Peinliche Emmy-Panne: Verstorbener Dirigent ist quicklebendig

  • Bei der diesjährigen Emmy-Verleihung ist es zu einer peinlichen Verwechslung gekommen.
  • Während der Veranstaltung wurde ein Dirigent für tot erklärt.
  • Dirigent Leonard Slatkin wurde mit dem Komponisten André Previn verwechselt.
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Los Angeles. Sie ist ein trauriger Bestandteil einer jeden Preisverleihung in Hollywood: Die „In Memoriam“-Montage. Untermalt von einer emotionalen Gesangsperformance gedenkt die Bilderschau allen Künstlern, die im vergangenen Jahr verstorben sind.

Als der Dirigent Leonard Slatkin (75) sein Foto in der diesjährigen Montage bei den Emmys entdeckte, staunte er jedoch nicht schlecht: Denn eigentlich fühlt er sich quicklebendig.

Die Produzenten der Emmy-Verleihung hatten offenbar versehentlich Slatkins Foto mit dem des Komponisten André Previn (1929-2019) verwechselt. Dieser war im Februar 2019 im Alter von 89 Jahren verstorben.

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Beste Dramaserie: Game of Thrones.  @ Quelle: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Das Team von US-Talkmaster Jimmy Kimmel bemerkte den Fehler und machte Slatkin, der als Musikdirektor beim Detroit Symphony Orchestra tätig ist, ausfindig; in einem Videointerview erkundigte sich Kimmel, wie der Dirigent die Nachricht von seinem Ableben aufgenommen habe.

Es sei eine „große Überraschung“ für ihn gewesen, gab dieser zu. „Die Produzenten wollten André Previn mit dieser Montage nur das Beste wünschen, stattdessen haben sie mir nur das Schlechteste gewünscht.“

Doch der Dirigent nimmt es mit Humor. „Das eigentlich Traurige daran ist, dass André Previn, nicht so gedacht wurde, wie er es verdient gehabt hätte“, findet er. Dennoch ist sich Slatkin, der Previn persönlich gekannt und stets bewundert habe, sicher, dass dieser „sich gerade im Grab schief lacht“.

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Bei der Verleihung der Emmy Awards in Los Angeles ist die Erfolgsserie „Game of Thrones“ als beste Dramaserie ausgezeichnet worden.  © AFP

Verstörend fände er dagegen, wie sein Umfeld auf die Nachricht von seinem Tod reagiert habe: Er habe Dutzende Nachrichten von Bekannten bekommen, die kondoliert hätten. „Warum schicken sie mir Nachrichten, wenn sie denken, dass ich tot bin?“, fragt sich der Musiker und scherzte: „Die Trauerfeier wird in etwa 15 Jahren stattfinden.“

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RND/amr/spot

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