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Privates bei „Wer wird Millionär“: Günther Jauch plaudert aus dem Nähkästchen

  • Eigentlich ist „Wer wird Millonär?“-Moderator Günther Jauch dafür bekannt, dass er ungern über sein Privatleben spricht.
  • Umso erstaunlicher, dass ihm am Montag jedes Stichwort ein willkommener Anlass für eine Anekdote zu sein schien.
  • So erfuhr das Publikum unter anderem, welchen bekannten Schriftsteller Jauch schon als Baby kennengelernt hatte.
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Anne Struck kam den regelmäßigen „Wer wird Millionär?“-Zuschauern bekannt vor. Als Überhangkandidatin startete die Münchnerin am Montagabend in der RTL-Quizshow mit der 8000-Euro-Frage – und „mit vier Jokern, die alle noch jungfräulich vor sich hindümpeln“, wie Günther Jauch sich ausdrückte.

„Der Namenspatron welches in der Automobilindustrie tätigen Unternehmens war bei dessen Gründung bereits seit 60 Jahren tot?“, wollte Jauch wissen. Chrysler, Fiat, Tesla und Toyota standen zur Wahl. Die Flugbegleiterin dachte laut, dass Tesla-Gründer Elon Musk ja noch leben würde. Der Moderator bewahrte sie vor einem Denkfehler: Die Firma würde Tesla heißen, nicht der Gründer. Der Telefonjoker riet zu der Antwort, den die Kandidatin ohne Jauchs dezente Hilfestellung ausgeschlossen hätte: Tesla. Korrekt, denn der Firmenname bezieht sich auf den Elektroingenieur und Erfinder Nikola Tesla.

„Wie heißt ein Thriller des Bestseller-Autors Sebastian Fitzek?“, wollte Günther Jauch für 16.000 Euro wissen. Die Schwarmintelligenz im Saal tippte als Joker zu 78 Prozent auf „Das Joshua-Profil“. Jauch brachte die Kandidatin zum Staunen mit dem Statement, er habe den jungen Autor bereits als Baby kennengelernt. Die Auflösung: „Sein Vater war mein Deutschlehrer – und gleichzeitig der beste Lehrer, den ich je hatte.“ Den Sprössling habe der Pädagoge einmal mit in die Schule gebracht, berichtete Jauch. „Dann vergingen einige Jahrzehnte und plötzlich war er Bestsellerautor.“ Die Kandidatin freute sich über die „schöne Geschichte“, nichtsahnend, dass Jauch an diesem Abend noch viel mehr aus dem Nähkästchen plaudern würde...

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Nein! Doch! Oooh! Staunen über Günther Jauchs Geheimnisse

Die 64.000-Euro-Frage brachte zutage, dass sich Franz Josef Strauß höchstpersönlich in den 80er-Jahren dafür einsetzte, dass die Serie „Meister Eder & sein Pumuckl“ in der Werkstatt in der Widenmayerstraße weitergedreht werden konnte. „Wer hat auch in der Widenmayerstraße gewohnt?“, wollte Jauch wissen. Geld gab es nicht für die Antwort. Zum Glück, denn die Vermutung der Kandidatin war falsch: „Der Strauß selber.“ Jauch erwiderte: „Nein... ich.“ Jauch strahlte: „Also heute ist mein Abend: Ich kannte Fitzek als Baby, habe in der Widenmayerstraße neben Meister Eder und seinem Pumuckl gewohnt und jetzt kommt das Tollste...“, kündigte er an. „Das Auto vom Derrick, nicht das im Film, sondern was der wirklich hatte, wer hat das heute?“ Anne Struck durfte die Antwort schon geahnt haben, reagierte aber mit: „Ne, jetzt nicht Sie? Nein!“ Jauch triumphierte: „Es kommt ein Knaller nach dem nächsten.“

Anne Struck nannte diese höchst private Informationsflut „Wahnsinn“ und glaubte, „die ganze Sendung heute ist auf Sie zugeschnitten“. Gleiches galt irgendwie auch für die 125.000-Euro-Frage, auch wenn sich Jauch hierbei von seinem Team hinter den Kulissen beleidigen lassen musste. „Was ist das auffälligste Merkmal der in Zentralasien lebenden Saiga-Antilopen?“ – Hufeisenförmige Hörner, roboterhafte Gangart, rüsselartige Nase, flossenähnliche Hufe?

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Die WWM-Redaktion gratuliert: „Heute ist Ihr Abend“

Die These vom steifen Gang stellte Jauch pantomimisch dar. „Können Sie mir noch die rüsselartige Nase vormachen?“, bat die Kandidatin. „Ja, von Haus aus, Dankeschön“, grummelte der Moderator. Die Kandidatin gab auf und freute sich über ihre Entscheidung: „Das ist ein hübsches Sümmchen, da kann ich mein Kurzarbeitergeld jetzt so richtig mit ausgleichen.“ Bevor sie mit 64.000 Euro ging, beklagte sich Jauch über eine Nachricht seiner Redaktion auf dem Bildschirm: „Es ist eine solche Unverschämtheit. Wissen Sie, was hier steht?“ Er zitierte: „,Heute ist Ihr Abend. Ihre Nase ähnelt ein wenig der Nase der Saiga-Antilope.‘“

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Ähnlich skurril ging es mit Martin Fohl aus dem bayerischen Pleiskirchen weiter. Der 57-jährige Pfarrer intonierte auf dem Jagdhorn das Signal „Sau tot“. Jauchs holpriges Kompliment nach dem musikalischen Intermezzo: „Selbst als waidwunde Sau wäre ich da noch gerührt.“ Der Geistliche ging mit Gott und 32.000 Euro. Melina Hackenbroch aus Wiesbaden war die letzte Kandidatin des Abends. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin wird erst am kommenden Montag die 16.000-Euro-Frage beantworten können, denn die Sendung endete davor.

RND/Teleschau

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