Onlineportal benutzt Werbefoto und behauptet, es sei Josef B.

Ein österreichisches Boulevardportal benutzt ein Werbefoto von einem älteren Mann und behauptet, dass es der Tatverdächtige Josef B. vom niederländischen Bauernhof sei. Der Schwindel fliegt auf.

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Wien. Die Berichterstattung über die isoliert lebende Familie in den Niederlanden treibt mitunter seltsame Blüten. So hat das Onlineportal www.oe24.at aus Österreich in einem Artikel angeblich den Tatverdächtigen Josef B. im Foto gezeigt. Dazu wurde getitelt: „Sekten-Josef: Das soll der Vater der Kinder sein“. Das Problem: Der gezeigte Mann ist Model, und die Aufnahme kann zu Werbezwecken käuflich erworben werden.

Aufgedeckt wurde dieser Schwindel von „Heute“-Chefredakteur Christian Nusser, der über diesen Fall twitterte. Sein Kommentar: „Euer Foto von ‚Sekten-Josef‘ gibt es bei Feature-Agenturen (CanStock, Shutterstock) zu kaufen. Kostet 8 Euro.“ Bei der Fotoagentur steht als Beschreibung zu dem Bild: „Mann, der in der Natur campt und mit seinen Händen Feuer macht“. Das Onlineportal hat das beanstandete Foto mittlerweile ausgetauscht.

RND/kiel

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