Sat.1-Anchorman Marc Bator über Abgang von Pinar Atalay: „Sollte ARD zu denken geben“

  • Die ARD verliert in kurzer Zeit drei prominente Nachrichtengesichter.
  • Für Sat.1-Anchorman Marc Bator kommt dieser Schritt nicht überraschend.
  • Er kritisiert seinen ehemaligen Arbeitgeber in Sachen Vergütung.
|
Anzeige
Anzeige

Nach Linda Zervakis und Jan Hofer hat mit Pinar Atalay die dritte Nachrichtensprecherin in kurzer Zeit ihren Wechsel zu einem Privatsender verkündet. Die 43-Jährige wechselt zu RTL, wie der Sender am Dienstag bekanntgab.

Einer, der diesen Schritt bereits 2013 wagte, ist Ex-„Tagesschau“-Sprecher Marc Bator. Auch sein Abschied kam damals nach 13 Jahren für viele Zuschauer überraschend. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) kritisiert Bator rückblickend vor allem die Vergütung seines ehemaligen Arbeitgebers: „Gleich drei den Zuschauern liebgewonnene Nachrichtengesichter an private TV-Sender zu verlieren, sollte der ARD zu denken geben.“

Er empfinde es zwar heute noch als großes Privileg, für die ARD gearbeitet zu haben. Jedoch: „Bei allem Respekt, muss sich die ARD auch mal hinterfragen, ob ihre Bezahlung und die Flexibilität in der Ausgestaltung der Dienstverträge noch zeitgemäß sind.“

Erst kürzlich hat Linda Zervakis die „Tagesschau“ verlassen

Anzeige

Laut RTL werde Atalay „den weiteren Ausbau der Informations- und Nachrichtenangebote in zentraler Rolle mitgestalten“. Erst im April hatte „Tagesschau“-Sprecherin Linda Zervakis ihren Wechsel zu Pro7 bekanntgegeben, wo sie bereits gemeinsam mit Louis Klamroth die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Armin Laschet interviewte. Chefsprecher Jan Hofer hatte überraschend nach seiner letzten „Tagesschau“ verkündet, künftig auch bei RTL Nachrichten zu sprechen.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen