Thilo Mischke in Pro7-Armutsspezial: “Scham ist das größte Problem”

  • Am Montag hat Thilo Mischke in einer neuen Sendung Armut zum Thema gemacht.
  • Der Journalist trifft in der Doku fünf Menschen, die in Deutschland an der Armutsgrenze leben.
  • Am Ende appelliert Mischke an die Gesellschaft.
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Der TV-Sender Pro7 hat am Montagabend ein großes Problem in Deutschland thematisiert: In der Show “Von Armut bedroht” trifft Journalist Thilo Mischke fünf Menschen, die an der Armutsgrenze leben. Da ist der junge Arton mit niedrigem Bildungsabschluss, dessen Eltern aus dem Kosovo geflüchtet sind, oder Monique, die sich mit mehreren Jobs ihr Geld verdienen muss. Das große Problem sei laut Mischke die Scham, die mit Armut einhergeht.

“Aufhören nach unten zu treten”

Am Ende der Dokumentation appelliert er an die Gesellschaft: “Um diese Scham in Deutschland zu überwinden, müssen wir alle aufhören, nach unten zu treten und nach unten zu gucken. Wir müssen aufhören zu glauben, dass Armut etwa Lustiges ist, was man sich im Fernsehen angucken kann.” Menschen, die Geld haben, sollen sich einsetzen, fordert der Journalist. So sei das bedingungslose Grundeinkommen möglicherweise ein Lösungsansatz. Wie Pro7 vor der Ausstrahlung mitteilte, ist der gebürtige Ost-Berliner selbst in einfachen Verhältnissen aufgewachsen.

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Schon vor einer Woche befasste Mischke sich in einer Spezialsendung mit einem ernsten Thema: In der mehrstündigen Dokumentation “Rechts. Deutsch. Radikal” ging der Journalist der neuen Rechten auf den Grund.

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Das Spezial erreichte 1,69 Millionen Zuschauer, was einen Marktanteil von 5,6 Prozent bedeutete. Die Sendung führte dazu, dass die AfD-Fraktion im Bundestag ihrem früheren Pressesprecher Christian Lüth fristlos kündigte. Ihm werden menschenverachtende Äußerungen über Migranten zugeschrieben.

RND/am

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