras „Ohne Sinn“ über eine toxische Beziehung als mitreißende Soulnummer – ging es erneut um Nuras jugendliche Sinnsuche, genauer um den Tag, an dem sie von zu Hause abgehauen war. Denn Mighty-Oaks-Sänger Ian Hooper (34) hatte für seinen Auftritt das Lied „Auf der Suche“ gewählt, in dem sie dieses Erlebnis verarbeitete. Ians Version brachte Stefanie Heinzmann zum Weinen, die das kofferpackende Kind Nura vor Augen hatte und es „unendlich traurig“ fand, „dass Menschen so was durchmachen müssen“.

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Für noch mehr Tränen sorgte dann allerdings sie selbst, denn nachdem Nura ihren Antirassismussong „Stress mit Bullen“ gesungen hatte, präsentierte Stefanie mit „Babe“ das Lied, das Nura ihrem Freund, dem SAM-Rapper Samson Wieland, geschrieben hatte, der 2018 aus unbekannten Gründen im Alter von 27 Jahren plötzlich verstorben war.

Stefanie Heinzmann gelingt der „Song des Abends“

Mehrmals betonte Stefanie Heinzmann ihre Hoffnung, Nura würde ihre Version verstehen. Denn die „Babe“-Version geriet sehr tanzbar – und positiv wie Sam, für den sie „die Sonne scheinen lassen“ wollte. Der Plan schien aufzugehen: Zwar liefen Nura Tränen über die Wangen, doch der Auftritt brachte sie auch zum Lächeln.

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Den Abschluss bildete der jüngste Musiker der Runde, Joris. Der 31-Jährige hatte sich für seine „Habibi“-Interpretation („Habibi“ ist die weibliche Variante des arabischen Kosewortes „Schatz“) extra ein Schlaginstrument aus Weinflaschen gebaut, was beim Rest der Runde sehr gut ankam. Als „Song des Abends“ kürte Nura dennoch Stefanie Heinzmanns „Babe“ und kündigte an, fortan auch selbst diese partytaugliche Version zu singen: „Denn das ist auch Sam.“

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