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Über die Berichterstattung ist sie „erschüttert“

Ehemalige RBB-Intendantin Schlesinger gibt Fehler zu

Patricia Schlesinger. ehemalige Intendantin des RBB (Archivbild)

Patricia Schlesinger. ehemalige Intendantin des RBB (Archivbild)

Hamburg. Patricia Schlesinger hat Fehler während ihrer Zeit als Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) eingeräumt. Die Modernisierungsvorhaben, die sie gemeinsam mit der Geschäftsleitung angestoßen habe, hätten den Arbeitsalltag vieler Mitarbeitender auf den Kopf gestellt, sagte die ehemalige RBB-Chefin in einem am Mittwoch online veröffentlichten Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Der Unmut und die Wut im Sender sind aus meiner Sicht so stark, dass ich mir vorwerfe, dass ich das nicht gesehen habe“, sagte Schlesinger.

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Schlesinger, die am 22. August fristlos entlassen wurde, zeigte sich „erschüttert“ über die Wucht der Berichterstattung, „das war wie ein Tsunami“. Dass die Anschuldigungen aus ihrem engsten Umfeld kämen, habe sie besonders getroffen.

„Ich brauche keine Massagesitze, das ist für mich überflüssiger Klimbim“

Patricia Schlesinger, ehemalige Intendantin des RBB

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Schlesinger: Renovierung war kein Luxuswahn

Ausführlich äußerte sich Schlesinger zu den Privilegien, die sie als Intendantin genoss, etwa zu einem Dienstwagen mit Massagesitzen. „Ich habe den Wagen nicht selbst konfiguriert. Ich brauche keine Massagesitze, das ist für mich überflüssiger Klimbim.“ Schlesinger wies zudem Berichte zurück, sie habe bei der Neugestaltung ihres Büros Hinweise aus dem Controlling des RBB übergangen: „Sollte jemand gewarnt haben, dann hat mich das leider nicht erreicht.“

Der Grund für die Renovierung sei kein Luxuswahn gewesen, sondern „eine dringend notwendige Schadstoffsanierung“. Überdies stammten die Möbel ihres ehemaligen Büros von ihrer Vorgängerin, sagte Schlesinger.

Fall Schlesinger: Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch zu retten?

Die ehemalige RBB-Intendantin Patricia Schlesinger muss sich gegen diverse Vorwürfe verantworten. Das wirft ein schlechtes Licht auf die öffentlich-rechtlichen.

Ex-Intendantin wehrt sich gegen Vorwurf der Bevorteilung ihres Ehemanns

Schlesinger verwahrte sich auch gegen die Behauptung, ihrem Ehemann Gerhard Spörl, einem ehemaligen „Spiegel“-Journalisten, einen Auftrag zu ihrem Vorteil verschafft zu haben. Es habe sich herausgestellt, dass dabei nicht gegen Compliance-Regeln verstoßen worden sei.

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Den RBB führte Schlesinger seit 2016, seit Beginn dieses Jahres amtierte sie auch als ARD-Vorsitzende. Seit Anfang August ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsnahme.

RND/epd

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